Arte nimmt am Montag, 9. November 2026, das südkoreanische Drama «In Sachen Sohee» ins Programm. Der 131-minütige Spielfilm von Regisseurin und Drehbuchautorin Jung July beginnt um 23.30 Uhr und feiert bei dem deutsch-französischen Kultursender seine Erstausstrahlung. Parallel steht der Film vom 9. November 2026 bis zum 7. Januar 2027 im Streamingangebot zur Verfügung.Im Mittelpunkt steht Sohee, gespielt von Kim Si-eun. Die selbstbewusste Schülerin steht kurz vor ihrem Abschluss und muss im Rahmen ihrer Ausbildung ein längeres Praktikum absolvieren. Ihre Schule vermittelt sie an ein Callcenter, doch aus dem vermeintlichen Einstieg ins Berufsleben entwickelt sich innerhalb weniger Monate eine enorme Belastung. Die vorgegebenen Ziele sind kaum zu erreichen, gleichzeitig wird Sohee bei ihrer Arbeit am Telefon immer wieder mit sexueller Belästigung konfrontiert.
Wehrt sie sich gegen übergriffige Anrufer oder beendet ein Gespräch, gerät sie selbst unter Druck. Ihre Vorgesetzten stellen die Interessen der Kunden über den Schutz der Beschäftigten. Auch von ihrer Schule bekommt Sohee kaum Unterstützung. Als ihre Eltern den Schuldirektor auf die Zustände ansprechen, verweist dieser darauf, wie schwierig es überhaupt sei, Praktikumsplätze für die Schülerinnen und Schüler zu finden.
Nach einem Suizid in dem Unternehmen beginnen Ermittlungen. Kommissarin Yoo-jin, gespielt von Bae Doona, stößt dabei auf ein Geflecht aus wirtschaftlichen Interessen, Bürokratie und Schweigen. Sie versucht herauszufinden, welche Verantwortung das Unternehmen und die beteiligten Institutionen für die Zustände tragen. Damit wechselt «In Sachen Sohee» zunehmend von Sohees persönlicher Geschichte zu einer Untersuchung der Strukturen hinter ihrem Schicksal.
Für Jung July war der 2022 entstandene Film die zweite Langfilmregie. Bereits ihr Debüt «A Girl at My Door» wurde 2014 in der Cannes-Sektion Un Certain Regard gezeigt. Schon damals arbeitete sie mit Bae Doona zusammen. Die international bekannte Schauspielerin war unter anderem in Produktionen von Bong Joon-ho und Hirokazu Koreeda sowie im Hollywoodfilm «Cloud Atlas» zu sehen.







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