Von erneuerbaren Energien über weniger Plastik bis zum verantwortungsvolleren Umgang mit Wasser: L’Oréal hat sich für das Jahr 2030 zahlreiche Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Ob die Versprechen tatsächlich eingehalten werden können oder vor allem dem grünen Image dienen, untersucht das ZDF am Sonntag, 25. Oktober, um 15.30 Uhr in «Greenwashed?» „L’Oréal: Alles nur Kosmetik?“. Der Film von Megan Ehrmann ist bereits ab Freitag, 2. Oktober, im Streamingangebot verfügbar.Umweltreporter Sherif Rizkallah nimmt dafür das Programm „L’Oréal for the Future“ genauer unter die Lupe. Der Konzern, zu dessen Portfolio unter anderem Beautylinien von Lancôme, Yves Saint Laurent, Giorgio Armani, Prada und Valentino sowie Marken wie Garnier, Maybelline und Essie gehören, hat sich darin weitreichende Ziele gesetzt. Neben dem Kampf gegen den Klimawandel stehen Kreislaufwirtschaft, Naturschutz und die Stärkung von Frauen auf der Agenda.
Dabei ergibt sich laut ZDF ein gemischtes Bild. Beim Einsatz erneuerbarer Energien an den eigenen Standorten scheint L’Oréal seine Vorgaben bereits weitgehend erreicht zu haben. Deutlich mehr Arbeit gibt es dagegen beim Recycling von Wasser. Auch bei den Emissionen der Zulieferer stellt sich die Frage, wie der Konzern seine selbst gesteckten Ziele bis 2030 erreichen möchte.
Für den Praxistest beschäftigt sich Rizkallah unter anderem mit der Gewinnung von Arganöl. Dabei soll geklärt werden, ob die beteiligten Frauen tatsächlich von den versprochenen Verbesserungen profitieren. Außerdem wird untersucht, ob sich eine Verringerung von neu produziertem Kunststoff in den Verpackungen nachweisen lässt. Ein weiteres Thema ist die Waterloop-Technologie, deren Einführung laut ZDF bislang schleppender verläuft als vorgesehen. Ein Experte für unternehmerische Nachhaltigkeit soll die Ergebnisse zusätzlich einordnen.
Mit «Greenwashed?» hat das ZDF in den vergangenen Jahren bereits verschiedene Unternehmen und Produkte auf ihre Umweltversprechen abgeklopft. Die Sonntagsausgaben erreichten dabei durchaus unterschiedliche Ergebnisse. „Decathlon: Kann Massenware nachhaltig sein?“ verbuchte im Oktober 2025 beispielsweise 1,21 Millionen Zuschauer und starke 11,2 Prozent Marktanteil. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,19 Millionen sowie 9,6 Prozent gemessen.
Zuletzt beschäftigte sich die Reihe mit LEGO. Die Erstausstrahlung im Juni 2026 erreichte 0,96 Millionen Menschen und 10,3 Prozent Marktanteil, bei den Jüngeren waren 7,4 Prozent drin. Eine Wiederholung im Juli zur deutlich prominenteren Zeit um 19.27 Uhr steigerte die Reichweite sogar auf 1,50 Millionen Zuschauer, blieb mit 8,6 Prozent Marktanteil aber unter dem Ergebnis der Sonntagsausstrahlung. Nun muss sich mit L’Oréal erstmals ein Kosmetikriese dem «Greenwashed?»-Check stellen.







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