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HBO Max schert bei Frankreichs Streaming-Quoten aus

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Während Netflix, Disney+ und Prime Video gegen neue Investitionsvorgaben vorgehen, akzeptiert HBO Max zusätzliche Verpflichtungen für französische Dokumentationen und Animationen.

Im Streit um Frankreichs verschärfte Investitionspflichten für Streamingdienste schlägt HBO Max einen anderen Weg als seine großen Konkurrenten ein. Die Plattform hat sich mit mehreren französischen Branchenverbänden darauf verständigt, einen Teil ihrer verpflichtenden Investitionen in französische und europäische Inhalte gezielt für Dokumentationen und Animationsproduktionen einzusetzen. Netflix, Disney+ und Prime Video gehen dagegen juristisch gegen die neuen Vorgaben vor.

Ausgangspunkt ist das sogenannte SMAD-Dekret, mit dem Frankreich europäische Vorgaben für Streamingdienste umgesetzt hat. Seit 2021 müssen international tätige Plattformen demnach 20 Prozent ihrer in Frankreich erzielten Umsätze in europäische und französischsprachige Film- und Fernsehproduktionen investieren. Ende 2025 wurden die Bestimmungen um Unterquoten erweitert, damit insbesondere Animationen und Dokumentationen stärker von diesen Investitionen profitieren.

Genau diese zusätzliche Regulierung sorgt nun für Streit. Netflix, Disney+ und Prime Video haben beim Conseil d'État, dem höchsten französischen Verwaltungsgericht, Einspruch eingelegt. Sie argumentieren unter anderem, die neuen Unterquoten seien ohne ausreichende Verhandlungen eingeführt worden und würden Streaminganbieter mit Verpflichtungen belegen, die traditionelle Fernsehsender nicht in gleicher Weise erfüllen müssten. Netflix-Frankreich-Contentchefin Pauline Dauvin kritisierte zudem Einschränkungen der redaktionellen Freiheit.

HBO Max entscheidet sich dagegen für eine Zusammenarbeit mit der französischen Produktionsbranche. Vereinbarungen wurden unter anderem mit SACD, SCAM, dem Produzentenverband USPA, AnimFrance und dem unabhängigen Produzentenverband SPI geschlossen. Wie viel Geld dadurch konkret in Animationen und Dokumentationen fließen wird, soll anhand der Geschäftsjahre 2026 und 2027 bestimmt werden.

"Diese Vereinbarungen spiegeln unseren Wunsch wider, unser Engagement für französische kreative Werke fortzusetzen und Produktionen zu entwickeln, die sowohl beim französischen als auch beim internationalen Publikum Anklang finden können", erklärte Erlinda Tabla, Vice President Legal and Business Affairs bei Warner Bros. Discovery France.

Kurz-URL: qmde.de/175550
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