Quotencheck

«stern TV Reportage»

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Vor allem bezüglich der 14-49-Jährigen schlug man sich ordentlich als Schadensbegrenzer – mit einer Ausgabe lieferte man sogar deutlich mehr, als man es für einen Pausenfüller erwarten kann. Insgesamt blieb man zu oft unter den Millionen.

RTL setzte im Sommer auf einen kostengünstigen Primetime-Versuch: Fünf bereits bei VOX ausgestrahlte Ausgaben von «stern TV Reportage» wanderten auf den Mittwochabend des größeren Senders. Zwischen dem 15. Juli und dem 12. August standen dabei «Der Fastfood-Hype», «Deutschland im Schnäppchenfieber», «Die Kirmes-Macher», «Unser Hauptstadtflughafen» und «Mein super Markt» auf dem Programm.

Zum Auftakt am Mittwoch, den 15. Juli, sah es zunächst eher ernüchternd aus. «Der Fastfood-Hype» interessierte 0,60 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Beim Gesamtpublikum bedeutete dies einen ganz schwachen Marktanteil von 2,5 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,20 Millionen und lediglich 3,9 Prozent erreicht. Damit blieb die Wiederholung weit hinter dem zurück, was RTL auf einem Primetime-Platz normalerweise erwarten dürfte.

Eine Woche später änderte sich das Bild allerdings komplett. «Deutschland im Schnäppchenfieber» erwies sich als regelrechter Glücksgriff. Die Wiederholung kam bei den 14- bis 49-Jährigen auf hervorragende 13,8 Prozent (0,39 Millionen) und sicherte RTL damit einen sehr starken Wert in dieser Altersklasse. Auch beim Gesamtpublikum konnte die Reportage deutlich zulegen: 1,33 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten für einen Marktanteil von immerhin passablen 7,2 Prozent. Besonders bemerkenswert: Die Sendung über Preisjäger und Rabattaktionen war bereits bei VOX erfolgreich gewesen, konnte ihre Wirkung im RTL-Umfeld aber sogar noch steigern.

Am 29. Juli folgte «Die Kirmes-Macher», die hinter die Kulissen der Cranger Kirmes blickte. Die Reportage erreichte 0,68 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer und fiel beim Gesamtpublikum auf triste 3,7 Prozent zurück. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,27 Millionen und 10,2 Prozent gemessen. Damit war die Ausgabe bei den Jüngeren noch recht ordentlich unterwegs, blieb insgesamt jedoch deutlich hinter dem starken Schnäppchenfieber-Ergebnis zurück.

Noch einmal einen anderen Charakter hatte «Unser Hauptstadtflughafen» am 5. August. Die Reportage begleitete Beschäftigte und Passagiere am Flughafen Berlin Brandenburg. Auch diese Ausgabe konnte bei RTL insgesamt nur eine limitierte Resonanz entwickeln. 0,88 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Wiederholung, was einem Marktanteil von 4,7 Prozent beim Gesamtpublikum entsprach – man nicht mal die Millionen-Hürde. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,31 Millionen und 10,4 Prozent erreicht, mit denen man schon eher zufrieden sein konnte.

Den Abschluss bildete am 12. August «Mein super Markt». Dabei kam es sogar zu einer kleinen Besonderheit im Ablauf: Wegen einer vorgeschalteten Sondersendung zur Sonnenfinsternis begann die Reportage erst um 20.40 Uhr. «Mein super Markt» erreichte anschließend 0,90 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer und kam beim Gesamtpublikum auf 4,8 Prozent, während bei den 14- bis 49-Jährigen 0,31 Millionen beziehungsweise 10,0 Prozent gemessen wurden. Damit gelang zum Abschluss noch einmal ein akzeptables Ergebnis bei den Jüngeren.

Gerade die letzten beiden Werte zeigen, dass das Konzept grundsätzlich Potenzial besaß. «stern TV Reportage» musste sich bei RTL nicht zwangsläufig als reiner Lückenfüller präsentieren. Die Stoffe konnten – wenn Thema, Ausstrahlungsumfeld und Zuschauerinteresse zusammenpassten – durchaus kräftige Ergebnisse hervorbringen. Besonders «Deutschland im Schnäppchenfieber» war mit seinen 13,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen der große Ausreißer nach oben und bewies, dass eine bereits bei VOX gelaufene Reportage auf RTL keineswegs automatisch als verbraucht gelten musste.

Durchschnitt der fünf Ausgaben: 0,88 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, 4,6 Prozent beim Gesamtpublikum sowie 0,29 Millionen und 9,7 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Damit bestätigt auch der Durchschnitt das gemischte Bild: Insgesamt war die Reihe kein Flop, für einen regulären RTL-Primetime-Sendeplatz fehlte es aber an der nötigen Konstanz vor allem bei den Älteren. Der große Ausreißer nach oben war eindeutig «Deutschland im Schnäppchenfieber», während «Der Fastfood-Hype» den schwachen Auftakt markierte. Die drei weiteren Ausgaben stabilisierten das Experiment anschließend auf einem eher passablen Niveau.

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