Die BBC veröffentlicht am 15. Juli die Dokumentation «Hunting the Spycammers», die ein internationales Netzwerk von sogenannten Spycammern untersucht. Die Produktion wird über BBC iPlayer sowie die YouTube-Kanäle der BBC verfügbar sein und entstand als Gemeinschaftsauftrag von BBC Current Affairs und BBC Cymru Wales für BBC Three.Moderatorin Jess Davies begibt sich gemeinsam mit dem Investigativjournalisten Liam Connell undercover in Online-Communities, in denen heimlich aufgenommene Videos aus privaten Räumen geteilt und verbreitet werden. Die Recherche führt in verschlüsselte Chatgruppen und auf Voyeurismus-Plattformen, auf denen Nutzer Tipps austauschen und Aufnahmen veröffentlichen, die ohne Zustimmung der Betroffenen entstanden sind.
Dabei stößt das Team auf zahlreiche erschreckende Beispiele. In den Gruppen berichten Nutzer offen davon, Ehefrauen, Partnerinnen, Mitbewohner oder völlig fremde Menschen heimlich beim Duschen, Schlafen oder Umziehen gefilmt zu haben. Einer der Täter schildert sogar, wie er Kameras entlang eines Wanderwegs versteckt, um Frauen aufzunehmen, die mangels öffentlicher Toiletten im Gebüsch ihre Notdurft verrichten.
Die Dokumentation zeigt außerdem, wie leicht die dafür benötigte Technik erhältlich ist. Versteckte Kameras sind inzwischen als Kugelschreiber, Steckdosen oder Lufterfrischer getarnt erhältlich, preiswert zu kaufen und für Opfer kaum zu entdecken. Eine Frau berichtet, sie habe unter einem Toilettensitz in einer bekannten Restaurantkette eine winzige Kamera gefunden, die die Bilder sogar live übertragen konnte.
Für Jess Davies ist das Thema auch persönlich. Sie wurde selbst Opfer einer Verletzung ihrer Privatsphäre, nachdem ein Nacktbild von ihr, das während des Schlafens heimlich aufgenommen worden war, in einer privaten WhatsApp-Gruppe verbreitet wurde. In der Dokumentation beschreibt sie die Erkenntnisse der Recherche als einen endlosen Kreislauf der massenhaften Verbreitung nicht einvernehmlicher Aufnahmen. Frauen würden regelrecht gejagt und zum Ziel solcher Täter gemacht. Im Verlauf der Dokumentation konfrontiert Davies mehrere mutmaßliche Spycammer direkt. Dabei fragt sie nach ihren Motiven, ihrem Bewusstsein für die Strafbarkeit ihres Handelns und ob sie Mitgefühl für ihre Opfer empfinden.







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