England

BBC legt KI-Regeln für Musik fest

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Der britische Sender will auch künftig vor allem menschliche Kreativität fördern und verlangt von Künstlern künftig Transparenz beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Die BBC hat erstmals eine umfassende Richtlinie für den Umgang mit KI-generierter Musik veröffentlicht. In einem Grundsatzpapier erläutert Musikdirektorin Lorna Clarke, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk künftig mit Songs umgehen will, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz entstanden sind. Im Mittelpunkt stehen dabei die Förderung menschlicher Kreativität, Transparenz gegenüber dem Publikum sowie die Einhaltung von Urheberrechten.

Nach Angaben der BBC soll künftig Musik bevorzugt werden, die auf einer „bedeutenden menschlichen kreativen Leistung“ basiert. Künstler dürfen zwar KI-Werkzeuge einsetzen, diese sollen jedoch lediglich den kreativen Prozess unterstützen und nicht den eigentlichen Schaffensprozess ersetzen. Reines Erstellen oder leichtes Überarbeiten von KI-generierten Inhalten reiche nach Ansicht der BBC nicht aus, um als maßgebliche kreative Leistung zu gelten.

Zugleich verschärft die BBC ihre Transparenzanforderungen. Künstler sowie Plattenfirmen und andere Partner müssen künftig offenlegen, ob und in welchem Umfang KI bei der Entstehung eines Musikstücks eingesetzt wurde. Diese Informationen sollen den Redaktionen helfen, über den Einsatz eines Titels zu entscheiden. Gleichzeitig will der Sender seine Hörer darüber informieren, wenn KI bei der Produktion eines Songs eine Rolle gespielt hat.

Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Leitlinie ist der Schutz geistigen Eigentums. Die BBC betont, dass sie keine Musik senden werde, die bestehende Urheberrechte verletze oder auf rechtswidrig verwendeten Inhalten basiere. Das Copyright bleibe die Grundlage der Musiklizenzierung und der Unterstützung der britischen Kreativwirtschaft.

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