TV-News

Mehr Demaskierungen, aber nicht mehr live: ProSieben baut «Masked Singer» um

von

Die neue Aufzeichnungspraxis soll die Prominenz des Teilnehmerfeldes erhöhen, in dem künftig mehr Masken zu mehr Enthüllungen in kürzerer Zeit führen sollen. Dafür wird jedoch der Live-Charakter geopfert.

Mehr Masken und Mehr Entscheidungen: ProSieben schraubt merklich an einem seiner früheren Showhits, der zuletzt ordentlich ins Trudeln geriet. Die Rede ist von «The Masked Singer», das im Herbst 2026 zurückkehrt - allerdings nicht mehr live. In der 13. Staffel will die Show dafür auf ein höheres Tempo setzen: Insgesamt 16 maskierte Prominente treten an, um ihre Identität geheim zu halten - vorher waren es stets weniger Teilnehmende. Eine Konstante bleibt erhalten: Als Show-Master führt wie gewohnt Matthias Opdenhövel durch die Aufzeichnungen. Ein exakter Sendezeitpunkt im Herbst steht übrigens noch nicht fest, ebenso wenig wie die Besetzung des Rate-Panels.

Schauen wir uns die Änderungen genauer an: In den ersten vier Shows treten jeweils vier Masken im direkten Wettkampf gegeneinander an. An jedem Abend müssen dann bereits zwei Prominente ihre Identität preisgeben, während die zwei verbleibenden Masken direkt ihr Ticket fürs Halbfinale lösen.

Wie gesagt soll die Show künftig nicht mehr live über den Äther gehen, weshalb der Aufzeichnungs-Start schon vor der Ausstrahlung im August ansteht. Die dreizehnte Staffel wird folglich in Köln aufgezeichnet und wenige Wochen später auf ProSieben und Joyn ausgestrahlt.

Das neue Produktionskonzept begründet Hannes Hiller (EVP Show, Own IP & ProSieben) so: "Wir machen hier genau das, was weltweit längst Standard ist - ob USA oder Großbritannien, andere Länder zeichnen die Show schon immer auf. Produktionell birgt das einen enormen Vorteil: Dieser Schritt ermöglicht die Verpflichtung von prominenten Kandidaten, deren Terminkalender eine sechswöchige Live-Präsenz bislang schlichtweg unmöglich gemacht hat."

Von außen betrachtet erscheint Hillers Argumentation durchaus valide, allerdings wird wohl auch eine von ihm unerwähnte Variable mit-reingespielt haben, nämlich die der Produktionseffizienz. Das Studioset muss also nicht mehr über etliche Wochen hinweg aufgebaut bleiben, sondern wird über einen komprimierteren Zeitraum bespielt, was die Herstellungskosten für die Sendergruppe wohl klar reduzieren wird.

Übrigens: Bereits vor dem Start der neuen Staffel können Masked-Singer-Fans mitwirken: Über die Joyn-App lassen sich ab sofort Namensvorschläge für die erste Maske einreichen. Ob all diese Weichenstellungen und Neujustierungen allerdings dazu führen werden, die Beliebtheit der Marke in der Zuschauergemeinde wieder zu steigern, oder ob das fehlende Live-Flair eher einen weiteren Abfall verstärkt, wird sich dann in der Praxis erweisen.

Kurz-URL: qmde.de/173321
Finde ich...
super
schade
Teile ich auf...
Kontakt
vorheriger ArtikelRTL-Kommunikation: Messerschmidt bekommt Sky-Frau Steiner zur Seite gestellt nächster ArtikelQuotencheck: «XY Spuren des Verbrechens»
Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel

Letzte Meldungen


Mehr aus diesem Ressort


Jobs » Vollzeit, Teilzeit, Praktika


Surftipp


Surftipps


Werbung