Primetime-Check

Montag, 30. Oktober 2006

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Der letzte Montag im Oktober 2006 – und er war nicht anders als seine Vorgänger. Mit 8,40 Millionen Zuschauern setzte sich Günther Jauch mit «Wer wird Millionär» mehr als deutlich an die Spitze der Primetime-Sendungen. Der Marktanteil belief sich auf sensationelle 25,7 Prozent - und war damit sogar noch deutlich höher als in den Wochen zuvor. Die eigentliche Überraschung kommt erst noch. Jauch konnte mit dem Quiz einen beachtlichen Vorsprung herausarbeiten. Er lag satte 4,56 Millionen Zuschauer vor dem zweitplatzierten Format. Der ZDF-Film «Krieg der Frauen» holte die Silbermedaille mit 3,84 Millionen Zuschauern (11,9 %).



Der dritte Platz ging an VOX: Glückwunsch, denn «Criminal Intent» zeigte einmal mehr, was in ihm steckt. Mit 3,73 Millionen Zuschauern und 12,1 Prozent Marktanteil lag die Serie aus der Schmiede von Dick-Wolf klar über dem Senderschnitt. Noch besser lief es in der Zielgruppe: Dort kam man auf Rang zwei und kam Günther Jauch relativ nahe: Der Quizmaster versammelte 2,65 Millionen Zuschauer vor den Geräten, Robert Goren («Criminal Intent») zog 2,27 Millionen in seinen Bann. Die geholten 17,7 Prozent Marktanteil sind Werte, die mehr als doppelt so hoch sind, wie der sonstige VOX-Senderschnitt.



Ebenfalls erfolgreich lief auch «CSI: New York» welches auf den vierten Platz bei allen und auf Rang drei in der Zielgruppe kam. 3,61 Millionen Zuschauer sahen unter anderem den Fall eines aus einem Fenster hängenden Börsenmaklers (11,1 %). In der Zielgruppe stieg die Quote sogar auf 17,3 Prozent an. Ebenfalls in den Top Ten landete «Crossing Jordan»: Die NBC-Serie begeisterte ab 22 Uhr noch 2,76 Millionen Menschen und bescherte VOX damit einen Marktanteil von 12,1 Prozent. 1,70 Millionen Werberelevanten bedeuteten zudem 17 Prozent Marktanteil.



Doch auch «Hinter Gittern» lief diese Woche leicht besser. Obwohl die Darsteller noch immer zittern müssen, ob nach den bislang bestellten Folgen Schluss ist, darf man sich nun ein kleines bisschen freuen. In den Kategorien „Reichweite ab drei Jahren“ und „Reichweite Zielgruppe“ belegt die Weekly-Soap Platz fünf mit 3,44 Millionen Zuschauern – ein Marktanteil von 11,5 Prozent wurde erzielt. Bei den Werberelevanten waren es genau 13 Prozent. Das erfolgreichste Format der ARD war der Montagskrimi «Der Fahnder», der sich mit knapp über drei Millionen Zusehern auf Rang sieben legte.



Einen durchwachsenen Start hatte «Invasion» zu vermelden. Die 22-teilige Mystery-Serie landete auf Platz 15 und somit sogar noch hinter «Lost», welches bei allen Zuschauern auf den 14. Rang kam. Die beiden Sendungen trennten aber nur wenige Zehntel, denn gerundet kamen beide Formate auf 1,96 Millionen Zuschauer. In Sachen Marktanteile kam «Lost» mit 6,6 Prozent aber auf klar bessere Werte als «Invasion» mit 6,0 Prozent. In der für die Privatsender wichtigen werberelevanten Gruppe der 14- bis49-Jährigen lief es für die Serie um verschollene Menschen auf einer einsamen(?) Insel in dieser Woche recht ordentlich: 12,5 Prozent Marktanteil wurden erzielt – Werte, die in der Nähe des ProSieben-Schnitts liegen. «Invasion» (Bild) kam hier nur auf knapp über elf Prozent und belegte bei den jungen Zuschauern Platz sieben, direkt hinter «Lost».



Tapfer musste Sat.1 sein: Es war zu erwarten, dass dem zweiten «Blackout»-Teil kein Quotensprung gelingen wird: Mit 1,66 Millionen Zuschauern lag die Produktion der Typhoon-Film auf Rang 16 – doch 5,3 Prozent Marktanteil tun angesichts der hohen Qualität jedem neutralen Beobachter weh. Mit sechs Prozent in der Zielgruppe wurde bei den 14- bis 49-Jährigen sogar nur Platz 17 erreicht. Besonders schmerzhaft: Die kabel eins-Blödel-Show «Darf man das?» landete mit ihrer Premierensendung bei den Werberelevanten auf Platz elf, hatte mit 7,3 Prozent einen höheren Marktanteil und mehr Zuschauer (0,92 Millionen / «Blackout: 0,75 Millionen).



Bei RTL II kommt wohl bald die Absetzungsmaschinerie in Gang: «Projekt Chor» holt einfach zu schlechte Werte, als dass es möglich wäre, weiterhin an dem Format festzuhalten. Auch diese Woche sahen nur 0,48 Millionen Menschen zu – der Marktanteil lag bei 1,5 Prozent und war damit mit Abstand der niedrigste, der am Montagabend überhaupt gemessen wurde. In der Zielgruppe sahen 0,37 Millionen Zuschauer zu, was einen Marktanteil von 2,9 Prozent zur Folge hatte. Damit waren die Werte sogar noch geringer als die ohnehin schon schlechten Marktanteile des ARD-Magazins «Report München». Besser lief das Format «Suche Familie!», welches sich allerdings wohl auch leichter tun würde, wenn es ein stärkeres Vorprogramm hätte. 6,9 Prozent Marktanteil liegen aber immerhin oberhalb des Senderschnitts.



Die Tagesmarktanteile:

Bei allen Zuschauern lag RTL deutlich in Führung (14,6 %). Auf Platz zwei landete die ARD (12,5 %) knapp vor dem ZDF (12,4 %). Mit größerem Abstand folgt Sat.1 auf Rang vier (8,4 %). Die größte Überraschung gelang aber dem Sender VOX. Mit 7,2 Prozent Marktanteil belegte man Rang fünf und lag somit noch vor ProSieben mit 6,8 Prozent.



Auch in der Zielgruppe hieß der Sieger RTL. 15,6 Prozent Marktanteil erreichte der Marktführer am Montag. Auf Platz rangiert ProSieben mit 12,9 Prozent – überraschend dritter wurde der Sender VOX, welches in der Zielgruppe auf sensationelle 10,2 Prozent Marktanteil kommt. In der Gruppe der 30- bis 49-Jährigen lag man mit über elf Prozent sogar vor ProSieben. Bei Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren lag VOX somit deutlich vor Sat.1 mit genau neun Prozent. Danach: Das ZDF mit sieben Prozent und die ARD mit 6,6 Prozent. Eine Überraschung gab es auch am Ende der Tabelle: kabel eins schlug RTL II mit 5,7 Prozent. RTL II kam nur auf 5,3 Prozent.


© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/17233
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