Georg Restle übernimmt zum 1. Juni 2026 die Leitung des crossmedialen ARD-Studios in Nairobi. Der 60-Jährige folgt damit auf Antje Diekhans, die seit August 2025 gemeinsam mit Juliane Fliegenschmidt die WDR-Auslandsabteilung in Köln leitet. Bis dahin steht Restle noch ein Abschied bevor: Am 26. März wird er das ARD-Politmagazin «Monitor» im Ersten ein letztes Mal moderieren. Wer ihm dort nachfolgt, will der WDR zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.Mit dem Wechsel kehrt Restle gewissermaßen zu seinen journalistischen Wurzeln zurück. Bereits in der Vergangenheit war er als Auslandskorrespondent tätig, unter anderem im ARD-Studio Moskau zwischen 2010 und 2012. Auch nach Beginn des russischen Angriffskriegs berichtete er mehrfach aus der Ukraine. Darüber hinaus übernahm er wiederholt Vertretungen in internationalen Studios, etwa in Warschau und Nairobi.
Seine journalistische Laufbahn begann Restle nach einem Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg sowie des internationalen Rechts in London. Nach seinem Volontariat beim WDR arbeitete er zunächst als Autor für Fernsehbeiträge, bevor er im Jahr 2000 Redakteur beim Politikmagazin «Monitor» wurde. 2007 stieg er zum stellvertretenden Redaktionsleiter auf, ehe er 2012 schließlich die Leitung sowie die Moderation der Sendung übernahm. In dieser Zeit entwickelte sich «Monitor» zunehmend auch zu einer digitalen Marke jenseits der klassischen TV-Ausstrahlung. Für seine journalistische Arbeit wurde die Redaktion 2020 mit dem Grimme-Preis in der Kategorie „Besondere journalistische Leistung“ ausgezeichnet.
Das ARD-Studio Nairobi gehört zu den wichtigsten Auslandsstandorten des Senderverbunds. Seit seiner Gründung im Jahr 1973 berichtet es aus rund 40 Ländern südlich der Sahara – von Mauretanien bis Madagaskar und von Äthiopien bis in die Demokratische Republik Kongo. Aktuell wird das Studio kommissarisch von Karin Bensch geleitet, unterstützt von Korrespondentin Caroline Imlau.
Ellen Ehni, WDR-Chefredakteurin Politik und Zeitgeschehen, würdigte Restles Arbeit bei «Monitor»: „Georg Restle steht für hintergründigen und kritischen Journalismus mit Rückgrat. Bei «Monitor» hat er mit seinem exzellenten journalistischen Kompass stets große Zusammenhänge aufgezeigt und deutlich gemacht, was sie für Menschen hier in Deutschland bedeuten. Er sucht Geschichten auch hinter und neben der Schlagzeile und beleuchtet akribisch die Hintergründe von Themen, die in der öffentlichen Debatte mehr Aufmerksamkeit verdient haben. Deshalb freue ich mich, dass wir Georg Restle in diesen Zeiten als crossmedialen Studioleiter für dieses spannende Berichtsgebiet gewinnen konnten, das geopolitisch immer mehr an Bedeutung gewinnen wird."
Georg Restle: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung, der ich mit großer Demut begegne. Dabei geht es mir vor allem darum, die Berichterstattung aus afrikanischen Ländern in der ARD zu stärken und die großen Themen aus diesem riesigen Berichterstattungsgebiet einem deutschen Publikum näher zu bringen, gerade weil sie auch von hoher Relevanz für uns sind. Ob Geopolitik, Migration oder die neuen Kriege um Rohstoffe, damit habe ich mich bei Monitor journalistisch beschäftigt – das wird mich auch in Nairobi beschäftigen. Insoweit entspricht die neue Aufgabe auch meinem journalistischen Anspruch, Themen und Geschichten nach vorne zu bringen und Menschen zu Wort kommen zu lassen, die sonst nicht gesehen oder gehört werden.“







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