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«Mein Körper. Meine Hände.» erforscht die Verbindung von Greifen und Denken

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Die ARD-Dokumentation zeigt, warum gezieltes Handtraining nicht nur Muskeln fordert, sondern das Gehirn messbar stärkt.

Die Reihe «Mein Körper.» geht weiter: Am Montag, den 02. März, strahlt Das Erste um 22.50 Uhr die Dokumentation «Mein Körper. Meine Hände. – Wie sie unser Gehirn trainieren» aus. Der Film von Babette Hnup und Kristina Klasen rückt ein Körperteil in den Mittelpunkt, das wir im Alltag oft unterschätzen: die Hand als Schaltzentrale zwischen Bewegung, Wahrnehmung und Denken.

Ausgangspunkt sind aktuelle Studien, die zeigen, wie eng Handbewegungen und kognitive Prozesse miteinander verbunden sind. Jede Berührung, jedes gezielte Greifen löst komplexe Aktivitätsmuster im Gehirn aus. Feinmotorische Übungen können dabei helfen, geistige Fähigkeiten zu erhalten und sogar neurodegenerativen Erkrankungen entgegenzuwirken – ein Ansatz, der zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Konkret begleitet die Dokumentation die Sportkletterin Emma Bernhard bei den Westdeutschen Meisterschaften im Lead-Klettern. Was nach purer Kraft aussieht, entpuppt sich als hochkomplexer Denkprozess. Gemeinsam mit der Sportpsychologin Lisa Musculus analysiert Bernhard an der Sporthochschule Köln ihr Planungs- und Entscheidungspotenzial – Fähigkeiten, von denen Kletter-Profis auch jenseits der Wand profitieren.

Einen anderen Zugang wählt der Film mit der Schlaganfallpatientin Katharina Borck, die sich seit drei Jahren mit nur einer funktionsfähigen Hand zurück ins selbstständige Leben kämpft. An der Uniklinik Frankfurt testet das Team um den Neurologen Christian Grefkes-Hermann ein Neurostimulationsverfahren, das gezielt den motorischen Kortex ansprechen soll. Ob sich die Beweglichkeit der betroffenen Hand dadurch verbessern lässt, bleibt eine der spannenden Fragen der Doku.

Abgerundet wird der Film durch den Blick in die Werkstatt von Uhrmachermeister Robert Hoffmann, dessen Hände auf feinste Mechanik spezialisiert sind. Gemeinsam mit dem Entwicklungspsychologen Sebastian Suggate wird untersucht, ob ausgeprägte Feinmotorik mit Vorteilen in bestimmten Bereichen der Intelligenz einhergeht.

Kurz-URL: qmde.de/168334
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