Die AGF hat ihre TV- und Video-Bilanz 2025 zum Konsumverhalten unterschiedlicher Ausspielwege und Inhalte herausgegeben. Demnach war das Bewegtbildjahr 2025 geprägt von einer weiter zunehmenden Ausdifferenzierung des Medienangebots und veränderten Nutzungssituationen. Während sich die Nutzung von Bewegtbildinhalten zunehmend auf unterschiedliche Ausspielwege und Anbieter verteilt, bleibe lineares bzw. Live-Fernsehen insbesondere bei aktuellen, gesellschaftlich relevanten und live wahrgenommenen Inhalten ein zentraler Bestandteil des Medienmarktes.Trotzdem: Die tägliche TV-Nutzung lag 2025 bei Personen ab 3 Jahren bei durchschnittlich 158 Minuten, so dass sich gegenüber dem Vorjahr (171 Min.) ein Rückgang von 7,7 Prozent für das Gesamtpublikum ergibt. Bei den 14- bis 49-Jährigen zeigt sich eine durchschnittliche Sehdauer von 67 Minuten (2024: 79 Min.). Der Rückgang ist Ausdruck eines insgesamt sich immer dynamischer fragmentierenden Medienmarktes.
Teil dieses Marktes sind natürlich auch hierzulande etliche Streaming-Plattformen, von denen sich allerdings nur fünf von der AGF erfassen lassen. Insgesamt an erster Stelle zu nennen die ARD, die vor allem auch mit ihrer Mediathek vorne liegt. Gestreamt wurden dort 1,23 Milliarden Stunden. Auf Rang zwei folgt das ZDF mit etwa einer Milliarde Stunden. RTL vor allem mit RTL+ liegt bei knapp 750 Millionen gestreamten Stunden. An vorletzter Stelle Joyn mit einem Nutzungsvolumen von rund 510 Millionen Stunden. Dahinter nur noch Amazon mit einem Umfang von gut 270 Millionen Stunden, welches sich allerdings auch erst seit November messen lässt und damit wohl deutlich weiter vorne läge, würde man die Nutzung aufs komplette Jahr hochrechnen.
Blickt man derweil auf die Gruppe der 14-49-jährigen, ergibt sich ein Wechsel an der Spitze des Feldes, wo RTL/RTL+ (ca. 540 Millionen Stunden) an der ARD (ca. 410 Millionen Stunden) vorbeizieht. Anzumerken ist, dass das Nutzungsvolumen die gestreamten Sekunden addiert, aber nicht differenziert, wie viele unterschiedliche beziehungsweise einzelne Konsumenten oder Nutzerinnen und Nutzer Inhalte aufrufen.
Diesen Faktor berücksichtigt hingegen die andere erhobene Größenordnung - die Nettoreichweite. Hier geht es nicht mehr darum, wie lange ein bestimmter Content genutzt wurde, sondern wie viele verschiedene Menschen ihn angeklickt haben. Auch in diesem Ranking dominiert die ARD mit etwa 3,5 Millionen Nutzern pro Tag, in diesem Fall aber schon gefolgt von Amazon, das auf ca. 2,9 Millionen kommt. Dahinter ZDF mit gut 2,5 Millionen, RTL/RTL+ mit 2,2 Millionen sowie abgeschlagen Joyn mit 1,1 Millionen. Im Endeffekt zeigt sich an diesem Punkt, dass volumentreibende Langläufer wie «GZSZ», «Sturm der Liebe», «Rote Rosen» von einer bestimmten Fangemeinde aufgrund hoher Folgenanzahl immer wieder konsultiert werden, was aber eben nicht automatisch auch unterschiedliche Menschen in der Breite sind.







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Mediengestalter Digital & Print / Redakteur (m/w/d)
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