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«Besseresser»: Lege setzt auf ALDI

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Eigentlich kennt fast jeder inzwischen Sebastian Leges Enthüllungen über Discounter-Tricks – doch die Quoten bleiben konstant stark.

Wenn Sebastian Lege am Dienstag, 27. Januar 2026, um 20:15 Uhr wieder mit «Besseresser» im ZDF antritt, ist eines sicher: Die Zuschauer werden einschalten. Seit Jahren gehört seine Mischung aus Food-Wissenschaft, Konsumentenaufklärung und Show-Elementen zu den zuverlässigsten Quotenbringern im Dienstags-Programm – obwohl viele der Tricks, die Lege präsentiert, mittlerweile fast zum Allgemeinwissen gehören.

Diesmal untersucht Lege Deutschlands größten Discounter ALDI. In gewohnt investigativer Art zeigt er, wie der Konzern Eigenmarken so clever gestaltet, dass sie bekannten Markenprodukten verblüffend ähneln – und dabei massiv Kosten sparen. Ob Schokoröllchen, Sushi to go oder Fruchtjoghurt: Fast alles wirkt wie ein Markenprodukt, ist aber deutlich günstiger. Die Frage lautet daher einmal mehr: Wie macht ALDI das?

Ein Schlüssel liegt in der Produktionslogik: ALDI bestellt riesige Mengen, verzichtet auf Marketingkosten und nutzt Skaleneffekte. So entstehen Produkte wie die Biscotto-Schokoröllchen, die in Wirklichkeit aus einem Werk von Bahlsen stammen – nahezu identisch zu den bekannten Waffeletten, aber für deutlich weniger Geld im Regal. Auch die Milsani-Produkte zeigen, wie der Discounter mit wechselnden Molkereien arbeitet, die parallel oft auch Markenwaren produzieren.

Besonders anschaulich wird es bei der Aldi-Sushi-Box, einer industriellen, extrem preisoptimierten Interpretation des japanischen Klassikers: Wenig Fisch, viel standardisierter Reis, dazu große optische Nähe zu teureren Produkten. Für viele Zuschauer ein Déjà-vu – und dennoch ein Publikumsmagnet. Die neue Doku endet mit der Frage, die über allen «BesserEsser»-Folgen steht: Wie billig darf ein Produkt sein – und welchen Preis zahlen am Ende Hersteller, Umwelt und Verbraucher?

Kurz-URL: qmde.de/167514
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