Wenig geistreich, dafür umso trashiger: Mit «Heißen Flirts und wahrer Liebe» möchte RTL II gleich drei Wochen lang ein tägliches Event festigen. Doch diese Zeit könnte noch ganz schön lang werden...
Dabei konnte sich die Resonanz für die Auftaktfolge am Montag durchaus noch sehen lassen, denn zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr wurden insbesondere in der besonders wichtigen werberelevanten Zielgruppe sehr gute 7,3 Prozent bei 0,71 Millionen Fernsehende verzeichnet, bevor das ambitionierte Serienprojekt «Call the Boys» drastisch auf nur noch 4,4 Prozent abstürzte. Beim Gesamtpublikum dagegen langten 0,98 Millionen Fernsehende schon hier nur für durchschnittliche 3,2 Prozent, was jedoch angesichts der doch relativ aufdringlichen juvenilen Aufmachung keine allzu große Überraschung war. Die anschließende Serie übrigens fiel mit nur noch 0,67 Millionen und 2,3 Prozent dann klar in den roten Bereich.
So wirklich ins Grübeln dürften die Grünwalder gekommen sein, als am Mittwoch dann mit nur noch 4,8 Prozent die Formkurve weiter deutlich nach unten zeigte und auch beim Gesamtpublikum zwar die Reichweite mit 0,67 Millionen nahezu aufrecht erhalten wurde, der damit verbundene Marktanteil aber zugleich klar auf 3,1 Prozent zurückging. Es waren die bis dahin in jeder Hinsicht schwächsten Werte der Sendung und vor allem der dramatische Aderlass von 7,3 auf 4,8 Prozent gegenüber der ersten Episode musste zu denken geben - zumal «Die Babystation» im Vorlauf mit 3,7 Prozent Gesamt- und 5,1 Prozent Zielgruppen-Marktanteil sogar leicht besser performte und eine Uralt-Ausgabe von «Autopsie» am späten Abend dem Team um Jana Ina Zarrella sogar eine kleine Ohrfeige verpasste, indem sie ungleich stärkere 4,6 und 6,5 Prozent in beiden relevanten Konsumentengruppen erzielte.
Unterm Strich lässt sich nach den ersten Tagen auf eine durchschnittliche Sehbeteiligung von 0,71 Millionen verweisen, wobei die Auftaktfolge zur Primetime die einzige ist, die deutlich oberhalb dieses Durchschnitts liegt. Der damit verbundene Marktanteil beträgt 3,2 Prozent, womit man ziemlich exakt auf Höhe des Senderschnitts liegt, während in der Zielgruppe überdurchschnittliche 5,7 Prozent auf dem Papier stehen. Das Problem ist nur, dass «Love Island» seine bisherigen Höchstwerte ausnahmslos an den ersten beiden Sendetagen hatte einheimsen können und die Formkurve nach unten zeigt - in der Zielgruppe vom kleinen Plus am Donnerstag einmal abgesehen sogar einigermaßen dramatisch. Man wird seinem Publikum also in den restlichen 17 Folgen noch so einige Argumente liefern müssen, damit dieses auch weiter am Ball bleibt.
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