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«plan b» zeigt Ideen für schlaueres Wohnen

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Eine Berliner Familie braucht mehr Platz, Vintage-Möbel bekommen ein zweites Leben und in Bochum können Alltagsgegenstände einfach ausgeliehen werden.

Das ZDF widmet sich in einer neuen Ausgabe von «plan b» „Unguilty Pleasure“ der Frage, wie sich das eigene Zuhause nachhaltiger gestalten lässt, ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen. Der Film „Schlauer Wohnen“ von Eva Münstermann läuft am Sonntag, 27. September 2026, um 15.30 Uhr. Bereits ab Donnerstag, 24. September, ist die Dokumentation im Streaming-Angebot verfügbar.

Eine Herausforderung, die viele Menschen in Großstädten kennen, beschäftigt Laura und Konstantin. Gemeinsam mit ihrer zweijährigen Tochter wohnen sie auf 57 Quadratmetern in einem Berliner Altbau. Eigentlich benötigt die Familie inzwischen mehr Platz, doch eine größere bezahlbare Wohnung ist nicht in Sicht. Um ihren Kiez nicht verlassen zu müssen, suchen die beiden deshalb nach Möglichkeiten, die vorhandenen zwei Zimmer besser zu nutzen.

Unterstützung erhalten sie von dem Architekten Van Bo Le-Mentzel. Der 49-Jährige beschäftigt sich seit Jahren mit Konzepten für gemeinschaftliches und bezahlbares Wohnen und lebt selbst mit seiner Frau und drei Kindern auf 90 Quadratmetern. Laura und Konstantin empfiehlt er einen selbst gebauten Raumteiler, durch den innerhalb der bestehenden Wohnung zusätzliche Rückzugsmöglichkeiten entstehen sollen. Allerdings verfügen die beiden bislang nur über wenig handwerkliche Erfahrung und müssen das Projekt weitgehend selbst umsetzen.

Dass nicht immer neue Möbel notwendig sind, zeigt „Schlauer Wohnen“ außerdem am Beispiel von Kim Kaldasch. Für ihren Vintage-Shop „Schönes Ding“ in Haan sucht sie gezielt nach aussortierten Möbelstücken aus den 1960er-Jahren. Gemeinsam mit ihrem Team arbeitet sie diese wieder auf. Aus vermeintlichem Sperrmüll sollen so individuelle Möbel werden, die nach ihrer ersten jahrzehntelangen Nutzung noch einmal viele Jahre verwendet werden können.

Einen anderen Ansatz verfolgt Najine Ameli in Bochum. Nachdem sie ihre Doktorarbeit über sogenannte „Bibliotheken der Dinge“ geschrieben hatte, gründete sie mit der „bib der dinge“ selbst eine solche Einrichtung. Für einen Jahresbeitrag von 100 Euro können Mitglieder dort Gegenstände ausleihen, die sie nur gelegentlich benötigen. Das Angebot reicht von Bohrmaschinen und Nähmaschinen über Fitnessgeräte und Kindersitze bis zum Schokobrunnen. Die Idee dahinter: Wer selten benötigte Dinge gemeinsam nutzt, benötigt weniger Stauraum, spart Geld und vermeidet zugleich unnötige Neuanschaffungen.

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