Ja, man merkt es: Die deutschen TV-Sender gleiten langsam aber sicher in das Sommerloch und wärmen immer mehr Konservenware auf. Augenfällig wurde dies auch am gestrigen Donnerstag (4. Juni), an dem sowohl Das Erste, als auch das Zweite zum Start in die Primetime lediglich alte Geschichten platzierten. In der Haupt-Saison zeigen beide Anstalten hier zumeist frische Ware. Bei der blauen Eins handelte es sich gestern um den Dauerbrenner «Der Zürich-Krimi», der ab 20.15 Uhr anderthalb Stunden Sendezeit füllte, seine eigentliche Premiere aber bereits 2024 hatte. Nun sahen den Re-Run trotzdem noch einmal lobenswerte 4,09 Millionen Leute des Gesamtpublikums und beförderten einen starken Marktanteil in Höhe 20,3 Prozent zur ARD-Anstalt, was für eine Wiederholung mehr als vorzeigbar ist. Zumindest ordentlich die Lage bei den Jüngeren, die zu 8,0 Prozent (0,27 Millionen) den Film wählten. Am Vorabend informierte der Kanal extreme 4,46 Millionen (22,5 Prozent) bzw. 0,71 Millionen Junge (22,1 Prozent) mit der «Tagesschau». Noch weiter im Vorfeld ließen sich solide 15,1 sprich mäßige 7,1 Prozent von «Gefragt - Gejagt» unterhalten, hier betrug die Gesamt-Sehbeteiligung im Schnitt 2,01 Millionen.
Zur Hauptsendezeit speisten übrigens auch die Mainzer-Konkurrenten nur eine alte Folge ihrer Medical-Heimat-Serie «Die Bergretter» ein. Das klappte ob 2,38 Millionen über 50-Jähriger und 11,8 Prozent aber nur so mäßig. Eine folgende «Heute Journal»-Sendung steigerte sich sogar, und zwar auf 2,74 Millionen zu 14,9 Prozent. Beim Publikum unter 50 sah es für die ZDF-Formate in Anbetracht magerer 4,3 und mittelprächtiger 6,0 Prozent blasser aus. Ab 22.15 Uhr fiel die Talksendung «Maybrit Illner» wieder etwas ab auf mäßige 11,6 Prozent gesamt und überschaubare 5,4 Prozent der Jüngeren. Verantwortlich waren dafür 1,72 sprich 0,17 Millionen.







«Frieda» - und die Quoten sind wieder bieder
Primetime-Check: Donnerstag, 4. Juni 2026

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