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Eurosport jubelt über starke French Open

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Die French Open haben Eurosport Rekordquoten beschert. Die ersten Quoten des Confed Cups sind da. Ein kurzer Blick über den Tellerrand nach England - das und mehr im SportCheck!

Rekordquoten für die French Open bei Eurosport


Highlights der kommenden Woche

  • Täglich: Tennis, ATP World Tour, Gerry Weber Open in Halle (Eurosport 1)
  • Täglich: Tennis, ATP World Tour, AEGON Championships im Queen's Club, London (Sky Sport)
  • Montag, 17.00 Uhr: Fußball, Confed Cup, Deutschland - Australien (ZDF)
  • Donnerstag, 15.30 Uhr: Golf, European Tour, BMW International Open in Eichenried (Sky Sport)
  • Donnerstag, 20 Uhr: Fußball, Confed Cup, Deutschland - Chile (ARD)
  • Sonntag, 11.00 Uhr: Motorsport, MotoGP, Großer Preis der Niederlande (Eurosport 1)
  • Sonntag, 14.00 Uhr: Motorsport, Formel 1, Großer Preis von Aserbaidschan (RTL & Sky Sport)
  • Sonntag, 17 Uhr: Fußball, Confed Cup, Deutschland - Kamerun (ZDF)
Sommerloch? Von wegen! Dank hochklassigem Tennis hat der Sportfan auch aktuell genug Stoff, um Zeit vor dem Fernseher zu verbringen. Die French Open sind gerade Geschichte. Rafael Nadal lässt Stan Wawrinka im Finale keine Chance und gewinnt zum zehnten Mal den Grand Slam-Titel in Roland Garros. Der souveräne Auftritt des Spaniers bei den diesjährigen French Open begeistert Europas Tennisfans und beschert Eurosport Rekordwerte. Über das gesamte Turnier hinweg konnte der paneuropäische Sportsender Eurosport international die Gesamtreichweite erneut um 18 Prozent steigern und setzt damit sein Reichweitenplus der French Open fort.

Allein in Deutschland verfolgten das Herrenfinale im Schnitt 548.000 Zuschauer. Das entspricht einen Marktanteil von 4,8% beim Gesamtpublikum und einer Steigerung der Sehbeteiligung um 33% im Vergleich zum Vorjahr. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen wurde ein Marktanteil von 2,2% erzielt, eine Steigerung um 47% zu 2016. Auch das Damenfinale erzielte mit durchschnittlich 356.000 Zuschauern und einem Marktanteil von 4% eine Steigerung um 30%. Die ungesetzte 20-jährige Jelena Ostapenko aus Lettland schlug hier überraschend die rumänische Favoritin Simona Halep in drei Sätzen.

Über das gesamte Turnier hinweg verzeichnete Eurosport in Deutschland ein steigendes Interesse an den French Open und erreichte mit seiner ausführlichen Live-Berichterstattung 20% mehr Zuschauer als im Vorjahr. Und das, obwohl alle deutschen Spielerinnen und Spieler bereits sehr früh aus dem Turnier ausgeschieden waren. Einmal mehr begeisterte Boris Becker die deutschen Tennisfans mit seinen Analysen: Der sechsfache Grand Slam-Champion war gemeinsam mit Kommentator und Moderator Matthias Stach täglich live auf Sendung, kommentierte und analysierte direkt nach Spielende die entscheidenden Ballwechsel. Vor allem bei den Live-Analysen im exklusiv für die deutschen Zuschauer produzierten Format „Matchball Becker“ schalteten deutlich mehr Zuschauer ein als bei vergleichbaren internationalen Formaten im Vorjahr.

Mit Tennis geht es nahtlos weiter: Diese Woche gibt es bei Eurosport und Sky Sport die traditionellen Vorbereitungsturniere für Wimbledon aus Halle und dem Queen's Club in London zu sehen - immerhin ATP 500er Turniere. Übernächste Woche dann der nächste Grand Slam und womöglich das Highlight überhaupt des Tennis-Kalenders: Die Championships aus Wimbledon.

Großbritannien: Premier League Quoten im Sinkflug


Mit viel Neid schaut der deutsche Fußball auf die Insel - und insbesondere die TV-Gelder, die die Premier League dort erlöst. Die gerade abgeschlossene Saison 2016/17 war die erste der neuen Rechteperiode, für die Jahre 2016 bis 2019 erhält die Premier League über 6,9 Milliarden Euro. Was viel kostet, muss auch gut sein - doch der britische TV-Seher sieht das leider anders.

Die Einschaltquoten der Premier League Spiele bei Sky Sports verzeichnen den größten Einbruch seit 2010. Um sage und schreibe 14% sind die Quoten im Vergleich zur Vorsaison eingebrochen, obwohl Sky bekanntlich zwei Drittel mehr zahlt für die Übertragungsrechte an 126 Spielen pro Saison.

Auch BT Sport, der andere Rechteinhaber, welcher pro Saison 42 Spiele live zeigen darf, musste Rückschläge verzeichnen - wenn auch nicht auf solch hohem Niveau. Der Sportsender des ehemaligen Staatsunternehmens British Telecom büßte 2% bei den Zuschauern der Premier League ein.

Erklärt werden diese Zahlen zum einen mit einer gewissen "Fußball-Müdigkeit", zum anderen aber mit dem Phänomen der "Cord Cutters". Immer mehr Menschen beziehen ihre Medienversorgung nicht mehr über die klassischen Wege Kabel oder Satellit - sondern über das Internet. Sky verweist daher auch auf die Steigerungen bei Sky Go und Now TV (das britische Äquivalent zu Sky Ticket), hier konnte man 31% mehr Zuschauer bei der Premier League verzeichnen. Ebenfalls sieht Sky einen Grund darin, dass man im Rahmen des neuen Rechtedeals einige Topspiele an BT abgeben und dafür Teams aus den unteren Regionen zeigen musste. Hier fehlten dann auch die populären Teams Newcastle United und Aston Villa, die in der Vorsaison abgestiegen waren. Auch die Olympischen Spiele in Rio hätten den Quoten zu Saisonstart nicht gutgetan. Bis zum Herbst hätte Sky sogar einen Einbruch von 19% verzeichnen müssen, dies habe sich dann aber im weiteren Verlauf der Saison wieder stabilisiert.

Anständiger Start in Confed Cup & U21-EM


Der sportliche Wert des Confed Cups ist mindestens umstritten. Als Fußball-Methadon für ausgetrocknete Fans dient die früher als "Mini-WM" bezeichnete Veranstaltung im Land des nächstjährigen WM-Ausrichters Russland aber dann doch - insbesondere, da dieses Mal Deutschland als Weltmeister dabei ist, wenn auch mit einer "Perspektivmannschaft" (um das böse Wort B-Elf") nicht zu benutzen.
Das Turnier eröffnete der Gastgeber Russland gegen Neuseeland. Der Ozeanienmeister konnte wenig überraschend sportlich nicht mithalten und unterlag 2-0. 2,09 Millionen Zuschauern schauten zu und bescherten der ARD einen Marktanteil von 16,7 Prozent beim Gesamtpublikum. Viel Aufregung gab es schon im Eröffnungsspiel um den Videobeweis, der erstmals bei diesem Turnier in den Fokus der Öffentlichkeit geriet - und um einen Kommentar von ARD-Experte Mehmet Scholl zu Cristiano Ronaldos Steueraffäre. In den sozialen Medienwurde Scholl von vielen - auch Kollegen der ARD - vorgeworfen, dass er sich da im Ton vergriffen habe.

Am Sonntag stieg dann auch SPORT1 als Confed Cup Sender ein und zeigte den spannenden Auftritt des Europameisters Portugal gegen den Gold Cup Sieger Mexico. 600.000 Zuschauer sahen am Sonntagnachmittag zu - hierbei ist aber zu berücksichtigen, dass die zweite Hälfte dann parallel zum Spiel der deutschen U21 lief. Am Abend zeigte das ZDF dann den Südamerikameister Chile und den Afrikameister Kamerun im Duell. Zur Primetime schalteten hier dann 2,56 Mio (9,4% Marktanteil) ab drei Jahren Mio ein. In der Zielgruppe der 14-49jährigen sah es etwas schlechter aus: 0,82 Mio, 8,9% Marktanteil. Ein "Gassenhauer" sieht anders aus, dennoch reichte es zum zweiten Platz in der Prime-Time-Hitliste. Nur der «Tatort»  in der ARD lief deutlich besser.

Heute dann um 17 Uhr der erste Auftritt der DFB-Elf, gegen Asienmeister Australien.

Weiteres Fußball-Methadon kommt wie bereits erwähnt aus Polen. Hier findet die U21-EM statt - ebenfalls mit deutscher Beteiligung. Die ersten Spiele noch ohne Einsatz der DFB-Elf zeigte Freitag und Samstag SPORT1. Am stärksten schnitt am ersten Tag der Auftritt des Gastgebers zur Primetime ab. Polen spielte gegen die Slowakei vor 520.000 Zuschauern. Zuvor versammelten sich zu Schweden - England 390.000 Zuschauer.
Am Samstag sahen dann 370.000 Zuschauer zur Primetime dem Turnierfavoriten Spanien gegen Mazedonien zu. Auch hier gab es ein Frühspiel, Portugal mit dem Bayern Renato Sanches, gegen Serbien sahen 250.000 Zuschauer.

Am Sonntag zeigte dann das ZDF die erste Rosine des Turniers, das Spiel der deutschen U21 gegen Tschechien. 3,31 Mio schauten den DFB-Junioren beim 2-0 zu.

Kurz notiert: U17-Finale, Handball & Le Mans


Fußball, Fußball, Fußball. Die übermächtige Präsenz des "Rundballgekickes" wird gerne kritisiert. Auch das Finale der U17-Bundesliga wurde am Sonntagmittag bei SPORT1 live gezeigt. Die Jugend des FC Bayern München sicherte sich mit einem 2-0 gegen Werder Bremen den Titel. 270.000 Zuschauer sahen zu.

Wem nicht so nach Fußball ist, für den hatte das ZDF am Sonntagnachmittag etwas in petto: Das EM-Qualifikationsspiel der Handballauswahl des DHB gegen Schweden. 960.000 Zuschauer ab 3 Jahren sahen zu und bescherten dem Zweiten einen Marktanteil von 8,9%. Bei den 14-49jährigen sah es nicht ganz so gut aus, was das Klischee des überalterten Sports Handball nicht entkräftet: 160.000 Mio sahen hier zu, der Marktanteil pendelte sich bei 5,1% ein.

Das Wochenende bei Eurosport wurde dominiert von dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Und auch die Quoten geben Anlass, zufrieden zu sein. Am Sonntag schauten in der Spitze zur Entscheidung 410.000 Zuschauer ab drei Jahren zu, nachdem schon am Samstag in der Spitze 290.000 Zuschauer dabei waren.

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