Die Quotenmeter-Magazin-Rubrik wird präsentiert von
10 Facts about

10 Facts zu «Sharknado»

von   |  1 Kommentar

Es sind die schlechtesten Filme aller Zeiten. Kritiker, Zuschauer, selbst Fans betiteln die Reihe als billig, übertrieben und einfach nur schlecht. Aber auch die Begriffe unterhaltend und belustigend fallen nicht selten. Doch sind wir mal ehrlich, so gehört es sich für einen ordentlichen Trash-Film.

Wir gedenken dem 11. Juli


Der 11. Juli 2013 steht als Starttag der «Sharknado»-Reihe. Syfy zeigte an diesem Abend den ersten Film mit den fliegenden und gefährlichen Haien und binnen kurzer Zeit entstand ein derartiger Hype, dass der Kanal einige Wiederholungen ausstrahlte. Seitdem erscheint jährlich im Juli eine Fortsetzung der Filmreihe. Insgesamt haben die vier Filme eine Spielzeit von 360 Minuten. Produzierende Firma ist The Asylum, die Leitung der Produktion steht unter dem Firmenmitbegründer David Michael Latt. Die Stars der Filme sind die beiden Protagonisten Ian Ziering als Finley Allen Shepard und Tara Reid als April Dawn Wexler Shepard, die in allen «Sharknado»-Filmen mitwirken und die Sharknados mit allen Mitteln bekämpfen. Für die Regie der Reihe ist Anthony C. Ferrante verantwortlich.

The Asylum


Die 1997 von David Michael Latt, Sherri Strain und David Rimawi gegründete Produktionsfirma The Asylum (dt. „Das Irrenhaus“) nimmt ihren Namen sehr ernst. «Sharknado», wie auch viele weitere Trash-Filme, entsprangen aus den Studios der in Hollywood ansässigen Firma. So zum Beispiel «Mega Shark vs. Giant Octopus»: Forscher befreien darin versehentlich zwei prähistorische Monster, einen riesigen Hai und einen genauso großen Oktopus. Ein weiterer Trash-Film wäre «3-Headed Shark Attack»: Hier ist der Name Programm, denn ein dreiköpfiger Hai macht die Gewässer unsicher.
Globale Bekanntheit erntet die amerikanische Firma für ihre Low-Budget-Filme, die nicht selten Kopien bekannter Blockbuster sind:. «Krieg der Welten 3 – Wie alles begann» oder «Der Tag an dem die Erde stillstand 2 – Angriff der Roboter» gehören derzeit zum Portfolio. Bekannte Filmstudios klagen aufgrund der hohen Ähnlichkeit zu ihren Produktionen regelmäßig gegen das Unternehmen.

Schlüssel zum Erfolg


Einer der ausschlaggebenden Faktoren, welcher zum Hype und zur Bekanntheit von «Sharknado» beigetragen hat, waren verschiedene Twitterposts berühmter Persönlichkeiten.

Mia Farrow, eine Golden Globe Globe Gewinnerin, die bekannt für ihre Rolle in «Rosemaries Baby» wurde, postete:
„Omg omg OMG #sharknado“

Und Kurt Loder (Filmkritiker, Author, TV-Persönlichkeit) schrieb:
“If they’re gonna drop something in the tornado, they should’ve taken Tara up with them… #Sharknado”


Hätte man den Film in den 90ern oder 80ern gedreht und veröffentlicht, wäre der erste Teil vermutlich auch der Letzte. Im Netz wurden teilweise 5000 Tweets pro Minute unter dem Hashtag #Sharknado publiziert. Aufgrund der hohen Nachfrage im Internet folgten nach der Premiere binnen kurzer Zeit zwei Wiederholungen des Films, letztere wurde im Mutterland von ungefähr zwei Millionen Zuschauern verfolgt.

Produktionskosten


Die Kosten für die «Sharknado»–Filme halten sich, wie es sich für Trash gehört, im Rahmen. Teil Nummer eins kostete nur rund zwei Millionen US-Dollar und wurde in 18 Tagen abgedreht. «Sharknado 2: The Second One» hat die Produktionskosten sogar noch unterboten, zwischen eineinhalb und zwei Millionen wurden hier für die Produktion ausgeben. Beim dritten und vierten Film wurde das Budget auf 2,4 und drei Millionen US-Dollar angehoben. Zum Vergleich: hochwertige Hollywoodproduktionen erzeugen meist Kosten im neunstelligen Bereich, der Dreh bedeutet nicht selten monatelange Arbeit.

«Sharknado» - Fans, intelligente Menschen?


Eine Studie des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik in Frankfurt hat es vor Kurzem geschafft zu belegen, dass Trash-Film-Fans meist überdurchschnittlich intelligent, gebildet und kulturinteressiert sind. Was die Forschungsergebnisse bekräftigen: Ein Großteil der Studienteilnehmer sind überzeugte Kinofans, sie sehen Trashproduktionen als Abwechslung zum Mainstream. Die Zuschauer haben Interesse an einem breiten Spektrum von Medien und Kunstgütern, somit auch an Produktionen die weit außerhalb der des Mainstreams liegen. Aber auch die Fans sind der Meinung, dass Filme wie «Sharknado – genug gesagt» qualitativ weit unten anzusiedeln sind, schauen können sie den Streifen nur mit einem gewissen ironischen Abstand.

Es regnet Katzen und Hunde!


Das Aushängeschild der «Sharknado» – Filme ist der «Sharknado», also ein Haisturm. Man könnte meinen, dieser sei an Surrealismus nicht zu übertreffen, jedoch gibt es schon seit einigen Jahrhunderten Berichte von fliegenden Tieren. Nicht zu verschweigen ist außerdem, dass sich das Klima momentan rapide erwärmt. Trotzdem muss sich die Menschheit in naher Zukunft keine Sorge vor Hai-Tornados oder Hai-Hurrikans machen. Bisher dokumentierte niemand blutrünstige Haie, die vom Himmel fallen, dennoch fielen am 22. Februar 1861 Fische auf Singapur. Am Juli 2009 regnete es im Japanischen Ishikawa mehrmals Frösche und Kröten vom Himmel. Um noch einen draufzusetzen trug der Wind während des 6. April 2007 Spinnen in die argentinische Provinz Salta. Wie genau es zu solchen Vorfällen kommt, ist bis heute nicht zu 100 Prozent geklärt. Wissenschaftler sind sich aber einig, dass diese Kuriosität auf starke Aufwinde, wie Windhosen zurückzuführen ist. Frösche, Spinnen, Vögel und andere Tiere werden durch die Winde eingesogen und teilweise Kilometer weit getragen.

Naturgesetze, selbst grundlegende Logikfragen bekommen eine neue Bedeutung


In der Welt der verschiedenen «Sharknado»-Teile gelten andere physikalische Gesetze als in unserem Universum. Pistolenkugeln treffen aus weiter Entfernung, nur Haie werden aus dem Meer in den Hurrikan gezogen, andere Fische existieren wohl nicht und sobald ein Hai stirbt, hört der Sturm auf, ihn zu tragen. Die klimatischen Bedingungen während des Films sind ebenfalls erschreckend, ist es im ersten Moment noch sonnig und hell, regnet es im nächsten, oft wechseln die Witterungsbedingungen von Schnitt zu Schnitt.

«Sharknado»: The Video Game


Es gibt wirklich ein Handyspiel, das ähnlich wie die Filmreihe nicht sehr hochwertig wirkt. Aufgebaut ist das Jump ‘n‘ Run wie das allseits bekannte Temple Run. Man spielt den Protagonisten Fin und muss Autos, Trümmern und natürlich Haien, die auf der Straße liegen, ausweichen. Sammelt man Power-Ups, bekommt man gelegentlich auch die Möglichkeit das Spiel surfend oder auf dem Rücken eines fliegenden Hais innerhalb des Tornados zu spielen, um dort ebenfalls Haien und Trümmern auszuweichen.

«Sharknado»: Die Doku


Im Dokumentarfilm «Sharknado: Heart of Sharkness» wird die Geschichte David Moores, dem Mann, der als erstes von Haien in einem Tornado träumte, erzählt. Die Zuschauer bekommen einmalige Einblicke hinter die Kulissen des Films, dafür wurde der «Sharknado» -Crew bei den Dreharbeiten über die Schulter geschaut. Interviews, etwa mit Ian Ziering, runden die Produktion ab.

«Sharknado 5… Earth 0»


«Sharknado 5… Earth 0», so der Arbeitstitel, soll noch im Juli diesen Jahres erscheinen und eine komplett neue Dimension erreichen. In den ersten Teilen sind die Sharknados lediglich regionale Phänomene, in «Sharknado – Genug gesagt!» trifft der Tornado auf Los Angeles, in «Sharknado 2: The Second One» sowie «Sharknado 3: Oh Hell No!» werden New York und vergleichsweise große Teile der Ostküste verwüstet, während sich das Dilemma in «Sharknado 4: The 4th Awakens» auf die kompletten Vereinigten Staaten ausweitet. Steigern kann man die Katastrophe mittels eines globalen Sharknados, der den Protagonisten (und Zuschauern) im fünften Teil begegnen wird. Selbst Europa wird dann nicht mehr verschon. Wie bekannt wurde, werden Dreharbeiten unter anderem in Bulgarien, Australien und Großbritannien stattfinden.

Kurz-URL: qmde.de/91107
Finde ich...
super
schade
91 %
9 %
Teile ich auf...
Kontakt
vorheriger ArtikelEntdeckt im Elektronikmarktnächster Artikel«Ash vs. Evil Dead»: Der Horrorspaß zieht zu RTL Crime
Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
Kingsdale
09.02.2017 09:39 Uhr 1
Und noch ein Fakt! Hatte man für den ersten Film noch ein kleines Drehbuch, so wurde dies für die Fortsetzungen gleich ganz weggelassen was man an den riesigen Logiklöchern im Film merkt. Man sollte auch mal auf die Bekleidung der Darsteller achten. Ich persönlich fand Teil 1 und 2 noch ganz witzig, aber was danach kam, war nur noch Dämlich und Peinlich.

Optionen

Drucken Merken Leserbrief


Werbung


E-Mail:

Quotenletter   Mo-Fr, 10 Uhr

Abendausgabe   Mo-Fr, 16 Uhr

Datenschutz-Info

Letzte Meldungen

Werbung

Mehr aus diesem Ressort


Jobs » Vollzeit, Teilzeit, Praktika


Surftipps

Cam live in Hamburg
Cam gibt in Hamburg ihr erstes Solo-Konzert. Es ist Freitag der 13te und es liegt keine Spur von Unglück in der Luft - ganz im Gegenteil: Der begin... » mehr

Werbung