Wirtschaft

Bayrische Lokalsender wettern gegen ProSiebenSat.1 und TV Bayern

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Mehrere regionale Sender heißen die Kooperation zwischen der Münchner Sendergruppe und dem regionalen Vermarkter nicht gut. Die Sender drohen mit Kündigung der Zusammenarbeit.

Unlängst wurde bekannt, dass ProSiebenSat.1 und die TV Bayern GmbH eine Vermarktungskooperation planen, die es den ProSiebenSat.1-Sendern möglich machen soll, innerhalb ihres Fernsehprogramms auch regionale Werbung zu schalten. Nach Abschluss einer weiteren Distributionspartnerschaft mit Unitymedia verfolgt ProSiebenSat.1 nun auch in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen eine ähnliche Strategie. Zumindest im größten der deutschen Bundesländer stellen sich jetzt jedoch schon einige Regionalsender quer: münchen.tv, münchen 2, RTL München Live, augsburg.tv, allgäu.tv und Regio TV Schwaben machen sich gegen eine Zusammenarbeit zwischen ProSiebenSat.1 und Vermarkter TV Bayern stark.

Scheinbar kam die Meldung über deren Kooperation für die Lokal-TV-Sender überraschend. "Leider haben wir erst aus der Presse erfahren müssen, dass unser Vermarkter TV Bayern offensichtlich eine Zusammenarbeit mit der ProSiebenSat.1 Media AG anstrebt. Wir halten diese Zusammenarbeit nicht für zielführend und möchten klarstellen, dass wir eine Vermarktung durch ProSiebenSat.1 ablehnen", erklärt münchen.tv-Geschäftsführer angesichts der Nachricht. Nach Ansicht der sechs Regionalsender könnte eine solche Zusammenarbeit zu Irritationen im Werbemarkt führen und den Fortschritt des Lokalfernsehens in Bayern gefährden. Zudem kritisieren die Verantwortlichen, dass beide Parteien ihre Pläne vorher nicht kommuniziert haben. „Das unabgestimmte Vorgehen von TV Bayern können wir leider nicht akzeptieren. Sollte es tatsächlich zum Abschluss eines Vermarktungsvertrages zwischen TV Bayern und ProSiebenSat.1 kommen, werden die sechs Sender die Zusammenarbeit mit TV Bayern unverzüglich aufkündigen", führt Felix Kovac, Geschäftsführer von augsburg.tv und Regio TV Schwaben, an.

Winschuh pflichtet ihm bei und nimmt die Politik in die Pflicht: "Außerdem möchten wir klarstellen, dass wir uns ganz eindeutig gegen eine regionale Auseinanderschaltung von Werbung in bundesweiten Fernsehprogrammen aussprechen. Wir appellieren daher an die Ministerpräsidentenkonferenz, die sich am kommenden Freitag mit diesem Thema befasst, den Rundfunkstaatsvertrag in unserem Sinne zu ändern."

Kurz-URL: qmde.de/77168
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