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Matthias Killing: Der sportverrückte Frühaufsteher

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Quotenmeter sprach mit dem sportverrückten ProSiebenSat.1-Moderator über das «Sat.1 Frühstücksfernsehen», seine «ran»-Moderationen, «The Biggest Loser» und die WM.

Zur Person

Matthias Killing wurde am 15. September 1979 im westfälischen Hagen geboren und machte seine Anfänge als Moderator als Animateur auf dem Clubschiff AIDA. Zwischen 2001 und 2005 absoliverte er verschiedene Praktika und ein Studium in Film- und Fernsehwissenschaft, bevor in sein Weg erst zu NBC GIGA, zu NRW.TV und schließlich zu Sat.1 führte. Zu seinen aktuellen Formaten gehören das «SAT.1 - Frühstücksfernsehen», «ran Boxen» bei Sat.1, «ran - Fußball» bei kabel eins, «ran - Tennis» bei Sat.1 Gold und die Finalshows von «The Biggest Loser».
Viele kennen sie: Dröge Arbeitstage, an denen man von neun bis 17 Uhr nur Zeit auf seinem Bürostuhl verbringt oder der immer gleichen Tätigkeit nachgeht bis die Arbeit einen endlich in den Feierabend entlässt. Doch bei vielen anderen zeichnet sich der Arbeitsalltag durch wesentlich mehr Hektik aus und das kann so weit gehen, bis man sich fragt, wie die betreffende Person die engen Termine, die viele Action und die benötigten Kompetenzen überhaupt unter einen Hut bringt. Wenn man sich mit dem Fernsehmoderator Matthias Killing beschäftigt, dann merkt man schnell, dass er einer dieser Personen ist, bei denen aufgrund seiner vielen Engagements schon einmal die Zeitarmut ausbrechen kann. Beneidet wird er sicher nicht von vielen, dass er im Zuge der Moderation des «Sat.1 Frühstücksfernsehens» schon seit 2009 in unchristlicher Frühe aufstehen muss, um sich der Kult-Sendung des Unterföhringer Senders zu widmen.

Dennoch zeigt sich Killing im Gespräch mit Quotenmeter.de hellauf zufrieden mit diesem Job, auch das frühe Aufstehen am Morgen mache noch Spaß. „Wir sind ja sowieso in einem Zwei-Wochen-Rhythmus: Immer eine Woche arbeiten und dann eine Woche frei, was mir ein bisschen Zeit gibt mich um andere Dinge zu kümmern. Insofern habe ich dann zeitweise dieses täglich frühe Aufstehen, aber es macht trotzdem Spaß, in der Zeit, in der ich arbeite.“ ‚Zeit, um sich um andere Dinge zu kümmern‘ – die braucht Matthias Killing auf jeden Fall, denn zahlreiche andere Aufgaben vereinnahmen ihn schon zur Genüge.

Da wären zum einen zahlreiche Eventshows bei Sat.1 oder ProSieben, deren Moderation der 34-Jährige übernimmt. Dazu gehörten beispielsweise «Das große ProSieben-Promiboxen» im März 2012, von dem Sat.1 ein Jahr darauf ebenfalls eine Ausgabe zum Besten gab sowie «Der große Sat.1 IQ Test», «Deutschland gegen Holland» oder die Finalshow von «The Biggest Loser». Vor allem letzteres Format zeichnete sich in der Vergangenheit durch Quotenerfolge aus, was auch den Moderator zufrieden stellt: „Das ist sehr schön, dass wir in den drei Jahren, in denen ich das mache immer zum Finale die mit Abstand beste Quote hatten – das ist natürlich super positiv. Das macht das Arbeiten dann angenehm, klar.“

Zwar geht Killing auch in der Moderation der zahlreichen Unterhaltungsformate auf, die große Leidenschaft des gebürtigen Hageners liegt jedoch im Sport. Schon seit August 2010 führt Killing im Rahmen von «ran – Fußball» durch den Abend, wenn sich deutsche Teams im Rahmen der UEFA Europa League mit der ausländischen Konkurrenz messen. Zuletzt machte die «ran»-Crew nach dem Finale des diesjährigen Finales außerdem mit einen Sport-Talk um Frank Buschmann Schlagzeilen, nach dessen Line-Up um Felix Magath, Michael Ballack und Co. sich jeder sportaffine Sender die Finger lecken würde. „Wir waren zufrieden, mit dem, was wir da gemacht haben. Das war eine schöne Sendung, die hat uns als Machern wahnsinnig viel Spaß gemacht. Ich habe ja jetzt mit dem Talk an sich nicht wahnsinnig viel zu tun gehabt, sondern viel mehr mit der Sendung vor dem Talk, aber insgesamt hatten wir nach dem Abend eine sehr positive Stimmung. Das ist ja auch für eine Redaktion wie unsere eine tolle Strecke, die wir da gegangen sind mit der großen Live-Sendung ab 20.15 Uhr plus diesem Talk. Das war echt total schön.“ Zwar sei eine Fortsetzung noch nicht beschlossen, denn das hänge davon ab, welche deutschen Vereine wie performen, „aber grundsätzlich zeigt es, worauf wir Bock haben und es zeigt auch, wo die Reisen hingehen können. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es so etwas so oder auch in einer anderen Form wieder geben wird.“

Matthias Killings Sportaffinität beschränkt sich aber keinesfalls bloß auf den Lieblingssport der Deutschen, mit dem er sich zusätzlich bis Mai 2012 bei «Doppelpack – Die Fußball-Analyse» auf Sport1 und bei LIGAtotal! bis Mai 2013 beschäftigte. Außer den Fußballübertragungen begleitet Killing seit November 2010 auch «ran – Boxen», bevor er sein Portfolio ab Dezember 2012 um Basketball bei «ran» und ab April 2013 um Tennis bei Sat.1 Gold erweiterte. Vor allem die Korbjagd hat es dem Moderator angetan: „Ich bin großer Basketball-Fan. Ich komme aus dem Basketball und habe meine ganze Jugend mit dem Basketball-Sport verbracht. Seine Wurzeln im Medienbereich liegen trotzdem in der Nähe des Eises, wie der Moderator im Zuge des ersten WM-Spezials von Quotenmeter.fm verrät, welche am 12. Juni erscheint. „Im Eishockey habe ich meine ersten Praktika gemacht, damals beim DSF und bei Premiere World - mein Einstieg in die Medienwelt im Jahr 2000/2001. Das hat viel Spaß gemacht, wobei es am Anfang auch für mich war wie Vokabeln lernen, die Spielerkader der damaligen DEL auswendig zu lernen, aber seitdem habe ich auch das Interesse an Eishockey nie ganz verloren.“

Der sich als "sportverrückt" bezeichnende TV-Aufsteiger war somit prädestiniert für die erste Folge des WM-Specials beim Podcast Quotenmeter.fm zur anstehenden Weltmeisterschaft in Brasilien. Als „PR-Gau“ bezeichnet Killing die Vorbereitung des DFB-Teams, das von Pinkelaffären, Verletzungen und Autounfällen überschattet wurde. Vor allem das Verhalten, das Kevin Großkreutz nach dem verlorenen Pokal-Abend in einer Hotellobby an den Tag legte, verurteilt der Sportreporter im Podcast, gleichwohl auch er Großkreutz die Teilnahme am Turnier nicht verweigert hätte. Stattdessen fordert Killing Stefan Kießling oder Max Kruse fürs DFB-Team. Des Weiteren kritisiert er in diesem Zusammenhang die Vorbildfunktion, die oft von Medien und Trainern für die Nationalmannschaftsspieler postuliert wird, als fadenscheinig. Vor allem die Gruppenphase sieht Killing diese WM als große Hürde, dabei glaubt er den künftigen WM-Sieger in einem von drei europäischen Teams zu wissen.


Weiteres zu Matthias Killing, seinen Meinungen zur Fußball-WM sowie zur Lage des deutschen Tennis-Sports und zu Einschätzungen über die Zukunft des FC Bayern München im Basketball sowie zur Situation von Basketball im deutschen Free-TV ab Donnerstag bei Quotenmeter.fm.

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