Quotencheck

«Hawaii Five-0»

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Nachdem die erste Staffelhälfte noch auf richtig starke Werte verweisen konnte, fiel man ab November ins Mittelmaß zurück.

Seit März 2011 ist «Hawaii Five-0» inzwischen bereits fester Bestandteil des Sat.1-Serienangebots. Am Sonntagabend um 22:15 Uhr war das Crime-Format seither stets für gute bis fantastische Werte zu haben, lediglich eine Verschiebung auf den Donnerstagabend wurde vom Publikum abgelehnt. Dennoch versuchen es die Programmverantwortlichen des Privatsenders abermals auf einem neuen Sendeplatz und werden künftig die Primetime am Montag mit Staffel vier bestücken. Ob dieser Schritt in einer Phase, in der man auch auf dem Stammplatz erstmals über signifikant sinkende Werte zu klagen hatte, ein kluger Schachzug ist, darf angezweifelt werden. Bereits seit November tut sich die so furios gestartete dritte Staffel nämlich ungewohnt schwer.

Zu Beginn der Präsentation im Februar des vergangenen Jahres konnte allerdings noch niemand ahnen, dass man schon bald ein weiteres Sorgenkind im Programm haben würde. Die erste Folge kam am 10. Februar auf eine durchschnittliche Reichweite von 2,68 Millionen, die bereits beim Gesamtpublikum mit sehr starken 10,6 Prozent einherging. Nie wieder sollten in der Folge so viele Menschen eine neue Folge sehen. Auch die 1,50 Millionen und 14,7 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe stellten Rekordwerte dar, wobei derselbe Marktanteil zwei Wochen später erneut aus immerhin noch 1,45 Millionen resultieren sollte. Insgesamt wurde mit 11,0 Prozent sogar noch ein höherer Wert verbucht, die Zuschauerzahl betrug 2,64 Millionen.

Im März lief zunächst auch alles voll und ganz im Sinne des ausstrahlenden Senders, mit 2,51 bis 2,64 Millionen hielt man sich klar im zweistelligen Bereich. Nach 10,6 und 10,9 Prozent waren Mitte des Monats sogar 11,4 Prozent zu holen, was dem Höchstwert dieser Staffel entsprach. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden angesichts von 13,5 bis 14,4 Prozent bei bestenfalls 1,38 Millionen keine neuen Rekorde erreicht, allerdings hielt man sich auch hier auf einem Niveau weit oberhalb der Sendernorm. Einen kleinen Rückgang des Interesses hatte man jedoch mit Folge sieben zu vermelden, hier kamen nur noch 9,6 und 12,8 Prozent bei ungewohnt schwachen 2,17 Millionen zustande. Bis zur Sommerpause sahen anschließend allerdings stets mehr Menschen das Format.

Das hohe Quoten-Niveau der ersten Wochen sollte allerdings im April nicht mehr erreicht werden. Nur noch zwischen 9,6 und 10,3 Prozent aller sowie 11,1 bis 12,7 Prozent der jüngeren Fernsehenden entschieden sich am Sonntagabend für Sat.1, die erste Maiausgabe stellte mit nur noch leicht überdurchschnittlichen 8,9 Prozent bei 2,19 Millionen sogar einen neuen Negativrekord auf. Erst die beiden letzten Folgen vor der Sommerpause zogen dann noch einmal deutlich an: Mit 2,65 und 2,59 Millionen gingen sehr gute 10,9 und 10,5 Prozent des Gesamtpublikums sowie tolle 14,3 und 13,6 Prozent der Werberelevanten einher.

Erst im November strahlte man dann die Folgen 14 bis 24 aus, was einigen Fans offensichtlich deutlich zu lange dauerte. Gerade einmal 1,91 Millionen verfolgten die erste neue Episode in der zweiten Jahreshälfte, was mit erschreckend schwachen 7,3 und 8,4 Prozent in den beiden wichtigen Zuschauergruppen einherging. Die Ausgaben 15 und 16 steigerten sich wieder auf über zwei Millionen Zuschauer und rund neun Prozent des Gesamtpublikums, was ordentliche, aber nicht überragende Zahlen darstellte. Immerhin: Bei den 14- bis 49-Jährigen erreichte man zunächst 12,1 Prozent bei 1,20 Millionen Zuschauern, bevor noch immer gute 11,2 Prozent bei 1,13 Millionen zu Buche standen. Nie wieder sollten danach so starke Marktanteile erreicht werden.

Ab Dezember hatte man nämlich in jeder Woche hart um die Zweistelligkeit zu kämpfen. Von den letzten sechs am Sonntag gezeigten Episoden schafften dies nur zwei Folgen (10,8 und 10,5 Prozent), während zwei weitere mit jeweils 9,9 Prozent haarscharf scheiterten. Sogar unter den Senderschnitt rutschten die Folgen 20 und 22 mit nur noch 9,2 bzw. 9,1 Prozent des werberelevanten Publikums. Beim Gesamtpublikum fielen die Schwankungen etwas deutlicher aus, wobei es auch hier nur am 15. Dezember mit 2,47 Millionen und 9,5 Prozent wirklich gut lief. An den weiteren fünf Abenden fand man sich bei mittelprächtigen 7,3 bi 9,0 Prozent wieder, die Zuschauerzahlen rangierten zwischen 2,04 und 2,38 Millionen.

Nachdem man nun also bereits am angestammten Sendeplatz über Probleme zu klagen hatte, mussten sich die letzten beiden Episoden am Montag, den 6. Januar, um 20:15 Uhr beweisen. Es überraschte wenig, dass dieser Plan nicht so ganz aufging: Die Sehbeteiligungen fielen mit 2,28 und 2,47 Millionen zwar positiv aus, doch zu dieser sehr hart umkämpften Sendezeit reichten sie nur noch zu klar unterdurchschnittlichen 6,3 und 7,4 Prozent. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen war man mit nur 8,0 und 8,7 Prozent bei maximal 1,11 Millionen dem Senderschnitt ein gutes Stück entfernt.

Somit fällt das Gesamturteil bei «Hawaii Five-0» sehr ambivalent aus: Auf der einen Seite startete man mit 2,48 Millionen und 10,3 Prozent des Gesamtpublikums für die ersten 13 Folgen ähnlich stark wie in den ersten beiden Staffeln, mit 2,16 Millionen und nur noch 8,4 Prozent fielen die neun Folgen, die ab November liefen, allerdings auf ein nur noch durchschnittliches Niveau zurück. In der besonders stark umworbenen Zuschauergruppe hätte man mit 13,2 Prozent bis Mai sogar einen neuen Rekordwert verbucht, die Reichweite lag bei 1,30 Millionen. Doch auch hier ließ das Interesse zuletzt mit nur noch 10,1 Prozent bei 1,09 Millionen spürbar nach.

Im Schnitt kamen alle 24 Folgen von Staffel drei auf eine Sehbeteiligung von 2,35 Millionen, die mit einem Marktanteil von 9,3 Prozent einherging. Im Vergleich zu den Vorjahren fällt man somit nur leicht ab und kann sich immerhin noch um genau einen Prozentpunkt oberhalb des Sat.1-Senderschnitts positionieren. Bei den 14- bis 49-Jährigen standen letztlich 11,7 Prozent bei 1,20 Millionen auf dem Papier, womit man sogar zwei Prozentpunkte oberhalb der Norm lag - allerdings auch rund ein Prozent unterhalb des Schnitts der Vorgängerstaffeln. Ob man dem Negativtrend auf einem deutlich schwierigeren Sendeplatz Einhalt gebieten kann? Derzeit schwer vorstellbar.

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