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«Blutgeld» weit von «Contergan»-Erfolg entfernt

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Mit gut vier Millionen Zuschauern kam das TV-Drama von Zeitsprung Pictures zwar auf überdurchschnittliche Marktanteile, der ganz große Erfolg blieb jedoch aus.

Schon einmal feierte die Produktionsschmiede Zeitsprung Pictures mit einem TV-Film über einen großen Pharma-Skandal beachtliche Erfolge: Im November 2007 wurde der zweiteilige Streifen «Contergan» ausgestrahlt und kam auf großartige Zuschauerzahlen von 7,27 und 6,85 Millionen. Entsprechend hoch fielen damals auch die Marktanteile für den ausstrahlenden Sender Das Erste aus, denn beim Gesamtpublikum wurden 22,2 und 21,2 Prozent verbucht, während bei den 14- bis 49-Jährigen nicht minder beeindruckende 16,3 und 17,2 Prozent generiert wurden. Mit «Blutgeld»  gelang es dem Team um Michael Souvignier nun abermals, ein inhaltlich beeindruckendes Werk fürs Fernsehen auf die Beine zu stellen (siehe Infobox) - einzig die Sensibilisierung eines wirklich breiten Millionenpublikums blieb weitgehend aus.

Im Schnitt sahen zur besten Sendezeit diesmal 4,29 Millionen Menschen das Drama über aufgrund verseuchter Blutkonserven an Aids erkrankter Bluter, dies entsprach einem Marktanteil von 13,0 Prozent. Mit diesem Wert kam man nicht einmal ansatzweise gegen das RTL-Quiz «Wer wird Millionär?»  an, welches tolle 6,16 Millionen unterhalten konnte. Auch bei den jüngeren Konsumenten waren keine echten Hitquoten für das Werk von Rene Heisig möglich, immerhin für klar überdurchschnittliche 9,1 Prozent bei einer Reichweite von 1,15 Millionen reichte es aber.

Im Anschluss daran zeigte der öffentlich-rechtliche Sender «Blutgeld - Die Dokumentation», die 30 Minuten lang Experten, Zeitzeugen und Betroffene über die Hintergründe des Medizin-Skandals berichten ließ. Nur noch 3,33 Millionen blieben hier dem Sender treu, dies entsprach hier sogar nur noch einem unterdurchschnittlichem Wert von 11,1 Prozent. Bei den jüngeren Zuschauern fiel die Reichweite auf 0,96 Millionen zurück, der Anteil am Gesamtmarkt betrug allerdings noch immer gute 8,2 Prozent. An die Werte der «Contergan»-Doku kam man damit allerdings ebenfalls bei weitem nicht heran: Vor sechs Jahren sahen ab 21:45 Uhr 5,76 Millionen Menschen zu. Die Marktanteile betrugen 19,5 bzw. 14,1 Prozent.

Am späten Abend zeigten die Mainzer schließlich noch den norwegischen Thriller «Rache für meine Tochter» , bei dem die Programmverantwortlichen nicht über zu schwache Werte zu klagen hatten. Immerhin 1,48 Millionen blieben auch nach 22:45 Uhr noch am Ball, was guten 12,6 Prozent des Gesamtpublikums entsprach. Auch bei den jüngeren Konsumenten konnte man mit den Werten des immerhin schon 16 Jahre alten Spielfilms zufrieden sein, hier wurden 7,1 Prozent bei 0,35 Millionen generiert.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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