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The BossHoss: ‚Nicht nur die Jugend hat eine Leidenschaft für Musik‘

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Sie sorgen für Stimmung – immer. Entsprechend stimmungsvoll war auch unser Interview mit Alec Völkel und Sascha Vollmer, besser bekannt als TheBossHoss. Wir haben über das Musikjahr 2018 und natürlich über die kommende Talent-Show «The Voice Senior» gesprochen. Die beiden sind im Format als Coaches aktiv.

Wie lief das Musikjahr 2018 für TheBossHoss?

«The Voice Senior»

  • Coaches: Yvonne Catterfeld, Mark Forster, Sasha & TheBossHoss
  • Moderation: Lena Gercke, Thore Schölermann
  • Produktion: Talpa Germany
Alec:
Wir sind zufrieden. Im Oktober ist unser neues Album erschienen, das auch auf Platz eins ging. Das ist großartig. Insgesamt befindet sich die Musikindustrie in einer Phase des Umbruchs. Jahr für Jahr schrumpft der klassische Tonträger-Markt, auch in diesem Jahr wohl wieder um die 20 Prozent. Dafür wird mehr gestreamt. Aber in der Masse fängt das Streaming das, was über CD wegbricht, noch nicht auf. Die Generation, die mit Musikstreaming groß geworden ist, also die ganz Jungen, die hören das dort wie die Wahnsinnigen. Künstlern, die also hauptsächlich für diese Zielgruppe Musik machen, geht es richtig gut. Alle anderen müssen noch ein bisschen durchhalten. Ich bin aber überzeugt, dass sich das fängt, wenn alle streamen.

Also in 20 Jahren, wenn Ihr auch Senioren seid?
Alec:
Ich hoffe nicht, dass das so lange dauert. In Skandinavien wird schon zu 100 Prozent gestreamt. Da muss Deutschland auch hin. Aber wie immer sind wir hier ein bisschen langsamer. Ich hoffe, dass sich in den nächsten zwei oder drei Jahren viel tun wird.

Samuel Rösch wurde am vergangenen Wochenende zum Sieger von «The Voice of Germany» 2018 gekürt – somit gewann Michael Patrick Kelly gleich im ersten Jahr als Coach. Verdient?
Sascha:
Paddy hat einen wirklich perfekten Start gefeiert.
Alec: Ich freue mich für ihn. Ein Sieg gleich beim ersten Aufschlag. Er ist ein guter Coach, ein cooler Junge.

Mit welchen Erwartungen seid Ihr zu den Aufzeichnungen von «The Voice Senior» gegangen und welche Erwartungen darf der Fernsehzuschauer haben?
Sascha:
Wir waren skeptisch als die Anfrage kam. Wir haben uns gefragt, ob das Rentner-Fernsehen wird. Aber dann haben wir uns mit dem Konzept befasst und festgestellt: Das Gegenteil ist der Fall. Das Format spricht eine sehr breite Zielgruppe an; vom Enkel bis hin zur einer Gruppe im Alter der Talents. Meine Erwartungen wurden jedenfalls um ein Vielfaches übertroffen.

Alec: Ich fand die Aufzeichnungen total spannend – und genauso werden es die Zuschauer hoffentlich auch fühlen. Ich war ehrlich geflashed. Wir haben Kandidaten zwischen 60 und Anfang 80 erlebt, die so viel Talent, aber auch Charisma haben. Kandidaten, die echt etwas erzählen können. Das hat mich von den Socken gehauen. Übrigens auch die musikalische Vielfalt – da war von Schlager und Roland Kaiser über Frank Sinatra bis zu echtem Rock alles dabei.

Bei «The Voice Senior» muss die große Karriere nicht mehr kommen.
Alex Völkel von TheBossHoss
Mir hat vor allem die große Leichtigkeit imponiert. Beim normalen «The Voice of Germany», wir haben ja eben über das Finale gesprochen, sind die Talente natürlich angepasst. Sie wollen eine Karriere im Musikgeschäft starten. Bei «The Voice Senior» muss die große Karriere nicht mehr kommen. Die Talente sind einfach froh und stolz auf dieser Bühne und vor Publikum singen zu können.

Welche Musiker haben Euch am Besten gefallen? Die, die in Richtung Party-Musik gehen?
Sascha:
Mir gefällt es ja immer, wenn gerockt wird – so richtig mit E-Gitarre auf der Bühne. Schön ist auch, wenn man zwei, drei Leute zusammen auf der Bühne stehen. Das gibt es heute ja fast gar nicht mehr.



Alec: Wir haben uns da eigentlich noch nie festgelegt. Wir suchen das Besondere.

Wie groß wäre denn die Chance eines normalen 70-Jährigen im Musikbusiness. Läge Sie höher oder niedriger als bei 0,2 Prozent?
Alec:
Ich sehe da durchaus eine Chance. Es ist doch nicht nur die Jugend, die eine Leidenschaft für Musik hat. Die Senioren haben da viel auf dem Kasten. Denken wir doch mal an Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer oder auch die Stones. Alle sprechen vom demografischen Wandel, aber trotzdem ist da noch von relevanten Zielgruppen bis 49 Jahre zu hören. Ihr bei Quotenmeter kennt das ja: In drei Jahren falle ich also aus der relevanten Gruppe raus. Und dann soll ich irrelevant sein?

Jetzt beginnt die etwas ruhigere Zeit - «The Voice Senior» läuft genau dann, wenn wir alle bisschen mehr durchschnaufen können. Was steht bei TheBossHoss „zwischen den Jahren“ an?
Sascha:
Bis kurz vor Weihnachten hatten wir wirklich noch ein volles Programm. Viele Promo-Termine, Radio-Rundreisen, wir haben auch viel gespielt. Das war echt busy. Ab Weihnachten wird es auch bei uns ruhiger, da haben wir also viel Zeit, um «The Voice Senior» zu schauen. Vielleicht gehen wir auch mal Skifahren. Mitte Januar geht es dann mit Aufnahmen für «The Voice Kids» weiter und ab März, ganz wichtig, sind wir auf großer Tour.

Alles Gute dafür!

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