US-Fernsehen

Schon wieder: «American Gods» verliert Showrunner

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Der aktuelle Showrunner von «American Gods» befindet sich laut Medienberichten nur noch auf dem Papier an seinem Posten.

Im Frühling 2017 startete die dramatische Fantasyserie «American Gods» mit großem Vorabhype – nicht zuletzt dank der großen Popularität ihrer von Neil Gaiman verfassten Romanvorlage. Eine zweite Staffel wurde zügig geordert, bekam aber, ähnlich wie es etwa «Westworld»  vorgemacht hat, eine längere Entwicklungszeit zugesprochen als sonst im Fernsehen üblich: Die Starz-Exklusivserie, die abseits ihres US-Heimatmarktes von Amazon ausgewertet wird, sollte erst 2019 weitergehen.

Wer denkt, dass die Arbeiten an den neuen Folgen von «American Gods»  mittlerweile bestens vorangeschritten sein dürften, irrt offenbar. Denn laut 'The Hollywood Reporter' befindet sich die Produktion der zweiten Serienstaffel derzeit um sechs Wochen in Verzug: Planmäßig müssten aktuell die letzten Züge des Staffelfinales in Arbeit sein, stattdessen wäre man derzeit händeringend damit beschäftigt, vorhergegangene Folgen zu überarbeiten. Wie der US-Branchendienst berichtet, sei es in den vergangenen Wochen oder gar Monaten zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen der Produktionsfirma und Showrunner Jesse Alexander gekommen, weshalb dieser schlussendlich "entmachtet" worden sei.

Alexander habe laut 'The Hollywood Reporter' mittlerweile keinerlei Einfluss mehr auf die Serienproduktion und sei bloß auf dem Papier weiterhin Showrunner – angeblich wollten die Produzenten so verhindern, dass Alexanders Entlassung publik wird und der Serie so schlechte Publicity einbringt. «American Gods»  machte nämlich schon in Staffel eins einen medienwirksamen Krach hinter den Kulissen durch, in dessen Folge Bryan Fuller und Michael Green ihren Posten als Showrunner geräumt haben.

Die Situation bezüglich Season zwei sei übergekippt, als Starz und Fremantle sieben Drehbuchentwürfe für das Serienfinale in Folge abgelehnt hatten. Doch auch zuvor habe der Clinch hinter den Kulissen für weitere Produktionsprobleme gesorgt: Der Cast musste laut 'The Hollywood Reporter' teils ohne oder nur mit unfertigen Drehbüchern arbeiten. Die Folgen drei und vier seien deshalb von so schlechter Qualität, dass sie nun durch ausführliche Nachdrehs aufgebessert werden sollen. Mittlerweile fürchten anonyme Stimmen, die der Produktion nahe stehen, dass die neuen Folgen von «American Gods» es 2019 nicht auf die Mattscheiben schaffen werden.

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