Die Kritiker

«Commander-In-Chief»

von
Worum geht es laut Pressemitteilung
Mackenzie Allen hat so einiges zu tun… Sie hat Zwillinge im Teenageralter und eine 6jährige Tochter zu Hause, einen engagierten Ehemann im Büro und sie ist dabei, die erste weibliche Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika zu werden.

Was bedeutet das nun im Klartext?
Die Pilotfolge beginnt eigentlich ganz ruhig. Die Vizepräsidentin Mackenzie Allen ist gerade auf Staatsbesuch in Paris und hört sich einen Schulchor an, als plötzlich Mitarbeiter des Präsidenten herein stürmen und sie nach draußen bitten.

„Der Präsident liegt im sterben...“, Die erste Nachricht schockt Allen, doch nicht genug. „Das bedeutet, dass sie auf der Stelle zurück treten müssen!“

Und genau darum dreht sich fast die restliche Folge. Allen wird zuerst von den obersten Mitarbeitern des Präsidenten gebeten, zurück zu treten, danach sogar noch vom im sterben liegendem Präsidenten selbst. Warum?

Niemand will sich „Sexist“ auf die Kappe schreiben. Es ist nur einfach gerade nicht die beste Zeit für soziale Experimente, meint Nathan Templeton, der Politiker, der Präsident werden soll, wenn Allen zurück tritt.

In Rückblenden sehen wir, wie sich Allen vor einigen Jahren mit dem damaligen Präsidentschaftskandidaten getroffen hat, und wie er sie fragt, ob sie nicht seine Vize-Kandidatin sein möchte. Warum? Sie ist unabhängig, eine Frau... das würde eine Menge neuer Wähler anziehen.

Zurück im Hier und Jetzt steht Allen vielleicht vor der vorerst schwersten Entscheidung ihres Lebens. Ihre Familie glaubt an sie, doch das gesamte Kabinett möchte, dass sie zurück tritt.

Als ihr dann noch an den Kopf geworfen wird, dass sie es nicht verdient Präsidentin zu werden, weil alle ihre Ideale denen des nun verstorbenen Ex-Präsidenten widersprechen, fällt sie eine Entscheidung. Sie tritt nicht zurück und nimmt die Chance war, als erste weibliche Präsidenten in die Geschichte der USA einzugehen.

Das Cast
Geena Davis («Stuart Little»): Mackenzie Allen, Kyle Secor («Gefangene der Zeit», «Party of Five»): Rod Allen, Jasmine Anthony («Little Athens»): Amy Allen, Ever Carradine («Once and again – Noch mal mit Gefühl»): Katheryn, Harry J. Lennix («Matrix»): Gardner, Caitlin Wachs («Die Göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya Schwestern)»: Helen, Andrew James Allen («The Unknown»): Horace, Donald Sutherland («Cold Mountain», «MASH»): Nathan Templeton, Julie Ann Emery («Taken»): Joan Greer

Was ist gut?
Gina Davis überzeugt überraschenderweise in dieser ernsten Rolle und schafft es, Mackenzie Allen glaubhaft, sympathisch aber selbstbewusst darzustellen. Endlich wird das Tabu gebrochen und auch im Fernsehen einmal eine weibliche Präsidentin gezeigt. Die Szenen, in denen ihr Ehemann in die Gemächer der früheren „First Ladys“ eingeführt wird, sind wirklich lustig und lockern die sonst etwas trockene Folge gekonnt auf. Es verspricht spannende Machtkämpfe innerhalb des Weißen Hauses zu geben, immerhin übernimmt Allen die gesamte alte Crew… und hat damit nicht nur Freunde unter ihren Mitarbeitern. Und dann natürlich die letzte Szene, in der sich Allen gekonnt aus einer peinlichen Szene zieht, da sieh ihre Rede auch auswendig kann (der Teleprompter wurde ihr bei ihrer ersten Rede im Parlament abgedreht).

Was ist schlecht?
Zuerst fallen mir da ihre Kinder ein. Sorry, aber die sind nervig, alle drei, und ich bin mir sicher, dass sich das in Zukunft nicht ändern wird. Hm, wirkt es unglaubwürdig, wenn ich Gina Davis auch hier erwähne? Ich denke die Schauspielerin gibt ihr bestes und macht es auch gut, aber die Casting-Abteilung hätte vielleicht eine ein bisschen ältere Schauspielerin nehmen sollen, denn der Charakter wirkt ein bisschen zu jung. Aber na ja, immerhin wird ja sowieso gesagt, dass Allen nie mit an Board geholt wurde, um wirklich zu regieren, also drücke ich hierbei einmal ein Auge zu.

Kritik
Der Pilotfilm überzeugt schon einmal mit ausgewogener Stimmung, interessanter, wenn auch ein bisschen vorhersehbarer Story und frischen Charakteren. Jetzt müssen die Autoren nur mehr klar machen, worüber sich «Commander-In-Chief» im normalen Alltag drehen wird.

Um die Komplikationen innerhalb des Weißen Haus? Um Innenpolitik? Um Außenpolitik? Oder doch eher um Allens Leben und wie sie damit klar kommt, Mutter, Ehefrau UND Präsidentin zu sein? Oder alles gemeinsam? Das kommt im Piloten leider noch nicht ganz heraus, was aber auch verständlich ist. Definitiv einen Blick wert.

ABC zeigt «Commander-In-Chief» ab September 2005 in den Vereinigten Staaten.

Kurz-URL: qmde.de/10266
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