Film-Check

Filmcheck: «Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten»

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Jack Sparrows viertes Leinwandabenteuer lief im Kino zwar erfolgreich, im Free-TV verlor das Piratenspektakel beim Gesamtpublikum jedoch rasch an Zuspruch.

Nach Abschluss von Gore Verbinskis «Pirates of the Caribbean»-Trilogie sollte Johnny Depps Paraderolle Käpt’n Jack Sparrow nur vorübergehend die Ruhe der See genießen: Walt Disney Pictures und Jerry Bruckheimer Films machten schon früh klar, ihre Piratensaga mit einem neuen Kapitel fortsetzen zu wollen. Dieses wurde lose von Tim Powers‘ Romanklassiker „In fremderen Gezeiten“ inspiriert und sollte Jack Sparrow stärker in den Fokus rücken als die bisherigen Filme und ihn mit neuen Situationen und Feinden konfrontieren. Mit Geoffrey Rush und Kevin R. McNally kehrten neben Depp dennoch zwei Darsteller aus den bisherigen Filmen zurück, neu an Bord waren derweil Ian McShane, Penélope Cruz und Regisseur Rob Marshall («Chicago»).

Als das Projekt 2011 in die Kinos segelte, war die Kritikerresonanz zwiegespalten. Einträglich war der Film dennoch: Mit 241,07 Millionen Dollar Einspiel an den US-Kassen sicherte sich der Film Rang fünf der US-Jahrescharts (wenngleich den letzten Rang der Filmreihe in den Staaten), in Deutschland wurden 4,4 Millionen Besucher gezählt. Dies bedeutete ebenfalls den letzten Platz innerhalb der Filmreihe, zugleich aber einen stolzen zweiten Rang der Jahrescharts. Weltweit landete «Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten» (unter anderem dank einer fantastischen Performance in Russland) derweil mit 1,05 Milliarden Dollar nur knapp hinter dem zweiten Teil des Abenteuerfranchises – und schnappte sich somit die Silbermedaille unter den Piratenfilmen.

Die Free-TV-Premiere verlief vor dem Hintergrund dieser Kinoergebnisse erwartungsgemäß: Am 20. Oktober 2013 lockte Käpt’n Jack Sparrow 4,42 Millionen Gesamtzuschauer zu ProSieben, bei den Umworbenen wurden 3,48 Millionen Matrosen gezählt. Dies führte zu starken 13,3 Prozent insgesamt und 25,6 Prozent in der Zielgruppe – dort segelte der Blockbuster nur knapp hinter dem «Tatort» her. Unter allen ProSieben-Sonntagsfilmen 2013 holte sich «Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten» bei Jung und Alt die zweithöchste Reichweite – nur «Die Tribute von Panem – The Hunger Games» war gefragter.

Schon am 20. April 2014 versuchte sich auch Sat.1 am Abenteuerfilm. Mit 2,68 Millionen Filmfans wurden sehr gute 9,4 Prozent Marktanteil erbeutet, bei den Werberelevanten kamen 1,83 Millionen und sehr tolle 17,1 Prozent zusammen. Die nächste Primetime-Auswertung der Big-Budget-Produktion stellte im Free-TV bereits die letzte dar, die bei den Fernsehenden ab drei Jahren über Senderschnitt lief: Am 1. Weihnachtstag 2014 feierten bei ProSieben 1,83 Millionen Zuschauer das Fest mit den trunkenen Raufbolden, dies glich guten 5,9 Prozent. Ab dann versackte «Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten» bei Sat.1 in ein mageres Quotenniveau von 5,1 und 5,5 Prozent Marktanteil.

Die Jüngeren hielten Sparrow hingegen eher die Treue, auch wenn die Quoten durchaus nachgelassen haben. Der Weihnachtseinsatz kam bei ProSieben auf gute 12,0 Prozent, am 24. Mai 2015 wurden bei Sat.1 derweil sehr gute 10,5 Prozent generiert, ehe am 2. Januar 2016 akzeptable 9,2 Prozent eingesackt wurden.
Wird «Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten» bei Sat.1 am 19. August 2016 zur besten Sendezeit den Senderschnitt überbieten?
Ja, in allen Altersgruppen
12,5%
Ja, bei den Umworbenen
58,3%
Ja, beim Gesamtpublikum
4,2%
Nein, keineswegs
25,0%

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