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Amazon überdenkt seine Kooperation mit Woody Allen

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Der Video-on-Demand-Anbieter, der die jüngsten Filme des Regisseurs und Autors finanziert hat, überlegt, Allens nächstes Projekt völlig kommentarlos zu veröffentlichen.

Woody Allen arbeitet seit Jahrzehnten pünktlich wie ein Uhrwerk und liefert mindestens einen Film pro Jahr ab. Bei diesem hoch getakteten Output überrascht es wohl kaum, dass der Oscar-Preisträger bereits an den letzten Zügen seines nächsten Films arbeitet, obwohl sein neustes Projekt «Wonder Wheel»  erst kürzlich in den Kinos angelangt ist. Obwohl Allen schon an der Postproduktion von «A Rainy Day in New York» sitzt, ist derzeit jedoch völlig unklar, was mit dem Film passieren wird, sobald er fertig ist. Denn laut der 'New York Times' zeigen die an der Finanzierung und dem Vertrieb beteiligten Amazon Studios Bedenken.

Angesichts der #MeToo- und #TimesUp-Bewegung wollen demnach die Entscheidungsträger bei Amazon Studios Abstand zu Woody Allen halten, über den seit den frühen 90er-Jahren Vorwürfe der Kindesmisshandlung im Raum stehen. Diese Anschuldigungen hatten lange Zeit keinen Einfluss auf Allens Karriere, in den vergangenen Wochen änderte sich jedoch das gesellschaftliche Klima, woraufhin mehrere Mitglieder des «A Rainy Day In New York»-Ensembles bekannt gegeben haben, ihre Gage karikativen Zwecken zur Verfügung stellen zu wollen. Zudem distanzierten sich frühere Allen-Kollaborateure von dem Filmemacher.

Laut Informationen der 'New York Times' überprüfen die Amazon Studios derzeit, ob es möglich wäre, Allens Film vollkommen kommentarlos einfach via Amazon Prime zur Verfügung zu stellen – ohne für ihn zu werben oder ihn ins Kino zu bringen, obwohl Amazon-Filmproduktionen normalerweise den Weg auf die Leinwand finden. Jedoch zweifeln Branchenkenner an, dass Allens Vertrag mit Amazon dies zulässt.

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