Dabei will Sky im Sportbereich weit mehr als die Bundesliga sein. Wahrnehmung hin oder her: Die Quoten sind stabil, jüngst sogar leicht steigend gewesen.
Sky Sport ging unter diesem Namen im Juni 2009 auf Sendung – und war direkter Nachfolger des Premiere Sportportals und seiner verschiedenen Optionssender. Premiere selbst sendet bereits seit 1991 Sport. Die erste Live-Übertragung einer Bundesliga-Partie im Bezahlfernsehen datiert auf den 2. März 1991, damals kickten Frankfurt und Kaiserslautern gegeneinander. Mit Start der Saison 2000/2001 wurden erstmals alle 306 Bundesliga-Spiele live entweder einzeln oder auch in der inzwischen legendär gewordenen Konferenz übertragen.
Es ist ausgesprochenes Ziel der Sky-Chefetage in den Köpfen der Menschen zu verankern, dass Sky Sport weit mehr ist als nur Bundesliga- und Champions-League-Fußball. Bis dato kommt neben Fußball nur die Formel 1 noch auf regelmäßig anständige Ergebnisse. Die Handball-Champions-League aber etwa – sportlich gesehen ebenfalls nicht von schlechten Eltern – landet meistens bei nur um die 20.000 – 30.000 Zuschauer – freilich zu wenig, um wirklich bestehen zu können. In Sachen Eigenproduktionen ergibt sich ein ähnliches Bild: Hier funktioniert zwar «Sky 90» als Abschluss des Bundesliga-Sonntags mit in der Regel sechsstelligen Zuschauerzahlen, das einst freitags gezeigte «Mein Stadion» und auch die Unterhaltungsshow «Samstag Live» wurden inzwischen beendet, weil die Resonanz des Publikums letztlich doch zu gering war.
Mit der Verlängerung der Bundesligarechte bis ins Jahr 2021 ist der elementare Grundstein für eine gesunde Entwicklung in den kommenden Jahren gelegt worden. Allerdings: Der Sportmarkt ist härter umkämpft denn je: Echte Konkurrenz um die Aufmersamkeit des Zuschauers kommt von allen Ecken und Enden. Die Telekom startet neben ihrem Basketball-Angebot auch Eishockey-Sender, DAZN geht mit einer Fülle an Live-Rechten in Deutschland an den Start. Sky hat sich ab 2017 mit umfangreichem Live-Tennis gewappnet und will somit vor allem die Werktage pimpen. Und wie sich die Attraktivität der Bundesliga entwickelt, wird ganz davon abhängen, ob die 17 restlichen Vereine der aktuellen Übermacht des FC Bayern München endlich Herr werden. Ist die Meisterschale irgendwann zum siebten Mal in Folge auf dem Münchner Marienplatz gesehen worden, könnte es für manchen Fan dann doch langweilig werden…

• Mein Stadion • Samstag Live • Sky 90
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