Bei Sat.1 setzt man seit dieser Woche noch stärker auf seinen Scripted-Reality-Hit «Auf Streife» als ohnehin schon. Selbst mittlerweile dreistündig weiß die Marke in diesen Tagen durchweg zu gefallen.
Man kann es als eine Art Orientierungsversuch verstehen, wie viel «Auf Streife» der Zuschauer in der Daytime bereit ist, auf einmal zu konsumieren: Mit «Auf Streife - Berlin», das seit dieser Woche um 16 Uhr für die wahrlich nicht erfolglosen «Anwälte im Einsatz» über die Bühne geht, bestückt das Format nun mehr drei Stunden Sendezeit hintereinander, denn zuvor sind auch weiterhin zwei Folgen der Originalsendung zu sehen. Und die ersten Quotensignale, die vom Publikum ausgesendet wurden, können sich durchaus sehen lassen, standen doch zweistellige Werte bei Gesamtpublikum wie Zielgruppe an der Tagesordnung.
Am Dienstag tat sich dann eine gewisse Entwicklungsambivalenz hinsichtlich des Abschneidens bei Gesamt- und Zielpublikum auf: Während insgesamt die Reichweite erheblich auf 1,19 Millionen anstieg und sich der Marktanteil zumindest moderat auf 11,0 Prozent steigerte, langte bei den 14- bis 49-Jährigen eine minimale Verbesserung der Reichweite auf 0,36 Millionen nicht, um den Wert des Vortags annähernd zu reproduzieren - mit 10,9 Prozent ließ sich allerdings trotzdem noch vorzüglich leben, zumal das direkte Vorprogramm mit nur 9,3 Prozent ungewohnte Schwächen zeigte. Wie schnell sich Quoten-Konstellationen in der Daytime ändern können, offenbarte sich vor allem im direkten Vergleich zu «Verdachtsfälle»: Am Vortag noch eine graue Maus, präsentierte man sich nun angesichts von 16,9 Prozent als prachtvoller Schwan der Nachmittagsunterhaltung.
Am Donnerstag feierte Deutschland Christi Himmelfahrt und zumindest in seinem Nachmittagsprogramm feierte Sat.1 mit, indem es erfolglos Spielfilme ausstrahlte - nachdem zuvor um 13:35 Uhr «Auf Streife» noch für einen Jahresbestwert sorgte (wir berichteten). Somit war die am Freitag ausgestrahlte vierte Episode auch schon die letzte der ersten Sendewoche, verbuchte allerdings nicht durchweg derart starke Zahlen wie in den Tagen zuvor: Durchschnittlich 0,78 Millionen Zuschauer ab drei Jahren gingen mit erneut guten, aber erstmals nur einstelligen 9,2 Prozent des Gesamtpublikums einher, bei den besonders stark Umworbenen waren dagegen unverändert tolle 11,4 Prozent bei 0,31 Millionen zu holen.• Anwälte im Einsatz • Auf Streife • Auf Streife - Berlin • Berlin • Mein dunkles Geheimnis • Verdachtsfälle
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