Findet Superstar Will Smith nach dem «After Earth»-Reinfall als gerissener Betrüger zu alter Stärke zurück?
Nicky Spurgeon (Will Smith) ist ein überaus gewiefter Betrüger, der ein beispielloses Talent dafür besitzt, Menschen unbemerkt um ihre Habseligkeiten zu erleichtern und besonders ausgeklügelte Coups zur schnellen Geldbeschaffung auszutüfteln. Daher durchschaut er es auch sofort, als ihn eines Abends die ebenso attraktive wie in Nickys Gewerbe unerfahrene Nachwuchs-Schwindlerin Jess (Margot Robbie) übers Ohr hauen will. Die ist daraufhin allerdings so begeistert von Nickys Fähigkeiten, dass sie unbedingt bei seinen Machenschaften mitmischen möchte. Tatsächlich gelingt es ihr schon wenig später, sich dank ihrer Hartnäckigkeit und ihres Naturtalents zu bewähren und einen wichtigen Platz in Nickys großem Team zu verdienen, das äußerst organisiert agiert. Doch als für das frischgebackene und sich einander immer näherkommende Gauner-Duo der Ernst des kriminellen Alltags beginnt, läuft längst nicht alles so glatt wie geplant. 
Der professionelle Trickbetrüger Nicky Spurgeon (Will Smith) nimmt die junge, attraktive Jess (Margot Robbie) unter seine Fittiche. Sie hatte versucht, ihn reinzulegen – erfolglos zwar, doch mit Potenzial.
In all dem verlässt sich Hauptdarsteller Will Smith fast schon etwas zu routiniert auf seine Stärken, die ihn einst berühmt gemacht haben und seit jeher auszeichnen. Zweifellos verfügt der US-Star noch immer über seinen einnehmenden bübischen Charme und eine natürliche Lässigkeit, die ihresgleichen sucht. Dennoch bietet er damit im Hinblick auf einen Großteil seiner bisherigen Rollen lediglich mehr vom Gleichen, ohne irgendwelche bemerkenswerten Akzente setzen zu können, hat man ihn doch schon oft genug als obercoolen Typen gesehen, dem letzten Endes alles zu gelingen scheint. Das macht seinen ohnehin schon fragwürdigen Nicky Spurgeon, der gerade zu Beginn zahlreichen unbedarften Passanten alles entwendet, was ihm und seinen „Kollegen“ unbemerkt in die Finger gerät, nicht gerade sympathischer und somit den Zugang zum Film ungemein schwerer.
Fazit: «Focus» kann dem Subgenre der wendungsreichen Gauner-Komödie trotz aller Mühen kaum etwas Neues abgewinnen. Insbesondere das unoriginelle Ende sorgt nach der Übersättigung durch all die im Verlauf des Films geschlagenen Haken allenfalls für ein müdes Schulterzucken. Jedoch wissen der gelegentlich nach oben ausbrechende Unterhaltungswert einzelner Szenen und die stets spürbare Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren Längen weitestgehend zu verhindern. Allzu lange in der Erinnerung nachhallen dürfte «Focus» allerdings nicht. Auch hätte man sich von Will Smith gerade aufgrund seiner etwas strauchelnden Karriere doch etwas mehr Mut und Abwechslungsreichtum bei der Rollenwahl gewünscht. Vielleicht bekommen wir ihn aber in einer seiner nächsten großen Rollen als Bösewicht Deadshot in der DC-Comic-Adaption «Suicide Squad» (erneut an der Seite von Margot Robbie) endlich mal wieder von einer anderen Seite zu sehen.• After Earth • Ali • Crazy Stupid Love. • Das Streben nach Glück • Focus • Independence Day • Jurassic Park • Men in Black • Men in Black 3 • Prinz von Bel-Air • Suicide Squad • The Sixth Sense • The Wolf of Wall Street
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