Was bei «Back to the 90s» direkt ins Auge fällt, sind die bunten Farben, der energiegeladene Look und die Leidenschaft der Hauptdarsteller: Sie bilden gemeinsam eine Band. Die fünf Freunde wollen als 5G unbedingt erfolgreich werden und tun alles dafür. Als sie die Chance bekommen, bei einem Showcase an einer Universität aufzutreten, scheint jedoch alles schiefzugehen. Ben (Jacob) – der Perfektionist und Songwriter der Gruppe – ist mit ihrer Performance sichtlich unzufrieden und versucht, sie zu verbessern. Er zieht sich zurück und gibt schnell auf. Schließlich spielt er sogar mit dem Gedanken, die Band zu verlassen. Oliver (Bene), Chris (Luis), Jonas (Tim) und Matteo (Julien) versuchen, ihn wieder zu motivieren – mit mäßigem Erfolg.Kurz vor dem Showcase fahren die Jungs gemeinsam mit einem Aufzug in der Universität, in dem vor Jahren ein Student ums Leben gekommen sein soll. Während der Fahrt kommt es zum Streit. Oli spielt einen Song ab, den er von einem Follower zugeschickt bekommen hat – und plötzlich scheint der Aufzug abzustürzen. Panik bricht aus. Was dann jedoch passiert, überrascht zwar die Jungs, die Zuschauerinnen und Zuschauer allerdings vermutlich weniger: Der Aufzug kommt abrupt zum Stehen, die Jungs steigen aus und befinden sich nicht mehr in ihrer gewohnten Umgebung, sondern in der Universität des Jahres 1995. Sie unterhalten sich mit zwei Studentinnen, die sie anschließend zu einer Hausparty einladen.
Die fremde Welt ganz ohne Smartphone sowie ihre Freundschaft werden zur Herausforderung. Wie kommen sie wieder zurück in ihre eigene Zeit? Und vor allem: Wollen sie überhaupt zurück? Jeder der 5G steht in der neuen Welt vor anderen Herausforderungen. Ben verliebt sich während des Aufenthalts in den 90ern in eine Studentin, die ihm dabei hilft, seine Leidenschaft für die Musik wiederzufinden. Chris möchte versuchen, seinen Vater davon zu überzeugen, ihn bei seinem Traum von einer Musikkarriere zu unterstützen, anstatt ihn zu einem Medizinstudium zu zwingen. Oliver macht das, was er auch im Jahr 2026 am liebsten macht: mit Mädchen flirten. Ob und wie die Jungs letztendlich wieder in ihr echtes Leben zurückfinden, kann man seit dem 21. August 2026 bei Prime Video sehen. Vielleicht hat es ja etwas mit Musik zu tun?«Back to the 90s» ist ein Film, der sich angenehm wegschauen lässt, erzählerisch aber kaum überrascht. Die Handlung ist sehr vorhersehbar und bewusst einfach gestaltet. Wer Spannung, komplexe Charaktere und größere Entwicklungen erwartet, wird hier kaum fündig. Stattdessen setzt der Film stark auf Nostalgie, Freundschaft und den Zusammenhalt der Gruppe. Das dürfte vor allem bei Fans der Elevator Boys gut ankommen.
Besonders auffällig ist, dass zwei der fünf Hauptfiguren – Jonas und Matteo – kaum eine echte Rolle spielen. Sie sind zwar präsent, kommen aber nur selten zu Wort und tragen wenig zur Handlung bei. Es scheint fast so, als wären sie vor allem der Vollständigkeit halber dabei. Das ist schade, denn gerade bei einem solchen Film lebt die Dynamik von klaren, individuellen Figuren.
Dass die Elevator Boys Influencer und keine ausgebildeten Schauspieler sind, merkt man dem Film durchaus an. Es ist ihr erster größerer Auftritt in einem fiktionalen Format, und die fehlende Erfahrung zeigt sich bei Mimik, Sprache und emotionaler Tiefe. Einige Szenen wirken gestellt oder überbetont, andere wiederum zu zurückhaltend. Man spürt, dass sie sich noch an das längere Format gewöhnen müssen. Allerdings machen sie ihre Sache für ein Debüt solide, und man erkennt, dass sie bemüht sind, ihre Rollen authentisch zu spielen. Fans werden vermutlich genau das mögen – die Nähe zu ihren Social-Media-Persönlichkeiten.Optisch überzeugt der Film deutlich mehr als erzählerisch. Der bunte, lebhafte Look, die 90er-Ästhetik und der Sound schaffen eine frische, angenehme Atmosphäre. Die Musik ist ein klarer Pluspunkt und trägt viele Szenen. Auch die Idee des Zeitreise-Aufzugs ist charmant, wenn auch nicht besonders originell. Die Konflikte werden schnell eingeführt und ebenso schnell gelöst. Tiefere emotionale oder moralische Fragen werden nur angerissen, aber nicht weiter ausgearbeitet. Dadurch bleibt der Film oberflächlich, was ihn zwar einfach zu konsumieren macht, aber weniger zum Nachdenken anregt. Die Zeitreise dient eher als Anlass für Freundschaftsmomente denn als Grundlage für echte narrative Spannung.
Wer also die Elevator Boys mag, bekommt, was er erwartet: Humor, Freundschaft, Musik und die vertraute Dynamik der Gruppe. Wer hingegen einen anspruchsvollen und spannenden Film sucht, wird vermutlich enttäuscht sein. «Back to the 90s» ist ein Wohlfühlprojekt, das sich nicht mehr vornimmt, als es am Ende auch liefert.







Sandra Fitowski: ‚Eine tägliche Serie hat etwas ganz Eigenes‘

Jungredakteur/Redakteur (w/m/d)
Stage Operator / Fachkraft für Veranstaltungstechnik (m/w/d) - Schwerpunkt Bühne
Lead Visual Tech (m/w/d) - 32 Stunden / Woche 




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