Nicht wenige hielten die einstige Container-Show nach dem Quoten-Rutsch 2013 für ziemlich tot. Nur ein Jahr später scheint sich die Endemol-Produktion als erfolgreiche Nummer 2 hinter dem Dschungel-Camp zu festigen.
Der macht – in diesem Falle richtigerweise – nichts Neues. Zahlreiche Elemente der Sendung, die «Promi Big Brother» 2014 so erfolgreich machen, funktionierten schon 2004 bei RTL II: Neid, Hunger, Entbehrung. Sogar verschiedene Challenges sind einfache Kopien aus früheren Staffeln: Schon in Staffel fünf wurde ein 24-stündiger Schlafentzug angeordnet und auch «Bachelor» Paul war nicht der erste, der einen Kunstflug über sich ergehen lassen musste. Das ist in Ordnung, dürfte es Endemol in erster Linie darum gehen, die Marke «Big Brother» zu stärken – und das ist gelungen. Die Zahlen der ersten Wochen sind beeindruckend: Keine Sendung, die um 22.15 Uhr startete, holte weniger als 15,7 Prozent Marktanteil. Mindestens 2,6 Millionen Bundesbürger waren Abend für Abend dabei.
Und anders als im Vorjahr zeigt der Trend auch nicht nach unten: Am Donnerstagabend wurde – ganz im Gegenteil – mit einer Reichweite von 3,14 Millionen sogar der zweitbeste Wert der laufenden Staffel erreicht. Zudem liefert der Große Bruder derzeit noch den angenehmen Nebeneffekt auch die Quoten des Frauensenders sixx zu pushen. Dort starten jeweils um Mitternacht für «BB»-Fans herrliche 100 Minuten der TV-Anarchie mit Jochen Bendel, die an gute, alte Zeiten der Reality-Show erinnerten.
Die gemessene Reichweite der Sendung, durch die auch die von joiz bekannte Melissa Khalaj führt, lag bei rund 490.000 Menschen. Beeindruckend ist die Entwicklung des Formats. Direkt nach der Startshow holte «Promi Big Brother Late Night Live» nur knapp 200.000 Zuschauer und 2,9 Prozent. Das war damals schon ein Erfolg für sixx. Einen Abend später stiegen die Quoten schon auf 4,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Die Gesamtreichweite verdoppelte sich und betrug rund 390.000. Die dritte Sendung verzeichnete schon rund 470.000 Zuschauer und die Zielgruppen-Quote schoss erstmals auf mehr als sechs Prozent. Auf diesem Niveau pendelte sich das sixx-Format dann bis zur Nacht auf Freitag ein.

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