Die ARD schränkt die «Heiter bis tödlich»-Portionen ein und schickt stattdessen 2015 ein «In aller Freundschaft» Spin-Off ins Rennen. Zur Lage des Vorabends im Ersten und was der Comedy-Freitag mit sich bringt.
Neue Ideen mussten her, um den ARD-Vorabend wieder auf ein vernünftiges Quotenniveau zu hieven. So wirklich neu war die Lösung dann aber doch nicht, mit der die ARD um die Ecke kam: 2015 soll sich «In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte» als Spin-Off des langlebigen Dienstagabend-Formats versuchen. «In aller Freundschaft» kommt mittlerweile auf 16 Jahre im deutschen Fernsehen und weiß dort auch aktuell noch zu überzeugen. Durchschnittlich schalten etwa fünf Millionen Menschen zur Krankenhausserie, die jeweils dienstags ab 21.05 Uhr an den Start geht. Dadurch springen regelmäßig Gesamtmarktanteile zwischen 17 und 20 Prozent heraus. Mit dem Vorabend-Spin-Off geht die ARD schon mal einen Schritt in die richtige Richtung. Dass das neue Format, welches ab Herbst produziert werden soll, auf dem gleichen Niveau wie die «Heiter bis tödlich»-Formate läuft, ist zumindest sehr unwahrscheinlich. Auf insgesamt 42 Episoden dürfen sich Fans der Krankenhausserie 2015 freuen. Dabei könnte der Donnerstagvorabend als Sendeplatz herhalten.
Auch in Sachen Comedy-Freitag kam die ARD zuletzt ein gutes Stück voran. Schon länger hegt die ARD den Plan freitags für Lacher zu sorgen, einen Grundstein legt im Ersten ab dem 11. Juli unter anderem «Türkisch für Anfänger». Ab 18.45 Uhr sollen alte Folgen der Comedy-Serie von der Fanbase profitieren, die sich die Serie ab dem Jahr 2007 aufbaute und die durch einen außerordentlich erfolgreichen Kinofilm noch wuchs. Sonderlich erfolgreich war die Multikulti-Comedy Zeit ihrer Erstausstrahlungen jedoch nicht: Zwischen März 2007 und Februar 2009 belustigte «Türkisch für Anfänger» dienstags bis freitags ab 18.50 Uhr in seiner Anfangszeit um die sechs Prozent der Zuschauer ab Drei. Später rutschten die Quoten noch tiefer, ehe das Format 2009 zwischen Ende Januar und Ende Februar nie über fünf Prozent aller Fernsehenden unterhielt.
Den Freitagvorabend, im Zuge dessen «Der Dicke» quotentechnisch zuletzt wenig zu lachen hatte, sollen ebenfalls ab dem 11. Juli «Die LottoKönige» bereichern. Die deutsche Neuauflage eines österreichischen Comedy-Formats verlängerte der WDR erst kürzlich für eine dritte Staffel. Auf 12 Folgen kann die Produktion bisher zurückblicken. Diese sollen zunächst immer freitags um 19.10 Uhr die Fernsehzuschauer erheitern, nachdem die Erstausstrahlungen im WDR nur wenig Aufmerksamkeit bekamen, obwohl viele Kritiker der Sendung einen herrlichen Witz bescheinigen. Das Format handelt von der Familie König, die beim Lotto den Superjackpot knackt und dadurch 12 Millionen Euro reicher wird. Voreilig kündigt Vater Rudi seinen Job, 'Omma' Helga beansprucht schon mal ihren drei Millionen Euro schweren Anteil, ehe der Lotto-Psychologe ihnen rät erst einmal kein Sterbenswort über den Gewinn preiszugeben.


• Der Dicke • Der Mama • Die LottoKönige • Die jungen Ärzte • Galileo • Heiter bis tödlich • In aller Freundschaft • Koslowski & Haferkamp • Monaco 110 • SOKO • Türkisch für Anfänger
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