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61. Deutscher Filmpreis: Die Nominierungen

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Am Freitagvormittag hat die Deutsche Filmakademie die Nominierungen des Filmpreises bekannt gegeben. Die meisten Erwähnungen bekam das Tykwer-Drama «Drei».

In den Räumen der Deutschen Kinemathek trafen sich am Freitagvormittag die deutschen Pressevertreter, um die Nominierungen für den 61. Deutschen Filmpreis zu erfahren. Wie bereits in den vergangenen Jahren war Staatsminister Bernd Neumann, das ist der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), vor Ort und präsentierte in Zusammenarbeit mit Deutsche-Filmakademie-Präsidentin Iris Berben und den Vorstandsmitgliedern Burghart Klaußner und Christiane Paul die potenziellen Preisträger. Moderiert wurde die Veranstaltung von Benjamin Herrmann, dem künstlerischen Leiter der Gala.

In diesem Jahr machte sich bei den Nominierungen wieder eine Unart breit, die die deutschen Kinoverleiher auch bei den Academy Awards anwenden: Es werden Filme nominiert, welche noch gar nicht oder erst vor wenigen Tagen in den deutschen Filmhäusern gestartet sind. Somit können deutsche Kinogänger die Entscheidungen der Filmakademie zum Teil nur schwer nachvollziehen.

Mit gleich sechs Nominierungen geht das Werk von Tom Tykwer namens «Drei» ins Rennen um den begehrten Lola-Preis. Mit jeweils fünf Nominierungen stehen «Vincent will Meer» und «Wer wenn nicht wir» gut da. Vier Lola-Erwähnungen gab es für «Poll», drei Vorschläge kamen die Filme «Der ganz große Traum», «Goethe!» und «Das Lied in mir». Jeweils mehr als einmal wurden «Almanya – Willkommen in Deutschland», «Pina», «Wir sind die Nacht» und «Jud Süß – Film ohne Gewissen» nominiert.

Im Vorfeld des Deutschen Filmpreises werden die Verantwortlichen einen Minifilm namens «Lola kommt!» in 1.000 Kino aufführen, zudem wird auch wieder eine Festivalwoche stattfinden. Die Verleihung des 61. Deutschen Filmpreises findet am 8. April 2011 im Berliner Friedrichstadtpalast statt. Erneut wird das ZDF die Ausstrahlung übernehmen, allerdings erst rund zweieinhalb Stunden nachdem die Verleihung begonnen hat.

Bester Spielfilm


- «Almanya – Willkommen in Deutschland»
- «Drei»
- «Der ganz große Traum»
- «Goethe!»
- «Vincent will Meer»
- «Wer wenn nicht wir»

Beste Dokumentation


- «Kinshasa Symphony»
- «Pina»

Bester Kinderfilm


- «Chandani und ihr Elefant»
- «Konferenz der Tiere»

Bestes Drehbuch


- Miraz Dezar für «Mint Dît – Die Kinder von Diyarbakir»
- Florian David Fitz für «Vincent will Meer»
- Nesrim Samdereli und Yasemin Samdereli für «Almanya – Willkommen in Deutschland»

Beste Regie


- Florian Cossen für «Das Lied in mir»
- Tom Tykwer für «Drei»
- Wim Wenders für «Pina»

Beste Schauspielerin


- Bernadette Heerwagen für «Die kommenden Tage»
- Lena Lauzemis für «Wer wenn nicht wir»
- Sophie Rois für «Drei»

Bester Schauspieler


- August Diehl für «Wer wenn nicht wir»
- Alexander Fehling für «Goethe!»
- Florian David Fitz für «Vincent will Meer»

Beste Nebendarstellerin


- Meret Becker für «Boxhagener Platz»
- Katharina Müller-Elmau für «Vincent will Meer»
- Beatriz Spelzini für «Das Lied in mir»

Bester Nebendarsteller


- Vedat Erincin für «Shahada»
- Heino Ferch für «Vincent will Meer»
- Richy Müller für «Poll»

Beste Kamera und Bildgestaltung


- Matthias Fleischer für «Das Lied in mir»
- Daniela Knapp für «Poll»
- Maritn Langer für «Der ganz große Traum»

Bester Schnitt


- Mathilde Bonnefoy für «Drei»
- Ueli Christen für «Wir sind die Nacht»
- Hansjörg Weißbrich für «Wer wenn nicht wir»

Bestes Szenenfilm


- Silke Buhr für «Poll»
- Christian M. Goldbeck für «Wer wenn nicht wir»
- Udo Kramer für «Goethe!»

Bestes Kostümbild


- Monika Jacobs für «Der ganz große Traum»
- Thomas Oláh für «Jud Süß – Film ohne Gewissen»
- Giosia Raspé für «Poll»

Bestes Maskenbild


- Kitty Kratschke und Heike Merker für «Goethe!»
- Björn Rehbein für «Jud Süß – Film ohne Gewissen»
- Susana Sánchez für «Poll»

Beste Filmmusik


- Matthias Klein für «Das Lied in mir»
- Heiko Maile für «Wir sind die Nacht»
- Tom Tykwer, Johnny Klimek, Reinhold Heil, Baril Isaac Mounsey für «Drei»

Beste Tongestaltung


- Manfrad Banach, Christian Conrad und Taschangis Chahrokh für «Jerry Cotton»
- Ansgar Frerich, Sabine Panossian und Niklas Kammertöns für «Pianomania – Die Suche nach dem perfekten Klang»
- Niklas Kammertöns, Frank Kruse, Matthias Lempert und Arno Wilms für «Drei»

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