Ob Sat.1-Sportchef Froberg recht hat, wenn er sagt, dass die Einschaltquoten der Euro League zur Zeit noch nicht so hoch sind, weil der Donnerstags noch kein gelernter Fußballtag ist? Der Uefa Cup spielte eigentlich immer donnerstags und auch Sat.1 überträgt im nunmehr vierten Jahr Fußballspiele des kleinen Bruders der Champions League. Möglicherweise liegen die vergleichsweise niedrigen Werte einfach daran, dass die Spiele vom Papier nicht so spannend sind wie die Duelle der Champions League. Dass dies aber täuscht, zeigte der Donnerstag: Ab 19.00 Uhr standen sich Werder Bremen und Valencia gegenüber – ein spannendes und verrücktes Spiel: 3,16 Millionen Menschen sahen die erste Halbzeit, 4,56 Millionen sahen die zweite Hälfte, die von Holger Pfandt kommentiert wurde. Im zweiten Durchgang stimmten dann auch die Quoten: 14,5 Prozent wurden bei allen gemessen, 14,1 Prozent in der Zielgruppe.
Die Verlängerung ist der deutschen liebstes Kind und so dürfte Sat.1 fast ein bisschen traurig sein, dass Wolfsburg nicht noch ins Elfmeterschießen musste, sondern den Siegtreffer in der 119. Minute erzielte. Auf 18,1 Prozent Marktanteil stiegen die Quoten während der ersten 15 Minuten Nachspielzeit, bei 22,1 Prozent lag man während der finalen Spielzeit. Dies ist zugleich der beste Wert, der in dieser Saison bei einem Euro League-Spiel gemessen wurde. 3,87 Millionen Menschen verfolgten den Spielabschnitt, der um 23.17 Uhr angepfiffen wurde. Mit 20,5 Prozent Marktanteil überzeugte dann auch die Nachberichterstattung mit Oliver Welke aus Bremen: 2,76 Millionen Bundesbürger blieben zu nachtschlafender Zeit dran und bescherten Sat.1 so 22,7 Prozent Marktanteil bei allen. • ran
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