Am Donnerstagmorgen um 9.00 Uhr eröffnete Richter Konrad Retzer die mündliche Anhörung im Zivilprozess gegen den bayerischen Unternehmen Konrad Retzer, der vom Bezahlunternehmen Premiere vor den Kadi gezogen wurde. Der 58-Jährige ist Eigentümer der Kathrein-Werke, die weltweit mehr als 7000 Menschen beschäftigen. Er bekam den Verdienstorden des Freistaats Bayern und das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, weil er über Kulturstiftungen Opern und Theater unterstützt.
Premiere fordert nun mehr als 26 Millionen Euro Schadensersatz – diese Summe ergibt sich aus einem Vertrag der Kathrein-Werke, die eine Zeit lang „Premiere-geeignete“-Reciever herstellte. Damals sicherte man vertraglich zu, keine Umgehungsvorrichtungen herzustellen. Pro Verstoß müsse man laut dieses Kontrakts 50.000 Euro Strafe zahlen. Premiere zählt nun 33 Einfuhrvorgänge aus China und 489 Verkäufe an gewerbliche Händler durch Zehnder auf und kommt damit auf 527 Verstöße mal 50 000 Euro. Am Donnerstag ließ der Münchner Richter allerdings durchblicken, dass er die Beweisführung von Premiere aktuell noch nicht für ausreichend halte. In ein bis zwei Monaten soll der Prozess fortgeführt werden. • Premiere
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