Primetime-Report

Die Woche des Senders RTL

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An jedem Wochentag spielte der Kölner Kanal ganz vorne in der Spitze mit - oftmals dominierte man deutlich. Quotenmeter.de fasst die vergangene Woche zusammen.


Die Woche begann mit einem Schock für ProSieben. Die zweite Folge der neuen «Lost»-Staffel schlug sich richtig schlecht. Nur 8,6 Prozent der Werberelevanten wollten wissen, wie es auf der Insel weitergeht. Und das obwohl «Supernatural» als Lead-In sehr gute Quoten holte. Fast 2,10 Millionen Menschen verfolgten die neue Serie und bescherten ProSieben so 12,3 Prozent Marktanteil. Ganz oben im Tagesranking stand übrigens einmal wieder Günther Jauch: Seine Quiz-Show «Wer wird Millionär?» lockte durchschnittlich 7,47 Millionen Zuschauer vor die Fernsehgeräte.

Und auch am Dienstag gewann eine RTL-Sendung. Sowohl bei den Zuschauern ab drei Jahren als auch bei den 14- bis 49-Jährigen hatte Hugh Laurie als «Dr. House» die Nase vorne. Exakt 6,00 Millionen Menschen sahen eine neue Folge und ließen die Marktanteile so auf 19,1 Prozent steigen. In der für die Werbewirtschaft wichtigen Gruppe kletterten die Quoten sogar auf 33,2 Prozent – jeder Dritte, der zu dieser Zeit fernsah, verfolgte demnach die US-Serie. Eine Enttäuschung war unterdessen der Sat.1-Film «Der geheimnisvolle Schwiegersohn», der über 9,2 Prozent Marktanteil nicht hinaus kam.

Die 0:2-Niederlage des FC Schalke 04 in London verfolgten am Mittwoch über fünf Millionen Menschen. 5,73 Millionen waren es in der ersten Hälfte, 4,88 Millionen taten sich auch den zweiten Durchgang noch an. Marktführer war die Königsklasse des europäischen Vereinsfußballs aber nicht. Peter Zwegat wollte dieses Zepter nicht aus der Hand geben – mit 21,3 Prozent Marktanteil lief es erneut sehr gut für den Schuldnerberater und seine Sendung «Raus aus den Schulden». Enttäuschend wie immer waren die Quoten von «Brothers & Sisters» mit weniger als neun Prozent Marktanteil - «Heroes» schlug sich mit 11,5 Prozent in der Zielgruppe weiterhin gut. Zudem lief «hart aber fair» erstmals im Ersten – 13,4 Prozent Marktanteil dürften Grund zur Freude gewesen sein.

Neues vom Problemkind «Popstars» gab es am Donnerstag: Mit nur noch zwölf Prozent Marktanteil näherte sich die Casting-Show dem derzeitigen ProSieben-Schnitt gefährlich an. Viel fehlt also nicht mehr bis zur quotentechnischen Mittelmäßigkeit. Freuen konnte sich das ZDF, denn die UEFA Cup–Partie zwischen Belgrad und dem FC Bayern München erfreute mehr als 6,50 Millionen Menschen. Auf exakt zwanzig Prozent bei den Werberelevanten – und somit ein ebenfalls herausragendes Ergebnis – kam «Alarm für Cobra 11».



Tolle Quoten gab es am letzten regulären Werktag auch für «Den Deutschen Comedy Preis» - die von Atze Schröder moderierte Veranstaltung begeisterte im Schnitt mehr als 23 Prozent der 14- bis 49-Jährigen und sorgte somit für Freude beim übertragenden Sender RTL. Richtig mies verabschiedete sich unterdessen «FamilyShowdown», dessen wohl letzte Ausgabe gerade einmal rund 7,5 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe generieren konnte. Ein gelungenes Comeback feierten die «Gilmore Girls», die sich am Freitagabend auf neuem Sendeplatz und zudem mit einer Doppelfolge zurückmeldeten. 9,1 und 10,6 Prozent Marktanteil wurden bei den 14- bis 49-Jährigen gemessen.

Wenig spektakulär ging es am Samstag zu – insgesamt gewann «Bella Block», freuen durfte man sich auch über die große Zustimmung für «Das Supertalent», das die Vorwochenwerte mit 28,1 Prozent Marktanteil deutlich ausbauen konnte. Und auch am Sonntag war alles paletti bei RTL: Mit dem Film «Mr. & Mrs. Smith» kam man auf exakt 30,0 Prozent Marktanteil beim für die Werbewirtschaft wichtigen Publikum. Insgesamt sahen 5,98 Millionen Menschen zu.


...ist «Das Supertalent». Es schien fast so, als hätte RTL die Sendung im Vorfeld schon abgeschrieben. Nur drei Folgen kündigte der Sender an und dann wurde gemunkelt, dass es nicht genügend Vielfalt gäbe. Sänger vielleicht im Überschuss, aber eben nicht genug andere Künstler. Die Quote stimmt aber dennoch: Mit 28,1 Prozent Marktanteil lag man absolut auf dem Niveau, das man sonst von «Deutschland sucht den Superstar» gewohnt ist.


...ist «FamilyShowdown». Die von Wigald Boning moderierte Spiel-Show dürfte nun wohl für immer in der Mottenkiste verschwinden. Dabei war es doch eine wirklich nette Idee, eine klassische Familiensendung – und dazu noch ohne C-Prominenz – auf die Beine zu stellen. Nur 7,4 Prozent Marktanteil sind zu wenig – Platz 110 für die achte und wohl letzte Folge der Show.


...ist die 12. Die Zahl zeigt, wie stark es in den sieben Tagen für RTL wirklich lief. Denn zwölf der 13 meistgesehenen Programme bei den 14- bis 49-Jährigen liefen im Programm der Kölner. Einzig der ARD-«Tatort» "Satisfaktion" konnte sich auf dem fünften Platz festsetzen.


...gelang «Schmidt & Pocher»: Die neue Late-Night-Show startete mit überzeugenden Zuschauerzahlen. 2,30 Millionen Menschen sahen zu und bescherten der ARD 13,4 Prozent Marktanteil bei allen Zuschauern und 13,2 Prozent in der Zielgruppe.


«Wetten, dass...» führt weiterhin beim Gesamtpublikum vor dem «Tatort» und dem RTL-Quiz «Wer wird Millionär». «Schmidt & Pocher» ordnen sich im Season-Ranking auf Position 96 ein. In der Zielgruppe ergibt sich ein anderes Bild: Hier dominiert RTL mehr als deutlich: An der Spitze liegt «Dr. House», auf Platz zwei folgt «Wetten, dass...» und dann weitere Formate des Kölner Kanals: «CSI: Miami», «Das Supertalent», «Raus aus den Schulden» und Co.

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