Primetime-Report

Krimi-Duell: «Navy CIS» ärgert «CSI»

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Eine weitere Woche des Fernsehjahres liegt hinter uns – und erneut stellt sich die Frage, ob «Deutschland sucht den Superstar» noch immer vor «Wetten, dass..?» liegt. Diese und weitere Fragen werden in dieser Ausgabe des Primetime-Reports selbstverständlich beantwortet.

Der Überblick
Die vergangene Woche begann mit einem spannenden Kopf-an-Kopf-Duell zwischen RTL und VOX: Während «CSI: NY» durchschnittlich 2,37 Millionen 14- bis 49-Jährige zum Einschalten bewegen konnte, erreichte die parallel laufende Quizshow «Wer wird Millionär?» 2,38 Millionen junge Zuschauer. Im Wochenvergleich landeten die Sendungen damit in der Zielgruppe auf den Plätzen 10 und 11. Am Dienstag siegte RTL allerdings eindeutig: «CSI: Miami» und «Dr. House» holten jeweils Marktanteile um 24 Prozent bei den Werberelevanten und konnten sich damit deutlich gegen die Konkurrenz durchsetzen. Am Ende der Woche sprangen die Plätze 5 und 4 heraus.

Doch auch Sat.1 hatte am Dienstag allen Grund zur Freude. Auslöser für den Jubel war die Komödie «Der Butler und die Prinzessin», die zur besten Zeit in der wichtigen Zielgruppe 1,87 Millionen junge Zuschauer unterhielt. Der Marktanteil lag damit bei genau 14,0 Prozent. Mit 3,92 Millionen Zuschauern und 11,9 Prozent Marktanteil lief es auch insgesamt sehr gut, was im Wochenranking für Platz 33 reichte. Zugleich war der Film damit die meistgesehene Sat.1-Sendung der Woche. Einen Tag später lockte «Der Bulle von Tölz» fast genauso viele Menschen an. Das Problem: In der umworbenen Zielgruppe erreichte die Krimireihe nur magere 9,9 Prozent Marktanteil. Dadurch landete die Serie mit Ottfried Fischer hier nur auf Platz 50.




Gewohnt stark war dagegen «Deutschland sucht den Superstar» mit knapp fünf Millionen jungen Zuschauern und einem damit verbundenen Marktanteil von 36,4 Prozent. Keine Frage: Der erste Platz war der RTL-Castingshow damit mehr als sicher. 7,01 Millionen Zuschauer bedeuteten insgesamt noch dazu einen sehr starken dritten Platz. Nur Rosamunde Pilcher und die Montags-Ausgabe von «Wer wird Millionär?» waren in der vergangenen Woche erfolgreicher.

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der „Goldenen Kamera“ im ZDF: Die von Thomas Gottschalk präsentierte Preisverleihung landete mit 5,62 Millionen Zuschauern auf dem ersten Platz des Abends – Rang 10 sprang am Ende der Woche heraus. Enttäuschung gab es hingegen bei RTL: Die neue Krimiserie «Post Mortem» musste erneut Zuschauer abgeben und wurde von nur noch 4,34 Millionen Menschen gesehen. Überraschend: «CSI» lief anschließend mit nur 4,00 Millionen Zuschauern so schlecht wie noch nie seit dem Wechsel zu RTL. In der Zielgruppe reichten 2,44 Millionen 14- bis 49-Jährige für 18,4 Prozent Marktanteil, was im Wochenranking „nur“ Platz acht zur Folge hatte.

Dagegen überzeugte Sat.1 mit einer Wiederholung von «Navy CIS» zur selben Zeit immerhin 15,4 Prozent der 14- bis 49-Jährigen. Auch das anfängliche Sorgenkind «Without a Trace» entwickelt sich positiv und brachte es mit 1,47 Millionen jungen Zuschauern diesmal auf immerhin 11,2 Prozent Marktanteil. Mit Rang 39 im Wochenranking dürften die Verantwortlichen zwar noch nicht zufrieden sein, doch der Aufwärtstrend ist klar erkennbar. Das gilt im Übrigen auch für die «Schillerstraße», die inzwischen freitags zu sehen ist: Mit 1,78 Millionen 14- bis 49-jährigen Zuschauern konnte zuletzt ein Marktanteil von 14,9 Prozent in der Zielgruppe gemessen werden. 2,58 Millionen Menschen sahen insgesamt zu und verhalfen der Impro-Comedy zu Platz 70 im Wochenranking.

Freude herrscht auch beim ZDF: Die neue Krimiserie «KDD – Kriminaldauerdienst» überzeugte nicht nur Kritiker, sondern auch Zuschauer. 4,54 Millionen Menschen sahen die 90-minütige Premiere ab 21:15 Uhr – Platz 22 gab es dafür im Wochenvergleich beim Gesamtpublikum. In der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen lag man mit 1,09 Millionen Zuschauern dieser Altersklasse und 9,2 Prozent auf Rang 67.

Der Samstagabend stand schließlich wieder ganz im Zeichen von «Deutschland sucht den Superstar»: Die Castingshow räumte in der Zielgruppe wieder ab und erreichte mit 4,34 Millionen werberelevanten Zuschauern am Ende der Woche den zweiten Platz. Dahinter folgten «Die 10 emotionalsten DSDS-Momente» mit kaum schlechteren 4,12 Millionen Zuschauern zwischen 14 und 49. Sat.1 hatte hingegen Pech mit den eigenen Shows: So wollten jeweils nur etwa 10 Prozent der Werberelevanten «Meister der Comedy» und «Sasha – Die Show» sehen. Mit den Plätzen 53 und 61 wird man nicht zufrieden sein. Insgesamt sahen nur 1,97 und 1,61 Millionen Bundesbürger zu – viel zu wenig für die Ansprüche des Berliner Senders.

Sieger des Sonntags war ProSieben: Die Wiederholung von «James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug» brachte es in der Zielgruppe auf 2,55 Millionen Zuschauer, 17,3 Prozent Marktanteil und Rang 7 im Wochenvergleich. Mit 3,79 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 10,9 Prozent war der Film zugleich die erfolgreichste ProSieben-Sendung beim Gesamtpublikum. Das bedeutete Rang 10. Insgesamt setzte sich am Sonntag Rosamunde Pilcher im ZDF mit 8,04 Millionen Zuschauern durch. Der gleichzeitig laufende ARD-«Polizeiruf 110» erreichte 6,74 Millionen Menschen.

Der Gewinner der Woche
… ist «Mein neues Leben»: Die Auswanderer-Doku legte um insgesamt 32 Ränge zu und kam auf Platz 75. Mit 2,30 Millionen Zuschauern lief es für die kabel eins-Reihe am Donnerstag so gut wie noch nie. Und auch in der Zielgruppe ging es nach oben: Innerhalb einer Woche konnte «Mein neues Leben» etwa 300.000 Zuschauer hinzugewinnen, was im Wochenranking Rang 42 bedeutet.

Der Verlierer der Woche
… ist «Desperate Housewives»: Zwar ist die ProSieben-Serie nicht der größte Verlierer, dafür aber der spektakulärste. Nur noch 1,50 Millionen 14- bis 49-Jährige schalteten in der vergangenen Woche ein, der Marktanteil lag bei schwachen 11,1 Prozent. Dadurch sprang am Ende nur Rang 38 heraus – ein Minus von 15 Plätzen. Insgesamt verlor man innerhalb einer Woche fast 400.000 Zuschauer.

Die Überraschung der Woche
… gelang «Navy CIS» am Donnerstag: Obwohl Sat.1 nur eine Wiederholung der Krimiserie zeigte, erreichte man mehr als 15 Prozent der jungen Zuschauer. Kurios: Die gleichzeitig ausgestrahlte Premiere von «CSI» wollten bei RTL „nur“ 18 Prozent der 14- bis 49-Jährigen sehen.

Die Zahl der Woche
3,8. So hoch – oder besser gesagt niedrig – war der Zielgruppen-Marktanteil von «Verrückt nach Clara». Die ProSieben-Serie erreichte mit nur 0,39 Millionen Werberelevanten einen katastrophalen 156. Platz im Wochenranking – nur zehn Sendungen waren noch schwächer. Insgesamt sprang mit Rang 162 der drittletzte Platz heraus.

Der Stand der Season
In der Zielgruppe liegen die Mittwochs-Ausgaben von «Deutschland sucht den Superstar» weiterhin in Führung: Inzwischen hat die RTL-Castingshow knapp 600.000 Zuschauer Vorsprung vor «Wetten, dass..?». Die Show bleibt aber weiterhin die Nummer eins beim Gesamtpublikum: Mit 12,80 Millionen Zuschauer liegt Gottschalks Sender satte fünf Millionen vor den Montags-Ausgaben von «Wer wird Millionär?» und dem ARD-«Tatort».

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