Der Tod eines Drogenbosses bringt das fragile Machtgefüge in Rio de Janeiro erneut ins Wanken. In der zweiten Staffel von «City of God: The Fight Rages On» kämpfen rivalisierende Gruppen um die Kontrolle über die gleichnamige Favela, während sich Bewohnerinnen und Bewohner gegen Gewalt und politische Einflussnahme zur Wehr setzen. HBO hat den 8. November 2026 als Starttermin für die sechs neuen Episoden bestätigt. In den USA läuft die Serie bei HBO Latino, international ist sie über HBO Max verfügbar.
Noch vor der regulären Veröffentlichung feiert die neue Staffel ihre Weltpremiere beim 28. Rio Film Festival. Am Freitag, 9. Oktober, wird die erste Folge im traditionsreichen Cine Odeon gezeigt. Die Vorführung findet innerhalb der Programmreihe „Première Brasil: Especial Séries Brasileiras“ statt. Neben den Schauspielern werden auch die Regisseure und Produzenten erwartet.
Die HBO-Produktion setzt die Geschichte des 2002 veröffentlichten Films «City of God» fort, der das Leben junger Menschen in den von Gewalt und Drogenhandel geprägten Vierteln Rio de Janeiros schilderte. Die erste Staffel der Serienfortsetzung erschien 2024. Auch die neuen Folgen beschäftigen sich mit den gesellschaftlichen Verhältnissen in der Favela und den Verbindungen zwischen organisierter Kriminalität, Politik und staatlichen Institutionen.
Ausgangspunkt der Handlung ist der Tod des Drogenbosses Curió. Sein Verschwinden hinterlässt ein Machtvakuum, das verschiedene Gruppierungen für sich nutzen wollen. Während die Gewalt eskaliert, versucht die neu gewählte Stadträtin Berenice, gespielt von Roberta Rodrigues, gegen politische Korruption und den wachsenden Einfluss bewaffneter Milizen vorzugehen. Ihre politische Arbeit führt sie unmittelbar in die Auseinandersetzungen um die Zukunft der Nachbarschaft.
Parallel dazu verfolgt die Anwältin Jerusa, dargestellt von Andréia Horta, eigene Ziele. Sie wird von ihrer Vergangenheit eingeholt und will sich an den Verantwortlichen für die Zerstörung ihrer Familie rächen. Einen anderen Weg schlägt Leka ein, die von Luellem de Castro verkörpert wird. Sie setzt auf Kultur, Funkmusik und Tanzveranstaltungen, um den Zusammenhalt der Bevölkerung zu stärken und neue Formen des Widerstands gegen die Gewalt zu ermöglichen.
Für eine besondere Verbindung zum ursprünglichen Kinofilm sorgt die Rückkehr von Matheus Nachtergaele. Der Schauspieler übernimmt erneut die Rolle des Cenoura, die er bereits 2002 gespielt hatte. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis kehrt die Figur in das Viertel zurück, das sie einst verlassen musste. Damit greift die Serie eine Geschichte auf, deren Anfänge mehr als zwei Jahrzehnte zurückliegen.
Auch zahlreiche weitere Darsteller der ersten Staffel sind wieder dabei. Dazu gehören Alexandre Rodrigues, Sabrina Rosa, Kiko Marques, Dhonata Augusto, Victor Andrade, Carol Dall Farra, Rafael Lozano, Shirley Cruz und Otavio Linhares. Neu zum Ensemble stoßen unter anderem Demétrio Nascimento, Aretha Sadick, Jurema da Matta, Emilly Amaral, Jefferson Brasil und Luiz Bertazzo. Gedreht wurde die zweite Staffel in Rio de Janeiro und São Paulo.
Hinter der Produktion steht erneut O2 Filmes. Regie führt Aly Muritiba, während Andrea Barata Ribeiro und Fernando Meirelles als Produzenten verantwortlich zeichnen. Meirelles war bereits einer der Regisseure des ursprünglichen Kinofilms. Die Drehbucharbeit wird von Maíra Oliveira und Paulo Lins geleitet, der auch die literarische Vorlage zu «City of God» verfasste. Weitere Regiearbeiten übernehmen Bruno Costa und Thatiane Almeida. Die zweite Staffel soll die gesellschaftspolitische Perspektive der Serie vertiefen und zeigen, wie eng der Kampf um die Kontrolle eines Stadtviertels mit Fragen nach Gerechtigkeit, politischer Verantwortung und kultureller Identität verbunden ist.







Houdini kehrt aus dem Reich der Toten zurück

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