Sie bewegten sich in den wohlhabendsten Kreisen von Miami und New York, machten Karriere im Geschäft mit Luxusimmobilien und pflegten das Image erfolgreicher Partygänger. Doch hinter der öffentlichen Fassade der Alexander-Brüder verbarg sich eine Geschichte schwerer sexueller Gewalt. Der amerikanische Streamingdienst Peacock widmet dem Fall nun die dreiteilige Dokumentation «The Wolves of Real Estate: The Alexander Brothers», die am Sonntag, 25. Oktober 2026, vollständig veröffentlicht wird.
Im Mittelpunkt stehen drei Brüder, die sich in der Welt der Luxusimmobilien und privaten Sicherheitsdienstleistungen einen Namen gemacht hatten. Ihr gesellschaftlicher Aufstieg verschaffte ihnen Zugang zu exklusiven Veranstaltungen und einflussreichen Kreisen. Die Dokumentation zeichnet nach, wie sie sich dieses Umfeld erschlossen und über Jahre hinweg ein öffentliches Image aufrechterhielten, das in deutlichem Gegensatz zu den später bekannt gewordenen Vorwürfen stand.
Nach Angaben von Peacock wurden die drei Brüder inzwischen im Zusammenhang mit ihren Taten gegen Frauen verurteilt. Über einen Zeitraum von mehr als einem Jahrzehnt sollen sie Frauen gezielt ausgenutzt haben. Zu den erhobenen Vorwürfen gehörten unter anderem das mutmaßliche Betäuben und Vergewaltigen von Frauen. Erst als zahlreiche Betroffene ihre Erfahrungen öffentlich machten, entwickelte sich daraus ein umfangreiches Strafverfahren, das zu einem der aufsehenerregendsten Prozesse wegen sexueller Ausbeutung und Menschenhandels der vergangenen Jahre in den USA wurde.
Die dreiteilige Produktion will dabei nicht nur die strafrechtliche Aufarbeitung nachzeichnen, sondern auch untersuchen, wie die Brüder über einen so langen Zeitraum weitgehend unbehelligt agieren konnten. Welche Rolle spielten ihr gesellschaftlicher Status, ihr beruflicher Erfolg und die Netzwerke, in denen sie sich bewegten? Und weshalb dauerte es so lange, bis die Aussagen zahlreicher Frauen zu umfassenden Ermittlungen führten?
Dafür blickt «The Wolves of Real Estate» auch auf die Kindheit und Jugend der Brüder sowie auf die Geschichte ihrer Familie zurück. Bislang unveröffentlichtes Filmmaterial und exklusive Interviews sollen neue Einblicke in ihr privates Umfeld ermöglichen. Die Dokumentation verbindet diese persönlichen Hintergründe mit der Entwicklung des Strafverfahrens und den Berichten der betroffenen Frauen.
Als journalistische Grundlage dient der Artikel „Everyone Knew About the A-Team“, den Bridget Read und James D. Walsh für das „New York Magazine“ verfassten. Bereits der Titel verweist auf eine zentrale Frage des Falls: Wie viel war im Umfeld der Brüder über ihr Verhalten bekannt, und weshalb wurden mögliche Warnsignale nicht früher ernst genommen? Die Dokumentation greift diese Perspektive auf und untersucht die Mechanismen, durch die gesellschaftlicher Einfluss und berufliches Ansehen mutmaßliche Täter schützen können.
Regie führt Emma Schwartz. Produziert wurde die Reihe von Maxine Productions, einem Unternehmen von Sony Pictures Television, gemeinsam mit Vox Media Studios und Secret Menu. Zu den ausführenden Produzenten gehören Mary Robertson, Emma Schwartz, Dana J. Olkkonen, Scoop Wasserstein, Charlize Theron, Dawn Olmstead, Beth Kono, AJ Dix und Matt Maher.







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