Primetime-Check

Montag, 27. November 2006

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Den Primetime-Check am Montag gewinnt in der Regel Günther Jauch mit seiner RTL-Quizshow. Da diese allerdings pausierte, weil RTL den zweiten Teil des «Hades Faktors» zeigte, ging der erste Platz an das ZDF. «Tod einer Freundin» wurde von – Achtung, Schnapszahl – 5,55 Millionen Bundesbürgern gesehen. Der Marktanteil lag bei 16,7 Prozent. Nur in der Zielgruppe – wie soll es anders sein – lief es für das ZDF nicht gut. Mit nur knapp zehn Prozent kam der Film hier nur auf die siebte Position.

In der Zielgruppe gewann die Sendung, die insgesamt zweite wurde. Gary Sinise bewegte mit «CSI: New York» 3,94 Millionen Menschen zum Einschalten. Der Marktanteil lag bei tollen 11,8 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen waren ganze 2,45 Millionen Menschen (18,1 % Marktanteil) dabei.

Ohnehin war der gestrige Montag einer der erfolgreichsten überhaupt. Denn bei den Werberelevanten sicherte sich VOX die ersten drei Plätze der Zielgruppe für sich ganz alleine. Auf Position zwei landete «Criminal Intent», welches fast alle Zuschauer des Lead-Ins übernahm. 3,63 Millionen Zuschauer blieben auch nach 21.10 Uhr bei VOX. Mit 11,3 Prozent, bzw. 16,9 Prozent Marktanteil kann man wirklich äußerst zufrieden sein. Auch die US-Serie «Crossing Jordan», die VOX montags um 22.05 Uhr zeigt, lief gut wie immer. Am gestrigen Montag schaffte es das Format sogar auf Platz sechs bei allen – und eben auf den dritten Rang in der Zielgruppe. 3,19 Millionen Menschen sahen zu, was einem Marktanteil von 12,9 Prozent entspricht. Bei den 14- bis 49-Jährigen konnte die Zwei-Millionen-Zuschauer-Marke gehalten werden – 2,1 Millionen waren schließlich dabei. Diese Zahl zauberte dem kleinen Kölner Sender einen traumhaften Marktanteil von 19,2 Prozent.

Gestört wurde die VOX-Dominanz bei allen Zuschauern nur durch das «heute-journal», welches mit 3,7 Millionen Zuschauern auf Platz drei landete und dem Format «Der Fahnder», der knapp 3,4 Millionen Menschen ab drei Jahren zum Einschalten bewegte.

Sucht man nach dem bestplatzierten Privatsender, der nicht VOX heißt, muss man in der Tabelle schon ein wenig weiter Richtung Mittelfeld gehen, ehe man auf drei großgeschriebene Buchstaben trifft: RTL. «Der Hades Faktor» wurde am gestrigen Montag von 2,95 Millionen Menschen gesehen – neun Prozent Marktanteil sind zu wenig für RTL. Bei den 14- bis 49-Jährigen interessierten sich 14 Prozent für den Thriller, Platz fünf. Das Schlimmste – aus Sicht von RTL – kommt aber noch: Sogar die Wiederholung des Films «Notting Hill», hatte in der Zielgruppe mehr Zuschauer. Mit 1,93 Millionen Menschen waren 0,03 Millionen Zuschauer mehr bei Sat.1 als bei RTL. Wegen der längeren Laufzeit des Sat.1-Films lag der Film des Berliner Senders sogar bei tollen 15,4 Prozent.

Eigentlich könnte man ja meinen, dass ProSieben davon profitiert, wenn RTL schwächelt. Mit seinen Mystery-Serien am Montag kann der Sender derzeit aber nur wenig bewegen. Warum auch immer, «Invasion» kommt beim Publikum nicht wirklich an. 1,28 Millionen Zuschauer sahen eine neue Folge – bei allen erreichte man damit nur 3,9 Prozent Marktanteil. Auch in der Zielgruppe blieben die Werte einstellig – und das sehr deutlich. Genau sieben Prozent erreichte der Sender, der im Monatsschnitt im November auf rund 13 Prozent kommen wird. Dass das zu wenig ist, versteht sich von selbst.

Unter dem schwachen Lead-In leidet auch «Lost», welches in der Zielgruppe nur auf Platz acht kam. 1,62 Millionen Bundesbürger sahen insgesamt zu – der erzielte Marktanteil von 5,2 Prozent ist zwar auch zu wenig, aber zumindest sieht es dort nicht ganz so übel aus. Und in der Zielgruppe erreichte wenigstens weit mehr als eine Million Zuschauer (was «Invasion» nicht schaffte). 1,27 Millionen Menschen ergaben eine Quote von 9,7 Prozent. Den ganzen Abend über schaffte es im Übrigen keine Sendung von ProSieben mehr auf über zehn Prozent Marktanteil zu kommen…

Das erfolgreichste Programm der kleinen Sender hieß am Montag «Die Kochprofis» und lief bei RTL II. 7,2 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe dürfte den Sender freuen – auch das nachfolgende Programm «Suche Familie!» lief mit 6,5 Prozent recht ordentlich. Das erfolgreichste kabel-eins Format hieß «Darf man das» und kam bei allen Zuschauern auf Position 19 und in der Zielgruppe auf den 15. Rang. 1,08 Bundesbürger sahen zu – bei den 14- bis 49-Jährigen freut sich der Sender wohl über 5,6 Prozent Marktanteil. In der Zielgruppe am wenigsten beliebt war im Übrigen – wie so oft am Montag – die ARD-Talkshow «Beckmann». Mit rund 300.000 Zuschauern (4,7 %), die zwischen 14 und 49 Jahren alt waren, befindet sich der Talker auf dem allerletzten Platz.

Die Tagesmarktanteile:
Bei allen Zuschauern waren am Montagabend vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender beliebt. Das ZDF war das meistgesehene Programm (13,8 %) vor der ARD mit 12,9 Prozent. Dritter wurde RTL mit 12,1 Prozent. Gut lief es für Sat.1 am Montag, die Berliner holten zweistellige Werte (10,1 %). VOX überholte ProSieben bei allen Zuschauern erneut und freut sich über 6,9 Prozent - ProSieben kam auf 5,6 Prozent. Dahinter: RTL II (3,4 %) und kabel eins (3,2 %).

In der Zielgruppe ging der Tagessieg an RTL: Mit 14,5 Prozent ist man in Köln aber wohl dennoch nicht zufrieden, 15+ muss hier das Ziel sein. Zweiter wurde Sat.1, die mit 12,4 Prozent ein sehr gutes Ergebnis einfuhren. Ein spannendes Duell gab es um Position drei: Letztlich gewann – Überraschung – VOX (10,5 %) und verwies ProSieben auf die Plätze. Der Münchner Sender kam auf 10,3 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Das ZDF kam auf 7,6 Prozent, die ARD auf 6,7 Prozent. RTL II wurde Vorletzter mit 5,9 Prozent, kabel eins liegt ganz hinten (5,5 %).

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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