Ein letztes Mal öffnet sich momentan im Ersten die Welt von «Babylon Berlin»: Gestern am 19. September um 20.15 Uhr startete die fünfte und zugleich finale Staffel der aufwändig produzierten Serie, die über Jahre hinweg die Weimarer Republik auf den Bildschirm gebracht hat. Gleich vier neue Folgen zeigte das Erste an diesem Samstagabend bis 23.15 Uhr. Nachdem die Serie bei ihrer vierten Staffel 2023 mit 3,78 Millionen Zuschauern und 15,1 Prozent Marktanteil startete, die Reichweite im weiteren Verlauf aber zunehmend zurückging, stellt sich nun zum Abschied die Frage: Wie groß ist das Interesse am letzten Kapitel von Gereon Rath und Charlotte Ritter?Zum Auftakt der finalen Staffel schalteten ab 20.15 Uhr insgesamt 2,48 Millionen Zuschauer ein. Der Marktanteil lag bei noch passablen, aber sicher nicht euphorischen 12,9 Prozent - von der früher locker erreichten Drei-Millionen-Marke war man damit weit entfernt. Es reichte aber zum geteilten Primetime-Sieg mit dem ebenfalls gedrosselten ZDF. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,20 Millionen beziehungsweise mäßige 7,2 Prozent Marktanteil gemessen - mit der Führung in diesem Segment hatte man nichts zu tun. Die zweite Folge, die direkt danach zu sehen war, kam auf leicht gesunkene 2,26 Millionen Zuschauer und 11,7 Prozent beim Gesamtpublikum sowie reduzierte 0,15 Millionen und jetzt schlechte 4,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Auch die weiteren zwei Episoden des Abends setzten den sukzessiven Abwärtsdrall peu à peu fort, bis man nach 22.00 Uhr bei nur noch 1,89 Millionen angekommen war. Bei den Jüngeren standen am Ende sogar lediglich 0,09 Millionen und üble 3,7 Prozent auf der Uhr. Ablesen lässt sich damit definitiv, dass es die Geschichten nicht schafften, die Interessierten vollumfänglich bei der Stange zu halten.
Zu erwähnen bleibt in diesem Kontext ein potenzieller Streaming-Shift, der ja vor allem bei dicht erzählten horizontalen Serien nicht verwundern würde. Die ARD-Verantwortlichen verweisen in diesem Zusammenhang jedenfalls auf bisher vitale Abrufzahlen der letzten Babylon-Runde in der Mediathek: Seit dem Start der fünften Staffel am 10. September hätten die neuen Folgen (davon 4 frei verfügbar, Folge 5-8 nur nach Login) bereits knapp 5 Millionen Abrufe erzielt – inklusive der begleitenden Doku. Wie sich die Werte bei den Programm-Marken sowie vor allem im Census+-Ranking mit einzelnen Folgen darstellen werden, bleibt zu beobachten.
Aber nochmal zurück zum linearen Programmablauf des Abends: Nach den vier Folgen übernahm ab 23.15 Uhr zunächst das Nachrichtenjournal «Tagesthemen» den Sendeplatz. Dies vor 1,21 Millionen und durchwachsenen 10,3 Prozent. Ab 23.40 Uhr ging es musikalisch weiter: Das Erste zeigte «Last Night of the Proms 2026» aus der Royal Albert Hall in London. Das Konzert erreichte aber lediglich 0,38 Millionen Zuschauer und 5,4 Prozent beim Gesamtpublikum. Von den 14- bis 49-Jährigen wurden ganz mickrige 0,01 Millionen sowie 0,08 Prozent gemessen.







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