Primetime-Check

Samstag, 19. September 2026

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Wieder zeichneten sich unübersehbare Durchhänger in den linearen Reichweiten ab. Ein NDR-Quiz lag im dritten Programm insgesamt vor allen Privaten, was deren aktuelle Limitierung aufzeigt.

Beobachten ließ sich genau jenes Phänomen schon im Ersten: Zwar war dort noch gerade so die geteilte Führung mit dem ZDF möglich, wirklich berauschende Zuschauerzahlen gelangen mit neuem Serienstoff allerdings nicht: «Babylon Berlin» generierte mäßig passable 2,48 Millionen Zuschauer mit Folge eins der finalen fünften Staffel, was dem Sender einen akzeptablen, aber nicht euphorischen Marktanteil von 12,9 Prozent bescherte. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,20 Millionen beziehungsweise mäßige 7,2 Prozent Marktanteil gemessen - mit der Führung in diesem Segment hatte man nichts zu tun. Die weiteren drei Episoden setzten den sukzessiven Abwärtsdrall peu à peu fort, bis man nach 22.00 Uhr bei nur noch 1,89 Millionen angekommen war. Bei den Jüngeren standen am Ende sogar lediglich 0,09 Millionen und üble 3,7 Prozent auf der Uhr.

Musik-Programm lieferte gestern das Zweite mit «Die Giovanni Zarrella Show - Kleine Stars ganz groß»: Die Ausgabe erreichte ab 20.15 Uhr insgesamt bloß noch 2,37 Millionen Zuschauer und damit einen Marktanteil von höchstens gerade noch so passablen 13,2 Prozent. Man lag damit durchschnittlich über den gesamten Abend zwar auf vergleichbarer Flughöhe wie das Erste, dennoch war es neuer Negativrekord. Bei den 14- bis 49-Jährigen schalteten bloß dezimierte 0,14 Millionen ein, was ungewohnt mangelhaften 4,7 Prozent entsprach.

RTL, wo «2. Bundesliga live» zwischen Dresden und Hertha ausgetragen wurde, stand vor allem bei den Jüngeren solide optimiert da für seine Verhältnisse. Mitfiebern wollten ab 20.30 Uhr in der ersten Halbzeit 0,35 Millionen 14- bis 49-Jährige, die damit einen Marktanteil von soliden 12,0 erreichten - Augenhöhe und geteilte Führung mit ProSieben. Beim Gesamtpublikum wurden zunächst 1,03 Millionen und mittelprächtige 5,4 Prozent gemessen. In Hälfte zwei verfolgten den letztlichen Berlin-Sieg im Schnitt ziemlich konstante 0,38 Millionen Jüngere, was einem Marktanteil von exakt gleichbleibenden 12,0 Prozent entsprach. Die Gesamtzuschauerschaft belief sich nun auf etwas erhöhte 1,25 Millionen und 6,7 Prozent.

Ähnliche Verbesserungen ließen sich wie gesagt ProSieben mit «The Voice of Germany» erkennen: Die dieswöchige Ausgabe am Samstagabend verfolgten insgesamt ziemlich beständige 1,27 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil lag bei vernünftigen 6,9 Prozent. Der eigentliche Satz nach oben ließ sich aber bei den 14- bis 49-Jährigen beobachten: Bei ihnen kam das Casting auf merklich optimierte 0,35 Millionen, was einem Marktanteil von plötzlich zweistelligen 11,9 Prozent entsprach. Schwester Sat.1 zeigte die Filmwiederholung «Jurassic World: Das gefallene Königreich»: Noch als ok geltende 7,7 Prozent (0,23 Millionen Jüngere) kamen immerhin zusammen. Insgesamt ließen 0,85 Millionen zu 4,6 Prozent ein zumindest annehmbares Ergebnis erkennen.

Zumindest abnickbar für eigene Relationen RTLZWEI: «Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?» besorgte vertretbare 4,1 Prozent, für die bereits 0,12 Millionen Millionen Jüngere langten. 1,7 Prozent bei 0,33 Millionen ließen am Gesamtmarkt bloß ein verkorkstes Resultat zu. Die rote Kugel zeigte die 2014er Science-Fiction «Godzilla» und war damit tatsächlich schlechter unterwegs. Der Film brachte nämlich bloß desolate 2,8 Prozent in der Zielgruppe auf, wofür 0,08 Millionen sorgten. Insgesamt kam man auf arg beschränkte 2,1 Prozent durch 0,39 Millionen. Zunächst auch massiv lädiert Kabel Eins: Die erste Episode «9-1-1 Notruf L.A.» kam nur auf wahrlich limitierte 2,4 Prozent anhand 0,07 Millionen Jüngere. Die zweite Folge steigerte sich dann aber spürbar auf in Ordnung gehende 4,6 Prozent durch wenigstens 0,15 Millionen. Insgesamt zeigte der Tacho erst 0,32, dann 0,42 Millionen zu 1,7 und 2,2 Prozent.

Am Ende bleibt zu erwähnen, dass das NDR-Erfolgsquiz «Kaum zu glauben! XXL» im dritten Programm von der Gesamtreichweite vor sämtlichen Privatsendern lag: Richtig gute 7,6 Prozent anhand 1,45 Millionen Verfolger kamen dort auf. Immerhin passable 4,4 Prozent wegen 0,13 Millionen waren es bei den Jüngeren.

© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/175731
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