Vermischtes

Deutscher Fernsehpreis 2026: Die Nominierungen

von

Die Jury mit dem neuen Vorsitzenden Stephan Lamby hat also ihre Vor-Auswahl getroffen.

Die Nominierten für den «Deutschen Fernsehpreis 2026» stehen fest: Klassische TV-Sender und Streamer stehen mit ihren Produktionen im Wettbewerb. Die Jury mit dem neuen Vorsitzenden Stephan Lamby hat also ihre Vor-Auswahl getroffen - Lamby trat die Nachfolge von Wolf Bauer an. Dabei berücksichtigte das Gremium wie üblich Programme aus den Bereichen Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport, die im Zeitraum vom 1. Juli 2025 bis 30. Juni 2026 zu sehen waren.

Neu in der Jury sind übrigens: Maria Gresz, Natalie Müller-Elmau, Ulrike Leibfried, Isabel Schayani und Meikel Giersemehl. Die Federführung liegt in diesem Jahr bei RTL, die Produktion bei Riverside Entertainment. Bis die Trophäen vergeben werden, dauert es aber noch einige Zeit: «Der Deutsche Fernsehpreis» wird am 8. und 9. September in Köln überreicht.

Der Juryvorsitzende Stephan Lamby: „Der Blick auf die Programme des Jahrgangs 2025/26 macht deutlich, dass wir als Gesellschaft gerade in eine andere Phase eintreten. Viele Produktionen beschäftigen sich mit Meinungsfreiheit und Toleranz, mit sozialen Medien, mit Rechtsextremismus, Terrorismus und Kriegen. Es geht um Trump und Putin, aber auch um die kleinen Auseinandersetzungen vor der eigenen Haustür. Die konfliktreichen Themen finden in fast allen Genres statt.“

„In der Fiktion fielen uns vor allem Produktionen auf, in die viel investiert wurde – nicht nur Budget, sondern auch Leidenschaft, Liebe zum Handwerk und zur Teamarbeit“, so Stephan Lamby. „Da ist auf sehr hohem Niveau und teilweise auch sehr mutig produziert worden. Das gilt mit Blick auf die darstellerischen Leistungen, aber auch für die Bücher, für Regie, Kameraarbeit und Montage. Vor allem die inhaltliche Durchdringung mancher Stoffe und die Bereitschaft, Geschichten tief auszuloten, hat uns beeindruckt.“

„In schweren Zeiten dem Publikum etwas Leichtes zu bieten, gehört ebenfalls zu den Qualitäten des Fernsehens“, stellt Stephan Lamby mit Blick auf die Unterhaltung fest. „Doch auch hier stellen sich einige Formate gesellschaftlich relevanten Themen. Mitunter erfahren die Zuschauerinnen und Zuschauer auch in einer Show Wichtiges über politische Krisen, deren Hintergründe und Bedeutung. Beeindruckend war zudem die Vielschichtigkeit in diesem Bereich. Das reicht von Musik und Comedy, bis hin zu langlaufenden Shows und deren ständiger Weiterentwicklung.“

Den Kreis der Stifter des «Deutschen Fernsehpreises» bilden die Intendanten bzw. Geschäftsführer der beteiligten Programmanbieter: Inga Leschek, Chief Content Officer RTL Deutschland und diesjährige Vorsitzende, Dr. Nobert Himmler, Intendant des ZDF, Henrik Pabst, Chief Content Officer der ProSiebenSat.1 Gruppe und Geschäftsführer der Seven.One Entertainment Group, Dr. Katrin Vernau, Intendantin des WDR für die ARD, und Arnim Butzen, Senior Vice President TV & Entertainment der Telekom Deutschland. Partner des Deutschen Fernsehpreises sind die Streaming-Anbieter Disney+, Netflix und Prime Video.


Die Nominierungen im Detail:

FIKTION


Bester Fernsehfilm/Mehrteiler
- «Die Nichte des Polizisten» (ARD/SWR/NDR/W&B Television/EPO-Film)
- «Olivia» (ZDF/Florida Film)
- «Tatort: Dunkelheit» (ARD/Degeto/hr/Sommerhaus Filmproduktion)

Beste Drama-Serie
- «Hundertdreizehn» (ARD/Degeto/ORF/WDR/Windlight Pictures/Satel Film)
- «Maxton Hall – Die Welt zwischen uns» (Prime Video/UFA Fiction)
- «Die Nibelungen – Kampf der Königreiche» (RTL+/Constantin Film/Wilma Film)
- «Schattenseite» (ARD/Degeto/hr/funk/Dreamtool Entertainment)
- «Unfamiliar» (Netflix/Gaumont)

Beste Comedy-Serie
- «Achtsam Morden» (Netflix/Constantin Film)
- «Chabos» (ZDFneo/BBC Studios)
- «Frier und Fünfzig – Am Ende meiner Tage» (SAT.1/Brainpool TV/Good Humor)

Beste Schauspielerin
- Derya Akyol für «Euphorie» (RTL+/Zeitsprung Pictures)
- Samirah Breuer für «Schattenseite» (ARD/Degeto/hr/funk/Dreamtool Entertainment)
- Annette Frier für «Frier und Fünfzig – Am Ende meiner Tage» (SAT.1/Brainpool TV/Good Humor)
- Karin Hanczewski für «Call My Agent Berlin» (Disney+/Friday Film/Wild Brunch Germany)
- Magdalena Laubisch für «Die Nichte des Polizisten» (ARD/SWR/NDR/W&B Television/EPO-Film)

Bester Schauspieler
- Josef Hader für «Sturm kommt auf» (ZDF/ORF/Claussen+Putz Filmproduktion/Film AG)
- Edin Hasanović für «Tatort: Dunkelheit» (ARD/hr/Sommerhaus Filmproduktion)
- Johannes Hegemann für «Olivia» (ZDF/Florida Film)
- Johannes Kienast für «Chabos» (ZDFneo/BBC Studios)
- Tom Schilling für «Achtsam Morden» (Netflix/Constantin Film)

Beste Regie Fiktion
- Arkadij Khaet, Mickey Paatzsch für «Chabos» (ZDFneo/BBC Studios)
- Bettina Oberli für «naked» (ARD/WDR/Fandango Film TV)
- Rick Ostermann für «Hundertdreizehn» (ARD/Degeto/ORF/WDR/Windlight Pictures/Satel Film)

Bestes Buch Fiktion
- Andreas Altenburg für «Prange – Man ist ja Nachbar» (ARD/NDR/Florida Film)
- Rolf Basedow, Nicole Armbruster für «Die Nichte des Polizisten» (ARD/SWR/NDR/W&B Television/EPO-Film)
- Arndt Stüwe für «Hundertdreizehn» (ARD/Degeto/ORF/WDR/Windlight Pictures/Satel Film)

Beste Kamera Fiktion
- Theo Bierkens für «Sturm kommt auf» (ZDF/ORF/Claussen+Putz Filmproduktion/Film AG)
- Christian Huck für «Oderbruch» (ARD/Degeto/SWR/Syrreal Entertainment)
- Philip Peschlow für «Die Nibelungen – Kampf der Königreiche» (RTL+/Constantin Film/Wilma Film)

Beste Montage Fiktion
- Christoph Cepok, Benjamin Kaubisch für «Hundertdreizehn» (ARD/Degeto/ORF/WDR/ Windlight Pictures/Satel Film)
- Anna Nekarda für Die Nichte des «Polizisten» (ARD/SWR/NDR/W&B Television/EPO-Film)
- David Wieching, Tobias Wieduwilt für «Chabos» (ZDFneo/BBC Studios)

Beste Musik Fiktion
- Jessica de Rooij für «Mozart/Mozart» (ARD/Degeto/ORF/WDR/SWR/Story House Pictures/Bavaria Media/The Dreaming Sheep Company)
- Victoria Hillestad, Julian Erhardt für «Maxton Hall – Die Welt zwischen uns» (Prime Video/UFA Fiction)
- Stefan Will, Robert Henke für «Crooks» (Netflix/Wiedemann & Berg Film) und «Banksters» (HBO Max/W&B Television)

Beste Ausstattung Fiktion
- Christoph Kanter (Szenenbild), Brigitta Fink (Kostümbild) für «Sturm kommt auf» (ZDF/ORF/Claussen+Putz Filmproduktion/Film AG)
- Matthias Müsse (Szenenbild), Pierre-Yves Gayraud (Kostümbild) für «Die Nibelungen – Kampf der Königreiche» (RTL+/Constantin Film/Wilma Film)
- Francis „Kiko“ Soeder (Szenenbild), Ramona Klinikowski (Kostümbild) für «Kacken an der Havel» (Netflix/Warner Bros. International Television)

Unterhaltung


Beste Unterhaltung Show
- «Sing meinen Song – Das Tauschkonzert» (VOX/ITV Studios Germany)
- «Wer weiß denn sowas?» (ARD/NDR/ORF/UFA Show & Factual)
- «Wer weiß wie wann was war?» (RTL/Raab Entertainment)

Beste Comedy/Late Night
- «Die Anstalt – Die IRANstalt 2» (ZDF/Content Laden)
- «heute-show extra: Next Stop Köster» (ZDF/Prime Productions)
- «TV total» (ProSieben/Brainpool Entertainment)

Bestes Factual Entertainment
- «The Race» (Joyn/studio flitz)
- «Roadtrip Australien – Drei Spitzenköche auf vier Rädern» (Kabel Eins/south&browse)
- «Song Trip» (ZDF/Content Laden)

Beste Unterhaltung Reality
- «Princess Charming» (RTL+/Seapoint Productions)
- «Villa der Versuchung» (SAT.1/Banijay Productions Germany)
- «Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung» (ARD/BR/SWR/WDR/ITV Studios Germany)

Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung
- Evgeny Vinokurov, Marta Arndt, Malika Dzumaev stv. für das Ensemble der Tänzer:innen für «Let‘s Dance» (RTL/Seapoint Productions)
- Pierre M. Krause für «Kurzstrecke mit Pierre M. Krause» (ARD/SWR/dibido.tv)
- Laura Wontorra für «Deutschland sucht den Superstar» (RTL/UFA Show & Factual)

Beste Regie Unterhaltung
- Knut Fleischmann für «Ninja Warrior Germany» (RTL/RTL Studios)
- Carsten Seibt für «Silvester-Schlagerbooom 2026 live – Die Wunderlichtershow» (ARD/Kimmig Entertainment/Jürgens TV)
- Johannes Spiecker für «Wer stiehlt mir die Show? und «Joko und Klaas gegen ProSieben» (ProSieben/Florida Entertainment)

Bestes Buch Unterhaltung
- Dietmar Jacobs, Christian Ehring für «extra 3 vom 23.10.2025 – Streit ums Stadtbild: Merz poltert» (ARD/NDR)
- Christof Mannschreck, Nicole Simmen für «Eurovision Song Contest – Das deutsche Finale 2026» (ARD/SWR/BR/hr/Kimmig Entertainment/Lodge of Levity)
- Martin Waldmann für «heute-show extra: Die unglaubliche Geschichte von Elon Musk» (ZDF/Prime Productions)

Beste Ausstattung Unterhaltung
- Katia Convents (Kostüm), Paola von Griesheim (Requisite) für «Let‘s Dance» (RTL/Seapoint Productions)
- Jonas König (Set- und Licht-Design) für «Ein sehr gutes Quiz (mit hoher Gewinnsumme)» – "Folge: So geht Trash-TV: „Ein sehr gutes Quiz“ auf dem Wertstoffhof" (ProSieben/Florida Entertainment)
- Florian Wieder (Inszenierung Vorentscheid) für «Eurovision Song Contest – Das deutsche Finale 2026» (ARD/SWR/BR/hr/Kimmig Entertainment/Lodge of Levity)

Information


Beste Information
- «Markus Lanz» (ZDF/Mhoch2/Fernsehmacher)
- «ntv live zum Tag des USA-Iran-Kriegs mit Raschel Blufarb» (ntv)
- «Was Deutschland verbindet» (ARD/hr/MDR)

Bestes Infotainment
- «Hirschhausen und die Deepfake-Mafia» (ARD/WDR/BR/hr/MDR/NDR/RB/rbb/SR/SWR/Bilderfest)
- «LINDA ZERVAKIS. Dumm, Dümmer, Deutschland? Raus aus der Bildungskrise!» (ProSieben/ Nordend Film)
- «Terra Xplore mit Dr. Leon Windscheid» (ZDF/Doclights)

Beste Dokumentation/Reportage
- «Die gefährlichsten Firmen der Welt – Big Tech» (ZDFinfo/Nordend Film)
- «Joko & Klaas LIVE – #dontlookaway» (ProSieben/Florida Entertainment)
- «Naziland – Deutschlands dunkelste Seite» (RTL/Spiegel TV)
- «Terra X History: Ein Tag im Juli – Ahrtalflut 2021» (ZDF/Loopfilm)
- «THILO MISCHKE. Dikta-Tour – das Comeback der Autokraten» (ProSieben/pqpp2)

Beste Doku-Serie
- «Der Anschlag» (3sat/ZDF/eikon)
- «Countdown zur Diktatur» (ZDFinfo/Spiegel TV)
- «Die Diplomaten – Inside Auswärtiges Amt» (ZDF/KR.FILM)
- «Mesut Özil – Zu Gast bei Freunden» (ZDF/Flare Film/Undone)
- «WM 1994 – Elf Helden, ein Albtraum» (ARD/NDR/BR/WDR/Broadview TV)

Beste Moderation/Einzelleistung Information
- Louis Klamroth für «Hart aber fair: Notfall Pflege – Wer sorgt für ein Altern in Würde?» (ARD/WDR/hr/Florida Factual)
- Ibrahim Naber für Ukraine-Berichterstattung (WELT)
- Sarah Tacke als Rechtsexpertin des ZDF (ZDF)

Beste Kamera Information/Dokumentation
- Eike Köhler, Kim Kristin Mauch, Björn Kurtenbach für «Minentaucher – Der harte Weg in die Elite der Bundeswehr» (ARD/NDR)
- Jürgen Rehberg für «Holt – Der Windkraft-Schwindler» (ARD/SWR/HR/NDR/Frisbeefilms)
- Wesley William Salamone für «Babo – Die Haftbefehl Story» (Netflix/27KM‘B Pictures)

Beste Montage Information/Dokumentation
- Xenja Kupin für «Rise & Fall of 1860 München» (ARD/BR)
- Philipp Schnabel, Marco Rottig, David Gesslbauer für «Babo – Die Haftbefehl Story» (Netflix/27KM‘B Pictures)
- Andrea Schumacher für «Die Nacht von Paris – Terror am Stade de France» (Sky/Leonine Documentaries)

Beste Sportsendung
- «Finale der FIBA EuroBasket 2025» (RTL/RTL News)
- «Handball-EM 2026» (ARD/ZDF)
- «Roland-Garros Finale der Herren 2026» (Eurosport)
- «Tour de France 2025» (ARD)
- «WM-Berichterstattung 2026» (MagentaTV/ThinXpool)

Kurz-URL: qmde.de/174904
Finde ich...
super
schade
Teile ich auf...
Kontakt
vorheriger ArtikelZDF erinnert mit «Die Geiseln des Terrors» an 25 Jahre 9/11nächster Artikel«Selling Sex»: eine (zu?) reflektierte Serie
Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel
Weitere Neuigkeiten

Letzte Meldungen


Mehr aus diesem Ressort


Jobs » Vollzeit, Teilzeit, Praktika


Surftipp


Surftipps


Werbung