Nach dem Comedy-Wochenende setzt 3sat das 3satFestival 2026 am Montag, 21. September, mit einer besonderen Ausgabe fort. Schließlich blickt das Festival inzwischen auf eine 40-jährige Geschichte zurück. Aus diesem Anlass zeigt der Sender um 20.15 Uhr die Erstausstrahlung «40 Jahre 3satFestival – Die Jubiläumssendung». Durch den einstündigen Rückblick führen Tobias Mann und Christoph Sieber.Für die Sendung wurde das umfangreiche Archiv geöffnet. Zu sehen sind legendäre Auftritte ebenso wie frühe Bühnenmomente von Künstlerinnen und Künstlern, die später große Karrieren machten. Dabei soll nicht nur die Entwicklung des Festivals nachgezeichnet werden. Die ausgewählten Ausschnitte dokumentieren zugleich, wie sich Humor, gesellschaftliche Debatten und politische Themen innerhalb von vier Jahrzehnten verändert haben. Mann und Sieber verbinden das Archivmaterial mit persönlichen Erinnerungen und Kommentaren und überprüfen dabei auch, welche Pointen schlecht gealtert sind und welche Themen überraschend aktuell geblieben sind.
Um 21.15 Uhr folgt mit «Rainald Grebe: Ich erinnere mich – glaube ich» eine weitere Erstausstrahlung vom Mainzer Lerchenberg. Für Grebe ist das Programm mit einer sehr persönlichen Geschichte verbunden. Nach Schlaganfällen, Krankenhausaufenthalten und Reha kehrt der Kabarettist und Musiker auf die 3sat-Bühne zurück und beschäftigt sich mit seinem eigenen Lebensweg und seinen Erinnerungen. Unterstützt wird Grebe von Gitarrist Marcus Baumgart. Gemeinsam präsentieren sie unter anderem Lieder, die zuvor lediglich Grebes Logopädin gehört hatte. Erinnerungslücken und die gesundheitlichen Einschnitte werden dabei ebenso Teil des Programms wie Musik, Selbstironie und Melancholie. 3sat zeigt den Auftritt bis 21.45 Uhr.
Danach bleibt der Sender der deutschen Kabarettgeschichte treu, wechselt allerdings vom Bühnenprogramm zum Dokumentarfilm. Um 21.45 Uhr folgt die 143-minütige Erstausstrahlung «Fritz Litzmann, mein Vater und ich» von Aljoscha Pause. Der Filmemacher widmet sich darin seinem Vater Rainer Pause, der als Kabarettist unter der Bühnenfigur Fritz Litzmann bekannt wurde und mit der Gründung des Bonner Pantheon-Theaters die deutsche Kleinkunstszene mitprägte.
Für Aljoscha Pause ist der Film zugleich eine Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte. Sein Vater erscheint darin nicht nur als erfolgreicher Künstler und Förderer anderer Talente, sondern auch als eine Leerstelle innerhalb der Familie. Pause blickt auf seine Kindheit in einer Kommune, das Aufwachsen im Umfeld der Achtundsechziger-Bewegung und die Schwierigkeiten zurück, die sich aus der Selbstverwirklichung seines alleinerziehenden Vaters ergaben. Zu Wort kommen zahlreiche Wegbegleiter. Bastian Pastewka, ein ehemaliger Klassenkamerad von Aljoscha Pause, ist ebenso beteiligt wie Helge Schneider, Jürgen Becker, Georg Schramm, Norbert Alich, Carolin Kebekus und Nina Hoger. Gerade die Verbindung aus Kabarettgeschichte und persönlicher Vater-Sohn-Beziehung steht im Mittelpunkt der Dokumentation.
Aljoscha Pause ist vor allem durch umfangreiche Dokumentarprojekte bekannt. Zu seinen Arbeiten gehören «Tom meets Zizou – Kein Sommermärchen», «Trainer!» und «Being Mario Götze – Eine deutsche Fußballgeschichte». Später wandte er sich mit «Wie ein Fremder – Eine deutsche Popmusik-Geschichte» und «Art is a State of Mind» verstärkt Künstlerbiografien zu.







«2 Broke Girls»-Reunion bei «Shifting Gears»
3satFestival setzt am Sonntag auf Musik und bayerischen Humor

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