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Y-Kollektiv widmet sich Mediensucht, „Pädo-Huntern“ und dem Adel

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Die ARD-Mediathek zeigt ab Juli neue Folgen des Reportageformats «Y-Kollektiv».

Das Reportageformat «Y-Kollektiv» bleibt der ARD-Mediathek langfristig erhalten. Den Auftakt macht am 6. Juli die MDR-Produktion „Raus aus der Mediensucht – aber wie?“ (AT). Reporterin Helena Brinkmann untersucht darin die Grenzen zwischen alltäglicher Mediennutzung und echter Abhängigkeit. Sie begleitet Menschen, deren Alltag von Smartphones, Computerspielen und sozialen Netzwerken geprägt wird und die teilweise sogar einen stationären Entzug in einer Klinik absolvieren. Die Reportage zeigt Mediensucht als ernstzunehmende psychische Erkrankung und stellt die Frage, wie ein Ausstieg aus der ständigen digitalen Verfügbarkeit gelingen kann.

Eine Woche später, am 13. Juli, folgt die HR-Produktion „Sleepmaxxing – Von der Obsession zu schlafen“. Weitere Informationen zu der Reportage sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden. Für Diskussionen sorgen dürfte die Ausgabe vom 20. Juli. In „Unterwegs mit ‚Pädo-Huntern‘“ (AT) begleitet Radio-Bremen-Reporter Tobias Dammers den Influencer Marvin Ojaghi, der sich selbst als sogenannter „Pädo-Hunter“ bezeichnet. Mithilfe von Fake-Profilen in sozialen Netzwerken locken er und andere Aktivisten mutmaßliche Sexualstraftäter in Fallen und veröffentlichen die Konfrontationen anschließend im Internet. Die Reportage begleitet diese Aktionen und hinterfragt zugleich kritisch die Folgen solcher Selbstjustiz. Ermittlungsbehörden warnen, dass dadurch laufende Ermittlungen gefährdet, Verdächtige vorgewarnt und Ängste instrumentalisiert werden könnten. Der Film will die Szene ausdrücklich nicht glorifizieren, sondern ihre Risiken und Auswirkungen einordnen.

Zum Monatsende beschäftigt sich das «Y-Kollektiv» mit einer gesellschaftlichen Gruppe, deren Bedeutung bis heute kontrovers diskutiert wird. In „Lang lebe der Adel?“ (AT) geht Reporterin Carolin von der Groeben einer besonderen Frage nach: Welche Rolle spielt ein Adelstitel im modernen Deutschland noch? Die Journalistin stammt selbst aus einer Adelsfamilie und untersucht, welche Privilegien trotz der offiziellen Abschaffung des Adels fortbestehen. Mithilfe historischer Einordnungen und persönlicher Begegnungen blickt die Reportage auf exklusive Veranstaltungen, gesellschaftliche Netzwerke und die Frage, ob Herkunft auch heute noch Einfluss auf Lebenswege haben kann.

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