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Die Geigenbauerin in Cremona kommt ins Fernsehen

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Die Dokumentation erzählt von einer Frau, die sich in einer traditionsreichen Männerdomäne behauptet.

arte zeigt am Sonntag, 28. Juni 2026, um 19.30 Uhr die Dokumentation «Die Geigenbauerin von Cremona». Der 44-minütige Film von Regisseur Alessandro Soetje entstand für das ZDF und ist anschließend bis März 2030 online verfügbar. Im Mittelpunkt steht die Französin Bénédicte, die sich in der norditalienischen Stadt Cremona ihren Traum von einer eigenen Geigenbau-Werkstatt erfüllt hat. Die traditionsreiche Stadt gilt seit Jahrhunderten als Zentrum des Geigenbaus und wurde durch Meister wie Antonio Stradivari und Giuseppe Guarneri weltberühmt. Noch immer wird das Handwerk dort überwiegend von Männern geprägt.

Die Dokumentation begleitet Bénédicte bei einem besonders anspruchsvollen Auftrag: Der französische Geiger Quentin hat bei ihr eine maßgefertigte Konzertgeige bestellt. Dafür reist die Geigenbauerin zunächst ins Val di Fiemme, wo das begehrte Tonholz aus jahrhundertealten Fichten stammt. Anschließend entsteht in monatelanger Handarbeit ein individuelles Instrument, bei dem jeder Arbeitsschritt den späteren Klang beeinflusst.

Neben der handwerklichen Präzision thematisiert der Film auch die Herausforderungen für Frauen in der traditionsbewussten Branche. Gemeinsam mit anderen Instrumentenbauerinnen versucht Bénédicte, sich in der historischen Geigenbau-Szene von Cremona dauerhaft zu etablieren. Höhepunkt der Dokumentation ist schließlich der Moment, in dem der Musiker Quentin die fertige Geige erstmals anspielt.

Kurz-URL: qmde.de/172188
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