Wirtschaft

Paramount macht kräftig Minus

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Das neue Medienunternehmen unter Führung von Skydance investiert weiter in die Zukunft – und baut die Kooperation mit Oracle deutlich aus.

Am Mittwoch legte das neu formierte Unternehmen Paramount seine Quartalszahlen vor. Der Umsatz stieg um zwei Prozent: In den Monaten Oktober, November und Dezember 2025 setzte der Konzern 8,148 Milliarden US-Dollar um, im Vorjahreszeitraum waren es 7,984 Milliarden US-Dollar gewesen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (OIBDA) verbesserte sich deutlich von 406 auf 612 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich weitete sich der Nettoverlust jedoch von 224 auf 573 Millionen US-Dollar aus.

Im Zuge der Skydance-Fusion wurde auch die Segmentstruktur angepasst. Das TV-Geschäft erzielte im vierten Quartal 2025 einen Umsatz von 4,714 Milliarden US-Dollar nach 4,979 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Filmgeschäft wuchs hingegen um 16 Prozent auf 1,256 Milliarden US-Dollar. Die Streaming- und Digitalangebote – darunter Paramount+, BET+, SkyShowtime und Pluto TV – erwirtschafteten 2,213 Milliarden US-Dollar, ein Plus von zehn Prozent. Eine detaillierte Aufschlüsselung der Erlösquellen veröffentlichte Paramount allerdings nicht mehr.

An der Konzernspitze steht inzwischen Filmproduzent David Ellison, der das fusionierte Unternehmen führt. Mit der strategischen Neuausrichtung geht auch eine stärkere technologische Fokussierung einher. So treibt der Konzern die Migration auf Oracle Fusion als unternehmensweite ERP-Plattform voran. Ziel sei es, Prozesse zu verschlanken, die Datentransparenz zu erhöhen und schneller fundierte Entscheidungen treffen zu können. Hintergrund: Ellisions Vater Larry gründete Oracle. Zudem wurde im Januar der Verkauf von Chilevisión abgeschlossen. Gemeinsam mit der Veräußerung von Telefe in Argentinien soll dies die Konzentration auf das Kerngeschäft unterstützen.

Organisatorisch sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt: Das Führungsteam sei komplett, das Skydance-Geschäft erfolgreich in die Studioaktivitäten integriert worden. Seit Bekanntgabe der Transaktion liege man im Plan, bis 2025 mindestens zwei Milliarden US-Dollar an Effizienzgewinnen zu realisieren. Bis Ende 2024 erwartet Paramount Effizienzsteigerungen mit einer jährlichen Run-Rate von über 1,5 Milliarden US-Dollar.

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