Vermischtes

Angebliche Vorwürfe: Springer kann Jan Philipp Burgard kein Fehlverhalten nachweisen

von

"New York Times" berichtete von einer angeblichen Untersuchung wegen sexuellen Fehlverhaltens - Anwalt und Verlag widersprechen einer Übergriffigkeit aber nun.

Im Laufe des Tages machten mehrere Meldungen die Runde, wonach sich der ehemalige Chefredakteur der "Welt"-Gruppe Jan Philipp Burgard Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens gegenüber sähe. "New York Times" berichtete, dass eine Untersuchung im Hause "Axel Springer" stattgefunden habe, um zu klären, ob sich Burgard auf einer Weihnachtsfeier im letzten Jahr einer Kollegin im alkoholisierten Zustand unangemessen genähert hat. Grob gesprochen ging es wohl um einen Kuss in einer Tiefgarage. Den Behauptungen zufolge, sollen diese Umstände dann auch zu seiner Demission geführt haben.

Nun, einige Stunden nach dem Hochkochen jener Gerüchte, gibt es Stellungnahmen, die dem skizzierten Ablauf entgegentreten. So hat sich kürzlich der "Springer"-Konzern beispielsweise gegenüber "ntv.de" mit der Stellungnahme geäußert: "Wir sind den Hinweisen auf ein angebliches Fehlverhalten sofort nachgegangen. Diese Hinweise haben sich nicht erhärtet. Bis heute liegen Axel Springer keinerlei Beschwerden gegen Jan Philipp Burgard wegen Belästigung oder eines übergriffigen Verhaltens vor".

Darüber hinaus teilte Burgards Anwalt mit: "Die von diversen Medien verbreiteten Gerüchte, dass gegen meinen Mandanten bei Axel Springer Beschwerden wegen Belästigung oder eines übergriffigen Verhaltens vorliegen, sind nachweislich falsch". Von seiner Seite fällt in diesem Zusammenhang das Schlagwort der "Verleumdungsklage", die er unterstelle. Burgard selbst gab Gerüchten zufolge lediglich zu Protokoll, alkoholisiert gewesen zu sein - eine ungewollte Annäherung habe er jedoch nicht zugegeben. Ob diese Aussagen aber tatsächlich getätigt wurden, erscheint unklar.

Die am heutigen Tage aufgekommenen Irritationen fielen wohl auch deshalb auf einen gewissen Nährboden, weil Burgard kürzlich überraschend von seinem Posten als Chefredakteur der "Welt"-Gruppe zurücktrat. Als Grund dafür gab er gesundheitliche Probleme an, die auf einem Flug ins Rollen kamen. Auch hier gab es anschließend widersprüchliche Gerüchte, wonach Burgard auch nach dem angegebenen medizinischen Zwischenfall noch in der Redaktion gesichtet worden sei, obwohl er nachträglich eine Rehabilitationsphase behauptete. Seinem Anwalt zufolge gebe es jedoch einen Krankenschein als Beweis. Somit lassen sich die Zusammenhänge Stand jetzt zwar nicht bis ins letzte Detail aufklären, weitere unbelegte Unterstellungen erscheinen letztendlich aber nicht seriös.

Kurz-URL: qmde.de/168156
Finde ich...
super
schade
Teile ich auf...
Kontakt
vorheriger ArtikelMedienboard fördert neue Serienprojekte mit 5,8 Millionen Euro
Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel

Letzte Meldungen


Mehr aus diesem Ressort


Jobs » Vollzeit, Teilzeit, Praktika


Surftipp


Surftipps


Werbung