Eigentlich ist Thilo Mischke ja meistens bei dem Unterföhringer Privatsender ProSieben zu sehen. Demnächst macht er allerdings einen überraschenden Ausflug ins ZDF - mit einer ernsten Thematik. Zu sehen ist der Moderator und Journalist nämlich in einer Dokumentation mit dem Titel «German Guilt», die sich mit der Rolle unserer Vorfahren während der Nazi-Zeit auseinandersetzt. Gestreamt werden können insgesamt drei Folgen der Reihe ab 21. Januar im ZDF-Portal. Konkret fragt die Sendung: Waren unsere Vorfahren zur Zeit der NS-Diktatur Täter, Opfer oder Mitläufer? Warum wurde darüber in vielen deutschen Familien nie offen gesprochen? In der Doku-Serie geht eben Thilo Mischke gemeinsam mit Schauspielerin Katja Riemann und Autorin Ronja von Rönne diesen Fragen nach - sie allesamt erforschen ihre eigene Familiengeschichte. Unterstützt von Historikern und Rechercheuren öffnen sie Familienarchive, durchforsten Dachböden und besuchen Orte, die bis heute Spuren der Vergangenheit tragen.
Thilo Mischke stößt bei seiner Recherche auf ein Familiengeheimnis: Seine Großmutter kam unehelich in einem Heim des Lebensborn zur Welt. Das war ein von der SS getragener staatlich geförderter Verein, in dem "arische" Schwangere unterstützt, uneheliche Kinder von SS-Vätern geboren und geraubte Kinder "eingedeutscht" wurden. Schauspielerin Katja Riemann will klären, was mit ihrer Großmutter geschah, die 1945 unter ungeklärten Umständen starb.
Darüber hinaus zeigt auch ZDFinfo anlässlich des Holocaust-Gedenktags am Dienstag, 27. Januar 2026, ab 7.00 Uhr Filme zum Thema, darunter um 20.15 Uhr die Erstausstrahlung «Verbotene Liebe – Queere Überlebende der NS-Diktatur». Weitere Termine an diesem Tag sind: Um 14.15 Uhr der Film von Winfried Laasch und Friedrich Scherer «Ein Tag in Auschwitz», um 15.45 Uhr «Auschwitz – Überleben in der Hölle: Terror» - Ein Film von Dagmar Gallenmueller. Ab 16.30 Uhr «Auschwitz – Überleben in der Hölle: Todesfabrik» sowie folgend 17.15 Uhr «Auschwitz – Überleben in der Hölle: Befreiung» (beide von Katarina Schickling). Um 18.00 Uhr die Doku «Überleben in Auschwitz», 18.45 Uhr «Jüdischer Widerstand ‒ Nicht wie Lämmer zur Schlachtbank» und schließlich gegen 19.30 Uhr «Judenhass in Deutschland ‒ 80 Jahre nach Auschwitz» von Beate Frenkel und Michael Haselrieder.






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Ausbildung Kauffrau/ Kaufmann (w/m/d) für audiovisuelle Medien
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Praktikant im Bereich Redaktion in unserem Format "Shopping Queen" (m/w/d)




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