Vor 48 Jahren kam der Spielfilm mit Linda Blair in die weltweiten Kinos und löste eine Welle der Empörung aus. Für viele Horror-Fans ist «Der Exorzist» noch heute einer der besten Filme aller Zeiten.
Immer wieder treibt der Teufel auf der Leinwand sein Unwesen. Der Fürst der Finsternis war von jeher ein geeigneter Schurke, um Zuschauern das Fürchten zu lehren, und Schauspieler mit Rang und Namen haben es sich nie nehmen lassen, ihn mit einer Portion Overacting zu verkörpern - ob nun Jack Nicholson in «Die Hexen von Eastwick», Al Pacino in «Im Auftrag des Teufels» oder Robert De Niro in «Angel Heart». Am Gruseligsten ist Luzifer aber, wenn er sich als Dämon im Hintergrund versteckt. Das Teufelswerk par excellence ist dabei sicherlich «Der Exorzist» von 1973.
Die Grundstory ist allerdings gleichgeblieben: Regan (Linda Blair) ist eine liebenswerte Zwölfjährige, die mit ihrer berühmten Schauspielmutter Chris MacNeil (Ellen Burstyn) in einem kleinen Häuschen in Washington D.C. lebt. Eines Tages bemerkt Chris merkwürdige Veränderungen an ihrer Tochter. Sie ist deprimiert, fühlt sich schwach, aber die Ärzte können keine Krankheit feststellen. Erst als in der Nacht Regans Bett wie von Geisterhand wild hin- und her gerüttelt wird, befürchtet die Mutter, dass hier übernatürliche Kräfte am Wirken sind.
Ein süßes Mädchen, eine fürsorgliche Mutter, ein gutsituiertes Umfeld in besseren Kreisen, und plötzlich bricht in dieser Idylle das Böse ein. Überraschend und grundlos – daraus nährt sich der erste Schock in William Friedkins Horrorklassiker «Der Exorzist», aus dem es anschließend kein Herauskommen mehr gibt. Denn als Zuschauer will man wissen, was es damit auf sich hat und wird quasi in diesen satanischen Sog gerissen. Anschließend ist es die Verwandlung der besessenen Regan, die einen gegen die Wand drückt. Beleidigungen, so vulgär, dass man sich besser die Ohren zuhält. Dann spukt das Mädchen eine grüne Masse und ihr Körper gerät außer Kontrolle.
Noch heute zählt «Der Exorzist» für inzwischen meist ältere Zuschauer zu den gruseligsten Kinoerlebnissen ihres Lebens. Denn William Friedkin hatte es verstanden, mit eigentlich relativ wenigen Mitteln und Spezialeffekten eine bedrückende Stimmung aufzubauen. Auch in der längeren Fassung ist von dieser furchterregenden Wirkung nichts verloren gegangen. Während die Fortsetzungen von Film zu Film immer schwächer wurden. 

• Die Hexen von Eastwick • Im Auftrag des Teufels • Angel Heart • Der Exorzist • Halloween 2 • Im Zeichen des Bösen • Der Exorzist II – Der Ketzer • Der Exorzist III • Exorzist: Der Anfang
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14.02.2021 18:19 Uhr 1